Angstbellen beim Hund

"Sehr geehrte Frau Baumgarten, wir haben seit 4 Wochen einen etwa 11/2-jährigen Golden Retriever/Hoverwart Mix aus dem Tierheim. Abgabegrund laut altem Besitzer - hat Tochter gebissen. Er hat sich gut in unserer Familie eingelebt und ist sehr gehorsam und lieb. Nur leider haben wir ein kleines Problem, mit dem wir nicht wissen, wie wir damit umgehen sollen.

 

Besonders fremde Männer und andere Personen, die in unseren Hof oder Haus sich aufhalten, verbellt er (mehr Angstebellen). Er geht auf die Person zu, bellt und geht bellend rückwärts zurück und bellt weiter. Bis jetzt haben wir immer mit dem Kommando " Schluss " versucht ein Ende zu setzen, manchmal hört er, aber manchmal ist er so in Extase, das er keine Reaktion zeigt. Befolgt er aber unsere Kommandos, indem er z.B. auf seinen Platz geht, bekommt er natürlich als Belohnung ein Leckerli. Uns gegenüber zeigt er aber absolut kein aggressives Verhalten. Wir bitten Sie um eventuelle Ratschläge oder Tipps, wie wir unsere Situation etwas besser unter Kontrolle bekommen können und unseren Angsthasen das Leben etwas leichter machen können. Für Ihre Antwort bedanken wir uns im Voraus."

Rene H. mit Retriever-Mischling Jacky (1 Jahr alt)

 

Unsere Expertin: Hovawarts sind Hofwächter

 

Das Verhalten, das Sie mir beschreiben, ist ein typisches Verhalten eines Hovawartes, der ja in Ihrem Jacky drin ist.  Diese Rasse sind „Hofwächter“, was erst einmal bedeutet, dass sie eher unsicher anderen Menschen gegenüber sind und diese auf dem Hof oder im Haus verbellen.

 

Jacky ist noch jung und entwickelt jetzt so langsam sein Wachverhalten. Schränken Sie ihn in seiner Bewegung ein und trainieren Sie mit ihm das Liegenbleiben auf seinem Platz, obwohl Besuch da ist. Jacky soll lernen, dass Sie diejenigen sind, die entscheiden, wer sich in Ihrem Haus und Hof aufhalten darf.

 

Viel Spaß mit ihm.

 

Liebe Grüße

 

Bettina Baumgart