„Unser kleiner Räuber macht unser Haus bald zu einer Baustelle. In der Zeit, wo er mit unserer zweijährigen Flocke (Hündin, Jack-Russell, kastriert) alleine ist, nimmt er alles auseinander, was nicht niet- und nagelfest ist. Dieses Verhalten kennen wir von unserer Hündin nicht. Räuber holt die Tapeten und Fußleisten von der Wand. Jetzt haben wir den beiden...
...unter der Treppe (trotzdem hell, kein Verschlag) eine Art Käfig mit genügend Platz zum Pfotenvertreten gebaut, versehen mit einem Türgitter für Kinder. Selbst dieses hat er kaputt genagt. Die Hunde sind vormittags immer alleine, eine zeitlang ging es auch ganz gut. Wir haben unseren Räuber auch langsam an das Alleinsein gewöhnt (haben ihn seit Anfang der Sommerferien - da war er 7 Wochen alt). Vielleicht ist auch noch ganz interessant, dass er in der Rangordnung ziemlich schnell über unserer Flocke stand. Was können wir tun?“
Nicole K. mit Jack-Russell-Terrier Räuber (sechs Monate alt)
Unsere Expertin: "Filmen Sie Ihre Hunde, wenn Sie außer Haus sind"
Das Verhalten wirft bei mir natürlich zunächst ganz viele Fragen auf. Es gibt verschiedene Ansätze, warum sich Räuber so verhält. Angefangen von Langeweile über Kontrollverlust bis hin zu wenig geistiger Auslastung ist alles möglich. Vielleicht gab es für Räuber auch eine Schlüsselszene, warum er auf einmal nicht mehr alleine bleiben möchte. Wir dürfen auch Ihre Hündin in dieser Konstellation nicht vergessen. Um dies herauszufinden, müssen wir das Verhalten in Ihrer Abwesenheit beobachten.
Wenn Sie die Möglichkeit haben, eine Videokamera aufzustellen und dies zu filmen, biete ich Ihnen an, es mir anzuschauen und das Weitere mit Ihnen zu besprechen.
Als Erste-Hilfe-Maßnahme kann ich Ihnen mit auf den Weg geben, Räuber richtig schön müde zu machen und ihn geistig zu beschäftigen, bevor Sie das Haus verlassen.
Liebe Grüße!
Ihre Bettina Baumgart


