"Es handelt sich um die 3-jährige Schäfermischlingshündin Lucy meiner Freundin, die jetzt seit einem Jahr bei ihr lebt. Die Hündin hatte schon 2 Vorbesitzer. Bei dem letzten Vorbesitzer hatte sie ein sehr gutes Leben gehabt, vom ersten Besitzer, der Lucy nur ein paar Monate hatte ist nichts bekannt.
Menschen gegenüber hat Lucy prinzipiell keine Probleme, läßt sich ohne Probleme anfassen und ist freundlich. Aufgefallen ist mir, dass Lucy auf ungewöhnliche "Reize" sehr stark reagiert. So verbellt sie z. B. in der Dunkelheit plötzlich entgegenkommende Fahrradfahrer, plötzlich aus dem Gebüsch hervortretende Personen oder ungewohnte Gegenstände, sowohl mit oder ohne Leine. Dabei rückt sie diesen Personen durchaus bedrohlich "auf die Pelle". Auch der Garten wird stark "bewacht", was meine Freundin inzwischen auf meinen Rat hin aber entsprechend eindämmt, indem sie Lucy dieses Verhalten verbietet. Die Hündin bekommt genügend Bewegung und Beschäftigung (Gehorsamkeitstraining, Fährtensuche, Ballspiele etc.), ca. 2 Stunden am Tag. Auf mich macht Lucy den Eindruck eines relativ selbstsicheren Hundes mit niedriger Reizschwelle, der zwei Jahre keine ausreichende Erziehung genossen hatte, sondern tun und lassen konnte was er wollte. Sicherlich kommt ein starker Schutztrieb (Schäferhund) noch hinzu. Nun meine Frage: Was soll ich meiner Freundin raten, wie sie zukünftig mit Lucy umgehen soll, damit diese "Bellattacken" aufhören? Kann man solches Verhalten grundsätzlich eindämmen? Muss sie Lucy stärker zeigen, dass sie die "Chefin" ist? Was gibt es für Möglichkeiten? Herzlichen Dank! "
Bettina S. mit Schäferhund-Mix Lucy (3 Jahre alt)
Unsere Expertin: Holen Sie sich professionelle Hilfe!
So, wie Sie mir Lucy beschreiben, kann ihr Verhalten auf ein Schutz- und Kontrollverhalten hindeuten. Dieses Verhalten zu ändern bedeutet eine Änderung im normalen Alltag. Ihre Freundin soll Lucy schon zeigen, dass nicht Lucy diejenige ist, die beschützen muss. Raten Sie Ihrer Freundin, sich professionelle Hilfe ins Haus zu holen, die ihr in den Alltagssituationen aufzeigt, wie sie sich ändern sollte, damit Lucy ihr Verhalten ändern kann. Man kann ein solches Verhalten ändern, es bedarf einfach nur ein wenig Zeit, da es sich um eine Beziehungsänderung handelt und es nicht mit einem einfachen Kommando getan ist.
Viel Erfolg mit Lucy!
Ihre Bettina Baumgart


