Mit Hund und Wohnmobil verreisen

7 Tipps für einen entspannten Reisemobil-Urlaub mit Hund

Viele Menschen träumen davon, mit ihrem Hund im Wohnmobil zu verreisen – und Deutschland, Italien, Frankreich oder Skandinavien auf eigene Faust zu entdecken, völlig frei und ungebunden. Tatsächlich muss das kein Traum bleiben, denn Reisemobile kann man heute völlig problemlos mieten. Damit der Urlaub mit Hund im Wohnmobil auch wirklich gelingt, haben wir Euch die wichtigsten Tipps zusammengestellt!

Wer mit dem Wohnmobil Urlaub macht, möchte auf seinen Hund natürlich nicht verzichten. Tatsächlich sind Ferien mit Campingmobil für Hundehalter  geradezu ideal:

Die Reise kann völlig individuell und unabhängig gestaltet werden, ganz flexibel auf die Bedürfnisse von Mensch und Tier zugeschnitten werden – und Touristenströme können einfach umfahren werden. Damit der Traumurlaub auf vier Rädern rundherum gelingt, gibt es allerdings ein paar Dinge zu beachten. Mit unseren 7 Tipps sind Camper mit Hund gut gerüstet!

1. Wohnmobil mit Hundeerlaubnis finden

Um sich den Traum vom Wohnmobil-Urlaub mit Hund zu erfüllen, muss man glücklicherweise nicht direkt ein eigenes Fahrzeug kaufen. Ganz gleich, ob nur für ein Wochenende oder für den ganzen Jahresurlaub, ob Alkoven, Kastenwagen, Integriert oder Wohnwagen: Wohnmobile für jeden Bedarf kann man heute problemlos mieten. Hundehalter sollten nur unbedingt darauf achten, dass sie ein Wohnmobil mit Hundeerlaubnis auswählen – denn nicht in jedem Camper sind Hunde erwünscht.

2. Tierarzt-Check

Grundsätzlich sollte vor Reiseantritt ein Tierarzt-Check durchgeführt werden.  Der Tierarzt kann die Parasitenprophylaxe durchführen, die Reiseapotheke zusammenstellen und über die Einreisebestimmungen für das Urlaubsland informieren. Wichtig: Gerade beim Urlaub mit Hund im Wohnmobil sollte ein Medikament gegen Reisekrankheit nicht in der Hunde-Reiseapotheke fehlen!

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3. Routenplanung: Hundefreundliche Campingplätze auswählen

Immer mehr Campingplatzbetreiber kommen auf den Hund: Oft sind Vierbeiner nicht nur erlaubt, sondern bekommen zahlreiche Extras geboten wie Spielparcours, Hundestrände, Hundeduschen, Futter- oder Zubehör. Wer mit Wohnmobil und Hund in Urlaub fährt, sollten allerdings damit rechnen, dass der fellige Begleiter an Camping- und Stellplätzen eine Zusatzgebühr kosten kann – und dass der Hund nicht auf jedem Campingplatz willkommen ist. Ob der Hund auf dem Camping- oder Stellplatz gern gesehen ist, wie viel er zusätzlich kostet und welche Extras ihn möglicherweise erwarten, können Hundehalter schon bei der Tourenplanung berücksichtigen. Ein Campingplatzführer oder eine Campingplatz-App helfen hier weiter.

4. Hundegeruch und Hundehaaren im Wohnmobil vorbeugen

Auf Wohnmobilreisen mit Hund sind besondere Vorkehrungen für Sauberkeit und Hygiene sinnvoll. Insbesondere, wenn es draußen regnet und der Hund nass geworden ist, breitet sich im Wohnmobil schnell Hundegeruch aus. Neben einem gut trocknenden Hundehandtuch und einer Hundebürste können Hundehalter deshalb eine Hunderegenjacke einpacken. Auf diese Weise wird das Fell vor Feuchtigkeit geschützt und der Hundegeruch wird reduziert.

Auch Hundehaare können einem im Urlaub mit Hund im Wohnmobil schnell auf die Nerven gehen. Deshalb sollte der Hund am besten schon vor dem Urlaub noch einmal gründlich gepflegt werden. Lose Haare können mit einem deShedding-Tool entfernt werden. Für Sand, Schmutz und Hundehaare empfiehlt es sich, einen Akku-Staubsauger oder ein Kehrblech mit auf Reise zu nehmen – so ist das Reisemobil in wenigen Minuten wieder sauber.

5. Richtige Unterbringung des Hundes im Wohnmobil

Für die Sicherheit aller Reisenden ist es unerlässlich, dass der Hund richtig im Wohnmobil untergebracht wird. Ein unsachgemäßer Transport kann bei Bremsmanövern lebensgefährliche Folgen haben. Und wer mit einem ungesicherten Hund im Wohnmobil erwischt wird, dem drohen Bußgelder bis 80 Euro und 3 Punkte in Flensburg.

Am besten ist der Hund in einer Hundebox aufgehoben, die im Bereich der Sitzgruppe untergebracht wird. Ist es im Wohnmobil zu eng, um die Box zu verladen, kann die Box auseinandergebaut und Stück für Stück hinein getragen und dort zusammengesetzt werden. Idealerweise wird die Hundebox zusätzlich mit Spanngurten gesichert. Alternativ zur Hundebox kann auf ein Sicherheitsgeschirr mit Sicherheitsgurt ausgewichen werden. In der Heckgarage des Wohnmobils hat der Hund dagegen nichts zu suchen (außer bei eigens umgebauten Mobilen). Dort ist es viel zu dunkel und es gibt zu wenig Luftzufuhr.

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6. Die Fahrt mit dem Hund im Wohnmobil gut planen

Vor der Fahrt mit dem Wohnmobil sollte der Hund ausreichend Zeit erhalten, sich zu lösen und sich noch einmal richtig auszutoben. Auf Füttern unmittelbar vor Reisebeginn sollte lieber verzichtet werden, damit der Hund während der Fahrt nicht erbrechen muss. Im Sommer sollten Fahrzeiten auf den späten Abend oder frühen Morgen gelegt werden, um größere Hitze zu vermeiden. Während der Fahrt müssen unbedingt Pausen zum Lösen und Tränken eingeplant werden.

7. Am Urlaubsort: Schleppleine und Hundedecke

Auch der gehorsamste Hund kann sich in einer fremden Umgebung anders verhalten als Zuhause. Deshalb ist es sinnvoll, den Hund stets mit einer Schleppleine und einem Brustgeschirr zu sichern. Auf den meisten Campingplätzen gilt ohnehin Leinenpflicht. Viele Hunde lieben es, vor dem Wohnmobil einen festen Platz zu haben – eine Outdoor-Hundedecke bietet zusätzlichen Komfort und schützt vor Schmutz, Nässe und Bodenkälte. Die Schleppleine kann dabei einfach am Wohnmobil befestigt werden.

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