Wenn Bären leben - dürfen

VIER PFOTEN bringt ehemaligen Tanzbären in ein neues Leben

 

VIER PFOTEN haben wir bereits vorgestellt – eine Organisation, die unsagbar viel für Mensch und Tier leistet und großartige Projekte stemmt. „Dogs for people“ und „Stray animal Care“ sind zwei dieser Projekte; beide verfolgen das Ziel, Mensch und Hund als Partner zusammenzubringen. Doch auch andere, einzigartige Projekte der Tierschutzstiftung haben uns bewegt – auch wenn es hier nicht um Hunde geht...

 

Katja und Ida sind daheim. Endlich. Die zwei Braunbärendamen haben ein ereignisreiches, aber leider nicht immer schönes Leben hinter sich. Bis jetzt. VIER PFOTEN hat sich ihrer angenommen und sie in ein besseres Leben gebracht. Ein Leben, das ihrer Braunbären-Art gerecht wird und wo sie ihren tierischen Bedürfnissen freien Lauf lassen dürfen.

 

Katja und Ida, die zwei Neuankömmlinge im Bärenwald Müritz sind nur zwei von vielen Braunbären, die VIER PFOTEN ihr Leben verdanken. Die Tierschutzorganisation engagiert sich seit über 21 Jahren im weltweiten Tierschutz und kann große und nachhaltige Erfolge verzeichnen. Neben Hunden, Katzen, Hühnern und Wildtieren haben die Bären einen festen Platz im Programm der Stiftung. Insgesamt zwei Bärenwälder, eine Bärenwaisenstation und die Aktion „Tanzbären in Bulgarien“ sind Inhalte des Großprojekts „Bärenschutz“.

 

Fachgerechte Betreuung für ein entspanntes Bärenleben

 

In Deutschland lebt eine große Anzahl an Braunbären. Aber leider nicht in Wälder oder großen Naturparks, sondern in Zirkusbetrieben, Zoos oder in Privathaltungen. Dort fristen sie unter nicht artgerechten -  oft auch qualvollen - Bedingungen ihr Bären-Dasein. VIER PFOTEN hilft. Das Bärenschutzzentrum Müritz in Mecklenburg-Vorpommern wurde 2006 mit dem ersten Bewohner „Lothar“ eröffnet. Das fast 8 Hektar große Wald- und Wiesengehege ist für circa zehn Bären ausgerichtet. Dort können sie toben, nach Nahrung suchen und ein entspanntes Bärenleben führen –  artgerecht eben. Auch die fachgerechte Betreuung ist natürlich gewährleistet. Denn oft kommen die Bären mit Verhaltensstörungen oder körperlichen Missbildungen in das Bärenschutzzentrum. Speziell geschulte Tierpfleger und Wildtierärzte kümmern sich um die Tiere und sorgen dafür, dass sie nach einer Eingewöhnungszeit ein schönes Bärenleben in Gesellschaft von Artgenossen führen können.

 

 

 

Das alles gilt auch für das Bärenschutzzentrum in Österreich. In Arbesbach-Schönfeld fanden 1998 die drei Braunbären Vinzenz, Liese und Brumca eine neue Heimat. Im Jahr 2000 kamen noch zwei weitere ehemalige Zirkusbären, Tom und Jerry, dazu. Zwar können sie immer noch von Besuchern betrachtet und bewundert werden, aber diesmal eben  in – fast - freier Natur. Die Zuschauer dürfen an den Zäunen stehen und den Bären beim Leben zusehen – und nicht anders herum.

 

Aufmerksam wird VIER PFOTEN auf Missstände in der Bärenhaltung meist durch gute Beobachter, die die Defizite in den Haltungsbedingungen erkennen und dem Amtsveterinär melden. „Amtsveterinäre müssen sich über die Richtlinien der Bärenhaltung bewusst sein. Fällt ihn etwas auf, können sie immer zu uns kommen. Wir kümmern uns dann darum, den Bär aus den nicht artgerechten Verhältnissen herauszuholen,“ so Sabine Loose, Leiterin von VIER PFOTEN im Gespräch mit Stadthunde.com. Damit kann jeder Bär in ein glückliches Leben mit VIER PFOTEN starten.

 

 

Hier geht es weiter: Wenn Bären leben - dürfen Teil 2

 

 

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