Asyl für verstoßene Vierbeiner

Der Gnadenhof Ganderkesee bietet Hunden eine letzte Zuflucht


Habt Ihr euch schon einmal gefragt, was mit Hunden passiert, die von Tierheimen nicht mehr zu vermitteln sind? Die unzähligen Tierheime in Deutschland sind zum größten Teil überfüllt und so droht alten, kranken und schwer vermittelbaren Tieren häufig die Einschläferung. In Niedersachsen gibt es jedoch noch eine weitaus schönere Lösung:  Den Gnadenhof am Ganderkesee. Hier können verstoßene Vierbeiner ihren Lebensabend in Würde verbringen.

 

Die niedersächsische Gemeinde Ganderkesee liegt am Rande des Naturparks der Wildeshauser Geest im Urstromtal der Weser. Eingerahmt von Wäldern, Hecken, Binnendünen und durchzogen von Bächen findet sich hier eine ideale und naturbelassene Umgebung für Hunde. Im kleinen Örtchen Havekost hat es sich Rainer Broschk zur Aufgabe gemacht, verstoßene Hunden ein Heim zu geben.
 
Auf dem Gnadenhof am Ganderkesee werden die Hunde im Rudel gehalten, dabei haben sie einen natürlichen Zugang zum Wohnhaus des Hartz-4-Empfägers. Seit 2004 ist der Gnadenhof ein eingetragener Verein und hat Dank der großen Hingabe des „Hunde-Vaters“ in der Zeit seines Bestands schon 200 Hunde aufnehmen und begleiten können. Viele von ihnen konnte er tatsächlich noch weitervermitteln, und das, obwohl er die meisten von ihnen vor der tödlichen Spritze gerettet hat.

 

Beherztes Engagement hilft bei der Hundevermittlung

 

Im Juni 2008 hatte Broschk, der sich mittlerweile ein Limit in der Hundezahl gesetzt hat, neun Vierbeinern Zuflucht gewährt. Und so ein großes Rudel verschlingt natürlich ganz schön viel Geld. Neben den Kosten für Hundenahrung und Tierarztbesuche fallen regelmäßig auch Fahrtkosten an. Schließlich ist Broschk viel unterwegs, ständig auf seiner Mission, die Hunde doch noch zu vermitteln - wenigstens die Jüngeren.

Erst im Juli dieses Jahres wurden vier Hunde aus dem Tierheim Hilden am Ganderkesee abgegeben. Die Tiere hatten bereits eine lange Reise hinter sich, da sie ursprünglich aus dem restlos überfüllten Tierheim in Berlin stammten. Brandy, Yvette, Kai und Charly fanden schon nach einer halben Stunde Anschluss an das bereits bestehende Rudel auf dem Gnadenhof  und jagten mit den anderen Vierbeinern über das großzügige Gelände.

 

Der Gnadenhof Ganderkesee benötigt Ihre Unterstützung!

 

Rainer Broschk agiert in seiner Auffangstation mit einer Seelenruhe. Und genau diese scheint ansteckend auf die Hunde zu wirken, denn Hunde-Zoff gibt es hier nur selten. Die regelmäßigen Ausgaben sind jedoch ohne die finanzielle Unterstützung durch Abgabegebühren, Mitgliedsbeiträge und Spenden kaum zu tragen. Trotzdem kommt der Hundefreund häufig nicht drum herum noch etwas von seinem Nebenverdienst als Zeitungsausträger für die alten, kranken oder schwer verhaltensgestörten Vierbeiner abzugeben.

 

Broschk und sein Rudel sind daher auf Geld- und Sachspenden angewiesen, damit auch weiterhin verstoßene Hunde einen schönen Lebensabend am Ganderkesee verbringen können. Und nicht nur das: Durch das aufopfernde Engagement des Hundefreundes können viele hoffnungslose Fälle - wie Kai und Charly - doch noch vermittelt werden.


Wenn Ihr jetzt neugierig auf die Arbeit von Rainer Groschk geworden seid und gerne mehr über Ihn und sein Rudel erfahren möchtet, oder wenn Ihr die Vierbeiner des Gnadenhofs am Ganderkesee gerne durch Spenden oder die Übernahme einer Patenschaft unterstützen möchtet, wendet Euch an den Verein! (jt)


Anschrift: Gnadenhof e. V.
Havekoster Sand 13
27777 Ganderkesee

Tel:   04222 - 946166

E-Mail:  CharlyPlus(at)web.de

 


Die Vierbeiner werden es Euch danken!

 

 

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