"Gefährliche Hunde" in München

„Gefährliche Hunde“ werden in München / Bayern in zwei Klassen eingeteilt. Rechtlich gelten folgende Rassen in Klasse 1 als Kampfhunde:
Pit-Bull, Bandog, American-Staffordshire-Terrier, Staffordshire-Bullterrier, Tosa-Inu

Für die Haltung dieser Rassen ist eine Erlaubnis erforderlich. Es muss also ein schriftlicher Antrag auf die Erteilung einer Erlaubnis zum Halten des „Kampfhundes“ bei der zuständigen Behörde gestellt werden. Die Prüfkriterien sind die Folgenden:
• Der Halter muss ein berechtigtes Interesse nachweisen können.
• Der Halter muss zuverlässig sein (Vorlage eines Führungszeugnisses).
• Der Hund darf keine Gefahr für Leben, Gesundheit, Eigentum oder Besitz darstellen (Vorlage eines Sachverständigengutachtens).
Die Klasse 2 beinhaltet folgende Rassen:
Alano, American Bulldog, Bullmastiff, Bullterrier, Cane Corso, Dog Argentino, Dogue de Bordeaux, Fila Brasileiro, Mastiff, Mastin Espanol, Mastino Napoletano, Perro de Presa Canario (Dogo Canario), Perro de Presa Mallorquin, Rottweiler

Für diese „gefährlichen Hunde“ kann jedoch ein Negativzeugnis beantragt werden. Mit diesem Negativzeugnis gilt der Hund rechtlich nicht mehr als „gefährlicher Hund“, was unter anderem für die Hundesteuer von Bedeutung ist.
Um ein Negativzeugnis zu beantragen, wenden Sie sich in München an das Kreisverwaltungsreferat HA I / 22 ( Tel.: 089 / 233 - 4 46 44 ) um sich die Antragsformulare zusenden lassen. Ist der „gefährliche Hund“ älter als 18 Monate, so muss zusätzlich zum Antrag ein Sachverständigengutachten über den Hund vorgelegt werden.