


Liebe Leser,
die ersten Schritte des Schreibens fallen schwer. Aber irgendwann muss ich irgendwie wieder anfangen. Die guten Nachrichten wollen erzählt werden. Die Fotos wollen gezeigt werden. Vielleicht fange ich ab heute rückwärts an zu erzählen, bis zu dem Tag als ich aufhörte zu schreiben. Oder nehme ich mir Hund für Hund vor. Besser Transport für Transport….???? Mein Computer ist voller gespeicherter Daten, sortiert natürlich, also dann muss es doch möglich sein, Schritt für Schritt Euch zu berichten, was wir getan haben.Und schon kommt mir die erste Information in den Sinn, die ich Ihnen unbedingt berichten möchte.
Anstatt den 1000sten Tierschutzverein zu gründen, habe ich den Entschluss getroffen, mich Heidi und Olaf Bernhard mit ihrem Verein Aktion Tiere in Not e.V. anzuschließen. Wir haben in den letzten Monaten viel gemeinsam geschafft, erlebt und gekämpft. Natürlich gibt es auch viele Unterschiede, aber wir sehen das als Zugewinn und nicht als Störung. Wie ich schon mehrfach gesagt habe, Heidi ist für mich beispielhaft, wenn es um die Rettung von Tieren geht. Ihre Bedürfnisse zählen für sie nicht. Sie opfert sich selbstlos auf. Ich werde mich nie mit ihr messen können, aber ich glaube fest daran, dass ich durch meine Fähigkeiten, meinen Teil dazu beitragen kann, das Leid, vor allem in der Slowakei langfristig, zu lindern.
Und so gibt es nun hierzulande eine ATIN - "Niederlassung"
mit einem eigenen Konto und mir als Verantwortliche.
Hier die Kontodaten:
Konto 31089352 - Bankleitzahl 70053070 bei der Sparkasse Fürstenfeldbruck, BIC-/SWIFT-Code: BYLADEM1FF, IBAN DE14 7005 3070
"Ohne Moos nichts los" – dies musste ich dann doch auch erkennen. Seit meiner Hilfe für Nitra (alles hat im Oktober 2007 angefangen) habe ich persönlich sehr viele Hunde und Katzen selbst übernommen. Was ganz ruhig begann, entwickelte sich zu einer Lawine. Ich konnte einfach nicht nein sagen. Timea, Alan, Mücke, Alan, Emily, Karlchen, Gini, Ockio, Leo, Lea, Sira, Pluto, Mucky von meinen Mallorca-Rettungen ganz zu schweigen (Sira, Lula, Misty, Mailo und Sofie, Peati, Aladin, Tigi, Speedy und Garfield). Ich bin also ein One-Woman-Tierschutzverein geworden. Das war so nicht geplant. Allerdings habe ich die besten Pflegemamis für meine Schützlinge der Welt. Aber die Verantwortung und die Kosten trage ich ganz allein.
Von Null auf 1000 Minus und mehr. Egal! Kein Cent bereue ich. Nur muss die Zukunft einfach anders laufen. Und so habe ich gleich mal meinen Kleinwagen gegen einen Bus getauscht. 5 m und irgendwas ist er lang und ich kann 1,2 Tonnen laden. 8 Sitzplätze, wovon sich 6 mühelos herausnehmen lassen, damit ich Hunde oder Futter- und Sachspenden transportieren kann. Denn bisher habe ich immer für viel Geld einen Transporter bei einer Autovermietung gemietet.
Sowie auch vergangenen Mittwoch. Einen Transporter 4.5 m lang und ich weiß nicht wie hoch, so lang und so groß, so was hatte ich noch nie bis dato unter meinem Hintern. Aber das war auch notwendig. Meine Garage war voller Futter- und Sachspenden, in der Nähe durfte ich an zwei Orten Futter laden. Ich schätze insgesamt waren es über 2 Tonnen Futter, 2 Tüten mit Halsbändern und Leinen, Spielzeug, wunderbare kuschelige Decken, leere Transportboxen, Vitamine und andere Aufbaupräparate, Bettwäsche, Kissen und Betten, Hundebetten, ein wenig Katzenfutter, etc.
Das alles brachte ich zu unserer berühmten Übergangsstelle. Nicht alles ging in Heidi’s Transporter, aber fast alles. Das Futter war wichtig. Denn in Nitra war schon wieder Futter-Ebbe. Gut dass Heidi, schon am Freitag darauf nach Nitra gefahren ist.
Nun bin ich ja eine Planerin. Und ich werde hier in meiner Nähe Firmen ansprechen und um eine kostenlose Lagerfläche betteln. Dazu möchte ich gerne die Sachen auf Paletten verschweißen. Und im besten Fall finde ich eine Spedition die kostenlos die Paletten mindestens nach Linz zur Heidi transportiert, bestenfalls nach Nitra.
Ich bleibe dabei. Ich fange von hinten an. Und so erzähle ich Euch jetzt die Geschichte von Pluto und Leni.
Also Pluto ist der alte Doggen-Mix-Rüde. Ungefähr 12 Jahre alt, taub. Gerettet von uns am 26. März 2008. Er stand so fassungslos und ohne Hoffnung in Nitra, dass ich sofort jemand finden musste, der diesen ollen Hund zu sich nimmt. In Bea Hergenröder und ihrer Pflegestelle Petra Ücker fand ich die Menschen, die ich suchte. Eigentlich sollte der arme Rexi dorthin, aber der wurde ja bei seinem Transport aufgrund seiner schweren Verletzung gestoppt.
Und wer ist Leni? Leni ist im wahrsten Sinne, Pluto’s kleine Schwester. Leni ist hat gestern das Licht der Welt erblickt. Also die Geschichte geht so….
Wir bekamen über die Organisation Doggenschutz einen vorkontrollierten Endplatz für Pluto. Was für uns super wichtig war, denn die Pflegestelle konnte Pluto nicht mehr bei sich behalten aus verständlichen Gründen ( Arbeitsstelle!). Heidi drückte mir am vergangenen Mittwoch einen Zettel in die Hand mit der Telefonnummer einer Interessentin. Schon am nächsten Tag (1. Mai) telefonierte ich sehr lange mit der jungen Frau. Alles klang sehr sympathisch. So dann sendete ich ihr das Profil von Pluto. Und ich wartete. Einen Tag und noch einen Tag. Keine Reaktion. Durch einen Anruf erfuhr ich, dass ich die falsche Emailadresse hatte. Also auf ein Neues. Aufregung "gefällt er ihr?" oder „findet sie ihn zu wenig Doggenhaft?“. Am Sonntag dann die Entwarnung – Pluto hat hier ein neues Zuhause gefunden. Sie nennt ihn schon liebevoll den armen Kleinen…
Dass sie in 4 Wochen ein Baby erwartet wusste ich. Dass sie patent ist und ein tolles heimatliches Umfeld hat, habe ich auch herausgefunden. Dass sie sich die Situation mit Hund und Baby sehr gut vorstellen kann und dass sie Hunde-Erfahrung hat ist eindeutig.
Schließlich verabredet sich die Pflegestelle für Montagabend um 19 Uhr für die Abholung. Die Interessentin, will Pluto gemeinsam mit einem Bekannten selbst abholen. Die 220 km stören sie nicht. Doch sie kommt nie an. Irgendwann gegen 22 Uhr gehen wir alle schlafen. Das Handy der Dame ist ausgeschaltet. Zuhause geht nur der AB an. Was ist passiert? Hat sie es sich doch anders überlegt? Haben wir etwas falsch gemacht? Warum meldet sie sich nicht wenigstens? Warum Pluto, wenn es genug andere, jüngere und schönere Hunde gibt….?
Als wir am nächsten Tag gegen Mittag immer noch nichts gehört haben, sind wir eifrig auf der Suche nach einer neuen Lösung für Pluto. Gegen 15 Uhr dann bekomme ich die erlösende und so unglaubliche Nachricht per SMS und wer Leni ist, klärt sich nun: Gestern um 18.22 Uhr hat unsere Leni in Eilaktion das Licht der Welt erblickt! 52 cm, 4400 gr. Und die schönsten blauen Augen der Welt.
Bin bis Freitag im Krankenhaus und melde mich dann zwecks übernahme unseres zweiten Zuwachs…. Alles Liebe Katrin" Ich gratuliere natürlich. Hatte ihr ja auch auf dem AB eine entsprechende Nachricht hinterlassen, dass ich mir große Sorgen mache und bete.
Ich frage natürlich nochmals nach, ob Pluto wirklich jetzt erwünscht ist und sie schreibt: "ja natürlich….war kurz zuhause, kindersachen und für mich etwas holen, hatte ja nichts dabei! Da steht sein Bett…Pluto gehört genauso dazu wie Leni…"
Na wenn das mal nicht eine Geschichte ist…
Jetzt könnte ich noch von meinem Besuch bei Aponie erzählen und bei Lea und ihrem Baby, aber das spare ich mir auf. Für morgen
Gute Nacht Leni - Gute Nacht Pluto - Gute Nacht Heidi - Gute Nacht Bea
Alles Gute, Ihre Antje Heinrich -> Antje.heinrich(at)heinrichmc.de