"Bei meinem Jack-Russel-Terrier wurde durch eine Tierärztin Ataxie festgestellt. Er hat starke Probleme seinen Gang zu kontrollieren, teilweise beginnt er ganz unverhofft zu hinken. Er kann sich nicht lange konzentrieren, dies merkt man besonders, wenn er auf andere Hunde trifft. Wenn man mehr als eine Stunde mit ihm Spazieren geht, ist er den ganzen Tag nur noch müde.
Meine Tierärztin sagte, dass es sich um eine Rückbildung der weißen Substanz im Knochenmark handelt, die in den meisten Fällen in einem jungen Alter stagniert, so dass der Hund ganz normal (bis auf die o.g. Einschränkungen) leben kann. In einer Studie habe ich aber gelesen, dass die durchschnittliche Lebenserwartung betroffener Tiere nur etwa 2 Jahre beträgt. Wie soll ich mich jetzt verhalten, und woran merke ich, dass es schlimmer wird. Gibt es Dinge die ich vermeiden sollte, bzw. besondere Dinge, die ihm guttun?"
Christiane K. mit 'Tylor' (knapp 1 Jahr alt)
Unsere Expertin: "Verschiedene Ursachen führen zu unterschiedlichen Therapieansätzen"
Ataxie kann nicht nur vom Rückenmark kommen, sondern verschiedene Ursachen haben. Um ganz sicher zu gehen, woher die Ausfallerscheinungen kommen, würde ich auf jeden Fall noch eine weitere Meinung einholen - am besten in einer guten Tierklinik. Man muss dafür einige Tests und Röntgenbilder machen, um bestimmte Ursachen ausklammern zu können! Die Ataxie kann z.B auch durch eine Gehirnhautentzündung entstanden sein.
Es gibt also mehrere mögliche Auslöser. Wenn man allerdings die Ursache bestimmen kann, lässt sich auch eine geeignete Therapie erstellen! Solange Sie den wirklichen Grund nicht kennen, sollten Sie sich also nicht zusätzlich verrückt machen und auch nicht zu sehr in Eigenregie forschen.
In diesem Fall sehr zu empfehlen wäre auch eine geeignete Physiotherapie. Sie kann dem Hund Entspannung bringen und dabei helfen die Nervenzellen zu erhalten. Ich würde in diesem Fall besonders eine Elektrotherapie, sprich ein geeignetes Neuroprogramm, und eine manuelle Therapie empfehlen. Sehr wichtig hierfür ist auch, dass der Therapeut eng mit Ihnen zusammenarbeitet und Ihnen geeignete Übungen für zuhause zeigt.
Also Kopf hoch! Der kleine Mann hat durchaus eine gute Chance.
Ihre Tina Lintl