Bereit zum Abheben?

Laufen, schwimmen, springen – alles ganz normal für unsere Hunde. Fliegen dagegen ist eine eher seltene Fortbewegungsart für die Vierbeiner. Bei Reisen mit dem Flugzeug gibt es Vieles zu beachten und zu planen.

Foto: Von chalabala/adobe.stock.com

Darf mein Hund mit?

Die wichtigste Frage zu Beginn, denn die Vielfalt von Regelungen und Einschränkungen rund um den Transport von Hunden ähnelt der Vielzahl von Fluggesellschaften. Zunächst sei festgehalten: Ja, die meisten Airlines befördern Hunde. Einige verbieten Tiere jedoch grundsätzlich. Genau recherchieren und nachfragen solltest du in jedem Fall, denn: Manche Fluggesellschaften transportieren Hunde in der Kabine und im Frachtraum, während andere Airlines keine Tiere im Frachtraum haben möchten oder nur bestimmte Rassen für einen solchen Transport zulassen. Zudem gibt es Linien, die Hunde nur bei Inlandsreisen erlauben oder Fluggesellschaften, die lediglich Blinden- und Begleithunde zulassen. 

United Airlines beispielsweise, die in der Vergangenheit für negative Schlagzeilen aufgrund einiger Todesfälle an Bord gesorgt hatten, haben seit Mai eine besonders lange Verbotsliste. Einige der Rassen, die die Fluggesellschaft generell nicht transportiert sind:

  • Boxer
  • Bulldoggen
  • Affenpischer
  • American Pitbull 
  • Mops
  • American Staffordshire 
  • Cavalier King Charles Spaniel
  • Chow Chow ...

Lufthansa bietet detaillierte Informationen zu den Voraussetzungen, unter denen spezielle Hunderassen transportiert werden müssen. Das Unternehmen behält sich vor, den Transport zu verbieten, wenn es sich um Rassen wie Boxer, Bulldogge, Chow Chow, Mops oder Pekinese handelt. Mehr Aufschluss bieten der Griff zum Telefon und die Einzelfallprüfung, um keine bösen Überraschungen vor dem Urlaub oder Umzug zu erleben.

Passagier oder Fracht?

So unbequem es klingt, für große Vierbeiner führt der Weg vom Flughafengebäude zunächst in den Frachtraum des Flugzeugs. Das hängt in erster Linie von der Rasse und folglich von Gewicht, Größe und Wesensmerkmalen des Hundes ab. Betitelt wird der Vierbeiner im Transportkorb entsprechend als Handgepäck in der Kabine oder als Über- bzw. Sondergepäck. Als kleine Hunde gelten alle Tiere, die gemeinsam mit ihrer Transportbox maximal 8 Kilogramm wiegen.

Wandert der Hund in den Frachtraum, ist es sehr wichtig, alle relevanten Dokumente direkt an der Transportbox anzubringen. Dazu gehören eine Fotokopie des Heimtierausweises sowie Name und Adresse des Halters bzw. des Hotels. Vorgaben für die Größe, Ausstattung und das Material von Transportboxen variieren ebenfalls. Auf den Internetseiten der Fluggesellschaften erfahren Reisende mehr dazu. So viel vorab: Soll die Box den Regeln des Internationalen Luftfahrtverbands (IATA) entsprechen, hakst du am besten direkt beim Kauf im Fachhandel nach. Prinzipiell jede Transportbox sollte stabil, bissfest und wasserundurchlässig sein. Für kleine und größere Ungeschicke sollten Halter am besten saugfähige Decken auslegen, die nicht verrutschen.

Das A & O: die richtige Vorbereitung

Damit die Reise möglichst entspannt beginnt, helfen ein langer Spaziergang vorab und eine möglichste stressfreie Anreise zum Flughafen. Die Nervosität des Halters überträgt sich schließlich auch auf den Hund. Eine kurze Entspannungsphase direkt vor dem Weg in den Frachtraum muss sein. Dort warten unbekannte Gerüche, Geräusche und natürlich die Trennung vom Halter. „Daher ist es auch wichtig, dass sich das Tier vor dem Flug mit seiner (neuen) Transportbox anfreundet und sie als seinen sicheren Rückzugs- und Entspannungsort wahrnimmt“, erklärt Udo Kopernik, Pressesprecher vom Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) in Dortmund. Medikamente oder Beruhigungsmittel empfiehlt der Fachmann nicht, da die Auswirkung möglicher Nebenwirkungen unkontrolliert und ungesehen abläuft. Besser geeignet: Ein Kleidungsstück, das nach Herrchen oder Frauchen riecht, ein Spielzeug, die Lieblingsdecke oder Leckerlis in der Box.

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