Urlaub mit dem Hund

Teil 3 - Vierbeiner-Reisewege

Urlaubsziel gefunden? Dann stellt sich als Nächstes die Frage nach dem Transportmittel. Bei nahen Reisezielen ist dies zumeist das eigene Auto - in den meisten Fällen ein für den Hund bereits vertrauter Ort. Das erleichtert natürlich die Fahrt, zumal auch genug Platz bleiben sollte, nützliche Ausrüstung – eigener Napf, Spielzeug, Sportutensilien – unterzubringen.

Bei Fernreisen fällt die Wahl oft anders aus, hier sind Flugzeug, Bahn oder Schiff oft die schnelleren Alternativen. Eine geringere Reisezeit bedeutet natürlich auch weniger Stress für den treuen Begleiter - zumindest aber reduzieren sich die stressigen Stunden. Egal wie die Wahl letztlich ausfällt, ein paar Besonderheiten gibt es immer zu beachten:

Autofahrt mit Hund

Wie schon gesagt: Die Fahrt im eigenen Auto bringt einige Vorteile mit sich. Ist der Hund an das Vehikel gewöhnt, sollten ihm auch längere Strecken leicht fallen. Ansonsten gilt: Üben! Wer häufiger auf den eigenen vier Rädern zu langen Spaziergängen ausfährt, erzeugt beim besten Freund eine positive Grundeinstellung zum Auto. Bei diesen Touren lässt sich außerdem feststellen, ob beim Hund Reisekrankheiten bestehen. In solchen Fällen kann ein Tierarzt oft mit einfachen Mitteln Abhilfe schaffen.

Alles gut gegangen? Hund und Auto sind wohl vertraut? Dem PKW-Trip steht nun nichts mehr im Wege, und dennoch heißt es weiter: Nicht übertreiben! Längere Etappen sollten nicht in die heißesten Stunden des Tages fallen, und temperaturunabhängig sollte man regelmäßige Pausen einlegen. Ein wenig Auslauf und ein paar kräftige Schlücke aus dem Napf machen es dem Vierbeiner leichter, die Fahrt fortzusetzen. Beachten sollte man auch, dass viele Hunde äußerst empfindlich auf Zugluft reagieren. Weit geöffnete Fenster und zu niedrig eingestellte Klimaanlagen können zu Problemen wie Bindehautentzündungen führen.

Pausen einplanen - Hitze meiden!

Weitere Pausenregeln: In ungewohnter Umgebung reagieren Hunde oft anders als auf vertrautem Terrain. Besonders an Autobahnraststätten sollte man ihnen daher schon vor dem Aussteigen die Leine umlegen. Längere Aufenthalte im parkenden Fahrzeug müssen zudem unbedingt vermieden werden. Dies gilt insbesondere an heißen Tagen, wie sie in Urlaubsländern ja häufiger vorkommen sollten.

Prinzipiell ist es natürlich auch möglich, den Hund mit auf eine Fernreise zu nehmen - im Flugzeug. Doch eine Flugreise mit Hund birgt viele Nachteile und Risiken. Zum einen sind sie für Hund und Halter sehr strapaziös, zum anderen bedürfen sie einer enormen Vorbereitung, wenn der Flug in den Traumurlaub nicht zum Chaos werden soll. Deshalb ist es sinnvoll, Hunde nur mit dem Flieger zu transportieren, wenn der Urlaub genügend Zeit und Gelegenheit zur Erholung bietet oder aber die Reise, wie im Auslands-Tierschutz, quasi unumgänglich ist. Langstreckenflüge sollte man Hunden lieber nicht zumuten.

Unerlässlich ist bei einer Flugreise mit Hund die frühzeitige Auseinandersetzung mit den geltenden Richtlinien der jeweiligen Fluggesellschaft. Denn die Reglements der Airlines können sehr voneinander abweichen. Jede Auskunft sollte von der Fluggesellschaft schriftlich bestätigt werden - das kann im Zweifelsfall vor Ort eine Menge Stress ersparen.

Kleine Hunde dürfen bei den meisten Airlines mit in der Passagierkabine reisen - das höchstzulässige Körpergewicht variiert dabei von Fluggesellschaft zu Fluggesellschaft von 5 bis 9 Kg. Eine geeignete Transportbox ist jedoch auch in der Passagierkabine meist Voraussetzung.

Für die großen Jungs kommt es noch dicker: Getrennt von ihren Vertrauensmenschen müssen sie in passenden Transportboxen im Frachtraum "reisen". In dieser fremden Umgebung, beschallt von ungewohnten Geräuschen, entsteht nicht selten Angst – stressig ist es in jedem Fall. Übrigens auch für die besorgten Halter, die während der Be- und Entladung nicht beeinflussen können, wie die treuen Begleiter behandelt werden.

Fazit: Generell sollte der Daumen beim Flugzeug für reisewillige Hundebesitzer also nach unten zeigen. Ist ein Flug aber unumgänglich, kann es ratsam sein, beim Tierarzt nach leichten Beruhigungsmitteln zu fragen und weitere Tipps für den konkreten Reiseablauf einzuholen.

Schiff Ahoi!

Berühmte Hunde, die zur See fuhren, gibt es so einige - eine generelle Abneigung gegenüber Schiffstouren kann man bei unseren treuen Freunden also nicht feststellen. Die "Bootsmänner" unter den Vierbeinern sind wohl sogar in der Überzahl, dennoch sollte man die Seetauglichkeit jeweils auf kurzen Ausflugtouren erproben.

Die Bestimmungen zur Mitnahme an Bord sind bei Schiffsreisen so unterschiedlich, dass sie unbedingt im Vorfeld einer Seeweg-Reise erfragt werden sollten. Die Palette reicht hier vom freien Transport auf speziellen Hundedecks über die Kasernierung in bootseigenen Zwingern bis zum völligen Hundeverbot. Sollte der eigene Vierbeiner keine "Landratte" sein, heißt es dennoch: Weniger ist mehr! Von längeren Schiffsreisen - etwa auf Kreuzfahrtdampfern - sollte daher abgesehen werden.

Teil 1: Grundsätzliches für die Reise mit Hund

Teil 2: Hund im Urlaub - die Planung

Teil 3: Vierbeiner-Reisewege

Teil 4: Vor der Abreise - Die Checkliste

Teil 5: Endlich am Urlaubsort! Was nun?

Teil 6: Mit oder ohne Hund verreisen?

 

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