Keine Ruhe beim Spaziergang - Bellen an der Leine

" Unser Königspudel Leo ist eigentlich ein ganz lieber - sogar fast eher etwas schüchterner - Hund. Gehen wir aber mit ihm an der Leine spazieren, wird er vor allem gegenüber...

 

gleich großen und größeren Hunden aggressiv: Sieht er einen anderen Hund, bellt er und zerrt an der Leine. Ist man mal unaufmerksam und bemerkt einen anderen Hund nicht rechtzeitig, versucht er sogar, diesen regelrecht anzugreifen und zu knuffen. Wir verstehen das nicht! Dieselben Hunde, die er - sind beide frei - zum Spielen auffordert oder völlig ignoriert "macht er an", wenn er an der Leine ist. Was machen wir falsch?"

 

Nina M. mit ihrem Königspudel Leo

 

Ein ganz ähnliches Problem hattte auch diese Hundehalterin:

 

"Unser Rüde Freddy ist ein sehr lieber und treuer Hund, nur sobald wir anderen Hunden an der Leine begegnen, dreht er durch. Er zerrt an der Leine, knurrt und stellt die Nackenhaare auf. Ich habe deswegen auch schon mehrere Fachbücher gelesen und Experten konsultiert, aber nichts half."

 

Lara K. mit Labrador-Mix Freddy (zwei Jahre alt)

 

Unsere Expertin: "Für das Bellen an der Leine gibt es verschiedene Gründe"

 

Hunde bellen und pöbeln an der Leine aus unterschiedlichen Gründen. Manche fühlen sich an der Leine stärker als ohne Leine, da die Besitzer noch mit dabei sind.

 

Andere reagieren aus Unsicherheit heraus. Solche Hunde haben entweder schon mal schlechte Erfahrungen an der Leine gemacht und damit meine ich nicht zwingend, dass sie gebissen wurden. Es reicht schon mal aus, dass es eine Begegnung gab, in der sie lieber mal die Flucht ergriffen hätten, es aber nicht konnten. Somit stellt die Leine für diese Hunde eine starke Einschränkung in der Bewegungsfreiheit dar. Als Resultat daraus folgt oft: Angriff ist die beste Art der Verteidigung. Lieber belle ich als Erstes und zeige dem Gegner damit, dass er nicht näher kommen braucht.


Eine weitere Möglichkeit ist, dass der Hund eine gewisse Unsicherheit der Besitzer bei Hundebegegnungen spürt, die sich dann sofort auf ihn überträgt.
Es gilt nun mit einem Experten aus Ihrer Nähe zusammen zu arbeiten, der sich die Situationen genauestens anschaut, mit Ihnen analysiert, und somit die Beweggründe herausfindet, warum Leo so heftig reagiert. Im Anschluss erfolgt dann das notwendige Leinentraining.


Es ist nicht gesagt, dass Sie große Fehler machen oder gemacht haben. Man kommt als Besitzer sehr schnell in Situationen rein, denen man zu Beginn keine große Bedeutung zu ordnet, die sich aber im Laufe der Zeit potenzieren. Je früher das Training gestartet wird, desto einfacher wird es für Sie.
Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrem Training.



Liebe Grüße,

 

Ihre Bettina Baumgart

 

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