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Sprechstunde mit Bettina Baumgart

Die Entwicklung des besten Freundes sollte jedem Hundehalter am Herzen liegen. Unsere Expertin für Hundeverhalten und Hundeerziehung Bettina Baumgart steht Ihnen daher in Erziehungs- und Verhaltensfragen zur Verfügung. In Ihrer Sprechstunde auf Stadthunde.com erklärt die Fachfrau, wie Sie Ihren Hund richtig verstehen und Alltagsprobleme zu meistern lernen. 

 

Hier stellt sich unsere Expertin einmal näher vor: mehr zu Bettina Baumgart

 

Sollten Sie gleich eine Frage In Sachen Hundeerziehung oder Vierbeiner-Verhalten haben, nutzen Sie doch einfach das unten stehende Fornmular!

 

Bettina Baumgart wird sich Ihrer Fragen annehmen - die Antworten finden Sie und alle interessierten Leser dann auf dieser Seite. 

 

Wichtiger Hinweis: Unser Online-Service ersetzt nicht immer einen Gang zu einer Hundeschule oder einem Vierbeiner-Training. Nicht alle Probleme lassen sich online lösen - unsere Antworten sollten vielmehr als erste Ratschläge dienen, um die Entwicklung Ihres Hundes in die richtige Bahn zu lenken. 

Probleme beim Autofahren mit Hund

„Ich lebe seit ca. drei Jahren mit meinem Malteser zusammen. Fahre ich mit ihm alleine Auto, ist er ruhig und legt sich hin. Sobald ich aber jemand mit im Auto habe oder wir in einem anderen Auto mitfahren, spielt er verrückt. Bei jedem Abbremsen oder langsamer fahren bellt er ununterbrochen. Hält das Auto dann ganz an, geht das Bellen wieder los, solange bis alle ausgestiegen sind. Danach ist schlagartig Ruhe. Was kann ich tun?“

 

Heike M. mit Charly (knapp drei Jahre alt)

 

Unsere Expertin: "Ihr Hund will Sie kontrollieren und auf Sie aufpassen"

 

„Das Verhalten, was Ihr kleiner Malteser zeigt, basiert nach Ihrer Beschreibung auf einer sozialorienterten Komponente. Es hat etwas mit Ihnen zu tun. Er möchte auf sie aufpassen und sie kontrollieren. Dies kann er beim Autofahren aber nicht wirklich. Also beginnt er, lautstark seinem Unmut Ausdruck zu verleihen und hört erst dann wieder auf, wenn alle anderen Personen ausgestiegen sind. Dann hat er wieder Kontrolle über Sie. Er wird dieses sozialmotivierte Verhalten mit hoher Wahrscheinlichkeit auch in Ihrem weiteren Alltag zeigen, allerdings für Sie unauffälliger. Läuft er Ihnen zu Hause sehr oft nach? Stellt er sich oftmals zwischen Sie und eine andere Person? Kann er alleine bleiben, wenn Sie weggehen, etc.?

 

Sollte dies der Fall sein, dann ist Ihr kleiner Hund ein sehr gutes Beispiel dafür, dass sich unerwünschtes Verhalten durch den Großteil unseres Alltags ziehen kann und es schwierig wird, dies nur in einer Situation, in Ihrem Fall dem Autofahren, zu trainieren. Die Änderung benötigt Zeit und einen guten Trainingsplan von einem erfahrenen Trainer. Bitte setzen Sie sich mit einem Kollegen in Ihrer Nähe in Verbindung. Das Verhalten ist für Ihren kleinen Charly stressig und auch für ihn wäre es viel schöner, wenn er in Ruhe Autofahren könnte.



Ganz liebe Grüße,



Ihre Bettina Baumgart

 

 

Meine Hündin fällt wahllos Menschen an

„Wenn ich mit meiner dreijährigen Lucy spazieren gehe, kann es ein sehr entspannter Spaziergang werden - aber meistens ist es nicht so. Dann rennt sie wahllos auf Passanten zu, bellt, knurrt, fletscht die Zähne, stellt die Haare auf und springt die Menschen an. Ob Kind, Mann oder Oma - ich kann kein Muster erkennen. Zugebissen hat sie noch nie, aber meine Hand würde ich nicht ins Feuer legen, dass sie es nicht doch irgendwann tut… Manchmal ist sie auch völlig entspannt und spielt mit anderen Hunden im Park, aber darauf kann ich mich nicht verlassen. Ich möchte sie gern von der Leine machen, weil sie extrem viel Auslauf braucht. Was kann ich tun, damit sie keine fremden Menschen mehr anfällt?“

 

Eileen F. mit Lucy (drei Jahre alt)

 

Unsere Expertin: "Lucys Verhalten muss gründlich analysiert werden"

 

Bei einem Fall wie mit Ihrer Lucy gilt zunächst das oberste Gebot, Ihr Umfeld nicht der Gefahr eines Hundebisses auszusetzen. Ich verstehe Sie sehr gut, wenn Sie Ihrer Lucy Auslauf geben möchten, aber nur dann, wenn Sie Kontrolle über die Kleine haben. Bis dahin bitte ich Sie, Lucy an der Leine, auch eine längere Schleppleine ist möglich, zu halten. Manch einer würde Ihnen zu einem Maulkorb raten, ich selbst halte nicht viel davon.

 

Warum aber attackiert Ihre Lucy Menschen? Hier bräuchte ich noch mehr Informationen: Wann haben Sie sie erhalten? Wie ist sie aufgewachsen? Gab es in irgendeiner Art und Weise Zwischenfälle mit Menschen? Hat sie schlechte Erfahrungen gemacht etc. Es würde mich freuen, wenn ich noch ein paar weitere Informationen erhalten könnte. Zunächst empfehle ich Ihnen, Lucy einen sehr, sehr guten Grundgehorsam anzutrainieren, damit Sie sie in jeder Situation abrufen können. Parallel dazu sollte der Umgang mit Menschen trainiert werden. Ich würde mich freuen, wenn Sie sich weiter mit mir in Verbindung setzen würden, so dass ich Ihnen gezielte Ratschläge geben kann.



Ihre Bettina Baumgart

 

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Junge Labrador-Hündin frisst Hundekot

„Ich habe eine Hündin, sie ist jetzt sieben Monate alt und frisst Hundekot. Wie kann ich Ihr das abgewöhnen?“

 

Inge M. mit Luna (sieben Monate alt)

 

Unsere Expertin: "Zunächst auf Mangelerscheinungen testen lassen"

 

Um eine Verhaltensauffälligkeit zu diagnostizieren, ist es zunächst einmal notwendig festzustellen, ob dieses Verhalten aufgrund einer Mangelerscheinung auftritt. Dies gilt es zunächst, mir Ihrem Tierarzt abzuklären. Ihre Hündin ist noch sehr jung und als erstes stellt sich mir die Frage, ob sie es vielleicht einfach nur gelernt hat: „Immer, wenn ich daran gehe, dann erhalte ich Aufmerksamkeit von meinen Besitzern.“ Also beginnt es den jungen Hunden Spaß zu machen und sie probieren es immer wieder und wieder. Mit Erfolg, da wir als Besitzer darauf reagieren.

Als Test: Ignorieren Sie dieses Verhalten während der nächsten Male, drehen Sie sich um und gehen Sie in die andere Richtung. Beobachten Sie Ihre Hündin. Gleichzeitig sollten Sie beginnen, Ihre Hündin während des Spaziergangs geistig mehr zu beschäftigen, so dass sie gar nicht erst auf diese Ideen kommt. Frisst sie weiterhin Kot, dann sollte es sich ein Trainer in Ihrer Umgebung mit Ihnen zusammen anschauen, um weitere Schritte einzuleiten.



Viel Erfolg und liebe Grüße,



Ihre Bettina Baumgart

Unser Räuber macht das Haus zur Baustelle

„Unser kleiner Räuber macht unser Haus bald zu einer Baustelle. In der Zeit, wo er mit unserer zweijährigen Flocke (Hündin, Jack-Russell, kastriert) alleine ist, nimmt er alles auseinander, was nicht niet- und nagelfest ist. Dieses Verhalten kennen wir von unserer Hündin nicht. Räuber holt die Tapeten und Fußleisten von der Wand. Jetzt haben wir den beiden unter der Treppe (trotzdem hell, kein Verschlag) eine Art Käfig mit genügend Platz zum Pfotenvertreten gebaut, versehen mit einem Türgitter für Kinder. Selbst dieses hat er kaputt genagt. Die Hunde sind vormittags immer alleine, eine zeitlang ging es auch ganz gut. Wir haben unseren Räuber auch langsam an das Alleinsein gewöhnt (haben ihn seit Anfang der Sommerferien - da war er 7 Wochen alt). Vielleicht ist auch noch ganz interessant, dass er in der Rangordnung ziemlich schnell über unserer Flocke stand. Was können wir tun?“

 

Nicole K. mit Jack-Russell-Terrier Räuber (sechs Monate alt)

 

Unsere Expertin: "Filmen Sie Ihre Hunde, wenn Sie außer Haus sind"

 

Das Verhalten wirft bei mir natürlich zunächst ganz viele Fragen auf. Es gibt verschiedene Ansätze, warum sich Räuber so verhält. Angefangen von Langeweile über Kontrollverlust bis hin zu wenig geistiger Auslastung ist alles möglich. Vielleicht gab es für Räuber auch eine Schlüsselszene, warum er auf einmal nicht mehr alleine bleiben möchte. Wir dürfen auch Ihre Hündin in dieser Konstellation nicht vergessen. Um dies herauszufinden, müssen wir das Verhalten in Ihrer Abwesenheit beobachten.

Wenn Sie die Möglichkeit haben, eine Videokamera aufzustellen und dies zu filmen, biete ich Ihnen an, es mir anzuschauen und das Weitere mit Ihnen zu besprechen.


Als Erste-Hilfe-Maßnahme kann ich Ihnen mit auf den Weg geben, Räuber richtig schön müde zu machen und ihn geistig zu beschäftigen, bevor Sie das Haus verlassen.



Liebe Grüße!



Ihre Bettina Baumgart

 

Australian Shepherd hat sich nicht unter Kontrolle

„Wir haben einen 20 Monate alten Australian Shepherd, der sich von Anfang an nicht gut unter Kontrolle hat. Er benimmt sich draußen wie ein hyperaktives Kind, nimmt wohl zu viele Reize auf und kann sie nicht verarbeiten. Er tänzelt dann an der Leine, macht kurze ruckartige Bewegungen nach rechts, links, vorn und hinten. Er kann nur sehr wenig Stress aushalten, wobei das Bellen eines Hundes in großer Entfernung, lachende Kinder, alle Arten von Tieren ihn vollkommen hektisch werden lassen. Das Problem ist dann, dass er gar nicht wieder runter kommt. Der Spaziergang ist dann nur eine Qual. Er ist dann auch nicht mehr in der Lage, ein Kommando auszuführen. Alles was sich bewegt, regt ihn auf. Wir waren schon bei vier Trainern, darunter auch zwei Verhaltenstherapeuten, wir kommen nicht weiter. Die Grundkommandos gehen nur draußen, wenn aber Ablenkung kommt, wird es schwierig. Ist der Reiz und Stress zu groß, kann er das Kommando nicht ausführen. Wo andere nur mit den Ohren zucken, ist er schon auf 180. Man sieht ihm an, dass er gehorchen will, aber nicht kann. Er lässt sich aber mittels Pfeife abrufen, das sogar sehr gut. Er ist sehr intelligent und superschnell in seinen Aktionen. Was können Sie mir raten?“

 

Rotraud S. mit Glen (eineinhalb Jahre alt)

 

Unsere Expertin: "Geben Sie ihm viel Zeit – er wird ihre Geduld brauchen"

 

Ihr Glen verlangt von Ihnen sehr, sehr viel Geduld. So wie Sie mir die Situation beschreiben, gehe ich davon aus, dass Sie wirklich schon viel gemacht haben und auch über ein großes Wissen verfügen. Wenn Glen sich mit der Pfeife gut holen lässt, dann empfehle ich Ihnen zunächst einmal, verschiedene Kommandos mit Pfeife zu trainieren. Allerdings ist das „nur“ ein Hilfsmittel, um ihn ein wenig aus seiner Situation rauszuholen. Haben Sie schon mal an eine unterstützende Therapie mit Hilfe Ihres Tierarztes gedacht? Besprechen Sie dies doch bitte mal mit ihm. Solche Therapien sollten in Verbindung mit einem Verhaltenstrainer durchgeführt werden und dienen auch nur als Übergangslösung.

 Auf alle Fälle helfen Sie Ihrem Glen schon sehr viel damit, wenn Sie für Sich diese Situation annehmen und ihn erst einmal so akzeptieren, wie er ist. Er verhält sich nicht absichtlich so, sondern er kann es nicht anders. Das ist leichter gesagt als getan, weil er Sie auch immer wieder an Ihre Grenzen bringen wird. Geben Sie ihm Zeit und ein großes Paket an Geduld.



Ich hoffe für Sie und für Glen, dass Sie einen Weg finden werden und diesen zusammen gehen.

 

Ihre Bettina Baumgart

 

 

Unser Jimmy hört nur auf meine Tochter

Unser Hund ist ein sechsjähriger Schäferhundmischling, mit dem meine Tochter (21) vom Welpenalter an zur Hundeschule gegangen ist und sich auch sonst sehr intensiv mit dem Hund beschäftigt hat. Nun ist sie für ein halbes Jahr im Ausland und mich akzeptiert er einfach nicht. Wenn bei uns irgendjemand auf das Grundstück kommt, bellt er wie verrückt und ich bekomme ihn auch nicht mehr ruhig. Meine Tochter brauchte nur einen kurzen Befehl und es war Ruhe, auch beim Gassi gehen habe ich Schwierigkeiten. Ich suche eine Hundeschule, wo er sich mal einfach nur austoben kann mit anderen Hunden. Können Sie mir da weiterhelfen?“

 

Barbara W. mit Jimmy (sechs Jahre alt)

 

Unsere Expertin: Kontakt hilft – suchen Sie aber auch professionelle Hilfe

 

Bei Jimmy sieht man sehr gut, dass Erziehung viel mehr ist, als nur ein reines „Kommandogeben - und der Hund wird schon hören“. Es ist Beziehungsarbeit. Falls Sie in München oder Umgebung wohnen, kann ich Ihnen gerne das Angebot machen, Ihnen vor Ort zu helfen. Die Idee, ihn mit anderen Hunden zusammen zu bringen, finde ich gut. Jimmy wird sich bestimmt darüber freuen, allerdings wird es an Ihrem Problem, dass er am Grundstück bellt, nichts ändern. Vielleicht können wir ja in Kontakt kommen, ansonsten kann ich Ihnen nur empfehlen, sich vor Ort Rat zu holen.



Viel Spaß mit Jimmy und viel Erfolg!



Ihre Bettina Baumgart

 

 

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Mein Hund wurde gebissen - jetzt hat er Angst vor mir

„Mein Hund wurde gebissen und ist dann weggelaufen. Ich habe den anderen Hund von ihm losgerissen und habe ihn festgehalten, um meinen eigenen zu schützen. Meiner hat auf mein Zurufen nicht mehr reagiert. Seitdem hat mein Hund Angst vor mir. Was kann ich tun?"

 

Stephan B. mit Noagal (zwei Jahre alt)

 

Unsere Expertin: "Jetzt gilt es, Vertrauen zurück zu gewinnen"

 

Dieser Vorfall war für Ihren Hund ein traumatisches Erlebnis, mit dem er Sie auch in irgendeiner Weise in Verbindung bringt und jetzt Angst vor Ihnen hat. Er hat das Vertrauen in Sie verloren. Dies gilt es wieder, aufzubauen, und zwar mit Hilfe eines guten Trainers.

Geben Sie Ihrem Hund auf alle Fälle Zeit, um Ihnen wieder ganz zu vertrauen. Starten sie z.B. damit, ihn aus Ihrer Hand sein Futter fressen zu lassen. Das bringt Nähe zu Ihnen in Verbindung mit einer ganz wichtigen Ressource: seinem Futter. Alle weiteren Schritte sollte der Trainer mit Ihnen besprechen, da eine genaue Analyse notwendig wird.

XXX

Viel Erfolg und trotz allem auch Spaß mit Ihrem Hund Noagal!

XXX

Ihre Bettina Baumgart

XXX

Mein junger Hund lässt sich nicht anleinen

„Unser Setter Rüde will nach dem Gassigehen im Wald, Tollen und Spielen nicht mehr an die Leine. Sobald ich an die Leine greife, oder das Leckerchen auspacke, kommt er nur bis auf einen Meter an uns heran, schnappt sich das Leckerli und weg ist er. Das „Hier" und „Komm" kennt er plötzlich nicht mehr. Bei mir geht es einigermaßen, sobald ich mich verstecke, sucht er mich und ich kann ihn greifen. Aber bei meinem Partner? - da kann man das es schlichtweg vergessen und der Hund muss an der 10 m Leine bleiben, sonst läuft er sofort weg oder mit anderen Hunden mit..."

 

Dagmar S. mit Avalon ( fünfeinhalb Monate alt)

 

Unsere Expertin:  "Junghunde testen ihre Grenzen – die lange Leine hilft"

XXX

Da spielt Ihr Hund einfach mit Ihnen. Ich sehe am Geburtsdatum, dass Avalon ein Junghund mit 5,5 Monaten ist. Das ist ein Alter, in dem die Hunde Ihre Besitzer sehr gerne immer wieder testen. Er ist clever und trifft Sie natürlich gerade nach dem Gassigehen an einem wunden Punkt: Es geht nach Hause, was er aber nicht möchte.

 

Mit der langen Leine sind Sie auf dem richtigen Weg der Erziehung. Je weniger er jetzt die Erfahrung macht, dass er das mit Ihnen machen kann, desto uninteressanter wird es. Dieses Verhalten ist für junge Hunde nicht untypisch. Lassen Sie ihn für die nächsten Wochen an der langen Leine und trainieren Sie verstärkt mit ihm das „Hier“. Sollte das gut funktionieren, dann können Sie das Gassigehen auch ohne Leine wieder versuchen.

 

Viel Spaß mit Ihrem Avalon!

 

Ihre Bettina Baumgart

 

 

Unser Schäferhund bellt, sobald es an der Tür läutet

„Wir haben vor ca. vier Monate einen dreijährigen Schäferhund (Abgabehund) zu uns genommen. Er ist ein ganz lieber, verschmuster, netter Kerl. Schellt es jedoch an der Tür, stellt er die Haare hoch und bellt. Wir versuchen es mit „ruhig“ und ablegen auf seinen Platz. Das klappt auch ganz gut. Letztens ist er nach dem Lösen des Kommandos aufgestanden, zu dem Besuch gestürzt und hat auch schon zweimal gezwickt. Was kann man da nur tun? Er ist wohl auch sehr unsicher, denn wenn wir von hinten ins Haus gehen, bellt er uns auch an und hat dabei immer die Nackenhaare hoch stehen. Was kann das sein? Wir haben Angst, dass er mal richtig beißt. Ist es eine Schutzfunktion, oder Unsicherheit? Auch wenn jemand aus unserer Familie schellt, bellt er und möchte sofort losrennen. Für Ihre Antwort danke ich im Voraus!“

 

Heike U. mit Schäferhund Hasso (drei Jahre alt)

 

Unsere Expertin: "Weisen Sie ihm deutlich seinen Platz zu!"

 

Hasso ist nach Ihrer Beschreibung ein unsicherer Hund, der in der Familie die Aufgabe übernommen hat, diejenigen, die ins Haus kommen, abzuchecken und zu kontrollieren. Was allerdings bei seiner Unsicherheit für ihn sehr schwierig ist.


Man kann vermuten, dass er dieses Verhalten im Haus schon in der früheren Familie gelernt hat. Für sie bedeutet es, Hassos Vertrauen zu bekommen, so dass er erst einmal grundsätzlich sicherer wird. Gut finde ich, dass sie ihn auf seinen Platz schicken. Als Erste-Hilfe-Maßnahme gehe ich jetzt sogar noch einen Schritt weiter und empfehle Ihnen, bei den nächsten Besuchen, Hasso gar nicht von seinem Platz aufstehen zu lassen. Zur Not leinen Sie ihn an.

 

Sinn und Zweck dieser Übung ist erst einmal, Hasso zu zeigen, dass nicht er das Sagen in der Familie hat, sondern Sie und dass Sie ihm die Möglichkeit geben, diese Situationen zu beobachten. Je öfter er sieht, dass er diese Aufgaben nicht übernehmen muss, desto ruhiger wird er werden. Eine Schutz- und- Kontrollfunktion aus einem Hund herauszubekommen, bedarf aber von Ihrer Seite viel Geduld und auch Konsequenz. Aber in Anbetracht dessen, dass er auch schon gezwickt hat, sollten Sie da schnell konsequent werden und ihn seinen Platz zuweisen. Geben Sie Ihrem Besuch die Anweisung, Hasso nicht zu beachten. Auch für Sie ist es wichtig, ihm nicht zuviel Aufmerksamkeit zu geben, um die Situation nicht wichtiger zu machen, als sie ist.

 

Liebe Grüße und viel Spaß mit Hasso!

 

Ihre Bettina Baumgart

 

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Unser Hund zerbeißt Klamotten

„Unser "Dagwood" ist knapp vier Monate alt. Er will immer wilde Spielchen mit uns machen, zerrt an unseren Klamotten und beißt uns. Ich glaube, er will nur spielen, aber wie gewöhne ich es ihm nur ab?"

 

Jan V. mit seinem jungen Golden-Retriever-Rüden

 

Unsere Expertin: "Zeigen Sie ihrem Welpen Grenzen auf"

 

Wildes Spielen ist oftmals typisch für Welpen. Natürlich ist es sehr unangenehm, wenn er in die Bekleidung oder auch in Arme und/oder Füße beißt. Im Spiel ist es für die Welpen wichtig, Grenzen zu erfahren, damit sie schnell lernen, dass sie gerade ein wenig übers Ziel hinaus geschossen sind. Sollte Ihr Dagwood beim nächsten Spielen auch wieder so wild werden, dann brechen Sie das Spiel einfach ab. Zeigen Sie ihm ruhig auch durch einen „Aufschrei", dass es Ihnen wehgetan hat, stehen Sie dann auf und gehen. Brechen Sie das Spiel abrupt ab. Ignorieren Sie sein Verhalten, dann wird er schnell lernen, dass dieses Verhalten nicht zum erwünschten Erfolg für ihn kommt.

 

Viel Spaß mit Dagwod und genießen Sie das Spielen mit ihm!

 

Ihre Bettina Baumgart

Mein junger Hund reagiert stark auf fahrende Autos

„Mein viereinhalb Monate alter Holländischer Schäferhund geht extrem auf fahrende Autos – er bellt, zieht an der Leine und ist dabei nicht mehr abzulenken. Was kann ich tun damit er sich das abgewöhnt?"

 

Heiko R. mit Nox (vierneinhalb Monate alt)

 

Unsere Expertin: "Er ist noch jung – beginnen Sie jetzt mit dem Training!"

 

Es ist gut, dass Ihr Hund noch sehr jung ist und somit erst in den „Anfängen" des unerwünschten Verhaltens.

XXX

Für Ihr Training ist es jetzt wichtig, dass Sie Nox den Autosituationen aussetzen. Trainieren Sie mit ihm mit Abstand an einer befahrenen Strasse. Wählen Sie den Abstand zunächst so groß, dass er gut mit Ihnen trainieren kann und lassen Sie dann, wenn Nox ruhig ist, den Abstand zu den Autos kleiner werden. Suchen Sie sich eine Parkbank an einer Strasse und machen Sie mit Nox einfach mal eine Pause und lassen die Autos an ihm vorbeifahren.

XXX

Versuchen Sie, wenn Sie mit Nox Gassi gehen, ihn auf der der Strasse abgewandten Seite zu führen, so dass Sie praktisch zwischen Autos und Nox stehen. Gehen Sie diese Situationen, auch wenn Nox bellt und zieht, ruhig an und zeigen Sie ihm damit, dass dieses Verhalten zu keiner Reaktion von Ihnen führt.

XXX

Ich hoffe, dass das Training hilft und Nox die Autos in Zukunft in Ruhe lässt.

XXX

Viel Spass mit Ihrem kleinen Racker!

XXX

Ihre Bettina Baumgart

 

Mein Bullterrier zeigt Aggressionen an der Leine und beim Spielen

„Ich habe eine Bullterrier-Hündin, sie ist jetzt ein Jahr und zwei Monate. Sie ist jetzt knapp vier Wochen bei uns. So ist sie eine ganz Liebe, aber wehe, ich gehe mit ihr raus und uns kommen andere Leute oder gar schlimmer andere Hunde entgegen. Dann fängt sie an zu bellen und dreht sich in alle Richtungen an der leine. Wie kann ich das ändern? Sie versucht, von der leine los zukommen und fängt dann an, mich zu zwicken .Und beim Spielen ist sie hin und wieder richtig grob. Ich hoffe, sie können uns einen Rat geben."

 

Claudia S. mit Cassy (ein Jahr alt)

 

Unsere Expertin: "Ein guter Trainer sollte sich Cassy anschauen"

 

Bei diesem Fall ist es sehr schwierig, eine Ferndiagnose zu erstellen und Ihnen einen Rat zu geben. Ein guter Trainer sollte sich Cassy mal anschauen, um analysieren zu können, auf welcher Basis Ihr Verhalten beruht. Nur dann kann ein Trainingsplan erstellt werden.

 

Mir scheint das Problem nach Ihrer Beschreibung vielschichtiger zu sein und es bedarf viel mehr Informationen, um darüber etwas sagen zu können. Gerne stehe ich Ihnen aber auch per Mail zur Verfügung, um tiefer in die Problematik einsteigen zu können.

 

Liebe Grüße!

 

Ihre Bettina Baumgart

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Mein Hund kann absolut nicht alleine bleiben

„Mittlerweile bin ich am Ende meiner Nerven. Ich habe meinen Rüden mit ca. sechs Monaten aus einer Familie geholt, in der geschlagen und misshandelt wurde. Befreit möchte ich mal sagen. Heute ist Lucky vier Jahre alt und er macht mir wirklich Kummer. Er kann absolut nicht alleine bleiben, sobald ich weg bin, fängt er an zu weinen und zu jaulen. Heute habe ich meine zweite Abmahnung für meine Wohnung bekommen.“

 

Melanie S. mit Jack-Russell-Mischling Lucky (vier Jahre alt)

 

Unsere Expertin: "Ein professionelles Training wäre das geeignete Mittel"

 

Da haben Sie es mit Ihrem Lucky ja wirklich nicht einfach. Erst einmal finde ich es gut, dass Sie ihn aus der Familie geholt und dann behalten haben. Jetzt gilt es bei Lucky herauszufinden, warum er nicht alleine bleiben kann.

 

Dafür sehe ich drei mögliche Gründe:


- Lucky hat es nie richtig gelernt - dann sollte dies mit dem Training anerzogen werden.


- Lucky leidet unter sogenanntem Kontrollverlust - Hunde kontrollieren uns Menschen sehr oft, sogar mehr als wir es uns denken. Das Training wäre in diesem Fall ein ganzheitliches, so dass wir ihm diese Kontrolle mehr und mehr nehmen.


- Oder aber Lucky leidet unter Trennungsangst - was wir zwar immer wieder und auch sehr gerne interpretieren, was aber in der Realität eher selten vorkommt.

 

Die Ursache gilt es jetzt mit einem erfahrenen Trainer bei Ihnen zu Hause vor Ort herauszufinden und dann mit einem gezielten Training zu starten. Starten Sie aber auf alle Fälle schon mal damit, Lucky weniger Aufmerksamkeit zu geben und ihn in verschiedenen Situationen mehr zu ignorieren.

 

Ich wünsche Ihnen, dass Sie das Problem schnell lösen können und Ihnen weiterer Ärger mit der Hausverwaltung erspart bleibt!

 

Ihre Bettina Baumgart

Angst bei Nachtspaziergängen

„Unser Nielo, ein vier Monate alter Weimaraner-Vizla-Mix, ist besonders Nachts beim Gassi gehen extrem ängstlich und reagiert auf jede Person, die im Dunkeln auf ihn zukommt mit knurren und bellen (und stellt sein Fell hoch), obwohl ich ruhig bleibe und mit einem klaren Nein reagiere. Ist das falsch? Letztens hat er sogar den Schatten eines Verkehrsschildes angebellt. Wie soll ich reagieren? Soll ich beruhigend auf ihn einreden oder es deutlich unterbinden? Es gibt Tage, an denen er toll an der Leine läuft, und Tage, an denen sein Bewegungsdrang so groß ist, dass er auf gar nichts hört. Ich bleibe dann  immer stehen, warte bis er den Kontakt sucht und lobe ihn dann. Ich habe einen Befehl "langsam bleib" - der funktioniert aber nicht immer. Beim Gassi gehen würde er am liebsten die Biker und Jogger anspringen, aber nicht immer. Ich habe die letzten paar Male beobachtet, dass wenn ich in der Zeit, in der die Radler oder Jogger an uns vorbeiziehen mit ihm rede, beruhigend auf ihn einrede, macht er es nicht. Ich kann aber nicht immer nach hinten schauen. Vor allem Radfahrer sind ziemlich lautlos unterwegs. Was kann ich tun, damit er die Radfahrer und Jogger nicht als potentielle Jagdbeute betrachtet? Über ein paar Tipps, insbesondere jetzt wo es früher Dunkel wird, würde ich mich sehr freuen.“

 

Lale K. mit Nielo (vier Monate alt)

 

Unsere Expertin: "Zu viel Aufmerksamkeit verstärkt die Angst"

 

Ihr Nielo ist mit seinen vier Monaten ja in den Endzügen der Welpenzeit und muss noch ganz viele Sachen lernen. Gerade in dieser Zeit schauen sich die Hunde uns als Besitzer sehr genau an und beobachten unsere Reaktionen. Zeigen Sie Nielo bei Spaziergängen im Dunkeln, dass er nichts zu befürchten hat, indem sie diese Situationen selbst auch nicht bewerten und nicht auf ihn eingehen. Je mehr Sie beginnen, mit ihm zu reden und zu beruhigen, desto mehr lernt Nielo, dass diese Situation wirklich beängstigend und wichtig sein muss. Es ist egal, was Sie zu ihm sagen, sie bestätigen ihn erst einmal in seinem gezeigten Verhalten. Gehen Sie einfach zielstrebig weiter. Nielo wird sich an die Spaziergänge im Dunkeln gewöhnen und dann werden auch die Dinge, vor denen er jetzt noch Angst hat, ganz normal für ihn werden.

 

Junge Hunde sind natürlich noch sehr verspielt und neugierig auf die große Welt. Bringen Sie mit der Erziehung auch viel Geduld mit. Dinge, die heute super funktionieren, werden vielleicht am nächsten Tag gar nicht umgesetzt. Bleiben Sie konsequent in Ihren Kommandos und Ihrem Verhalten.

 

Damit Nielo Radfahrern und Joggern nicht weiter hinterher läuft, rate ich Ihnen, sich mit Nielo mal in die Nähe eines Fahrradweges zu begeben, ihn dort an der Leine zu lassen, den Fuß auf die Leine zu stellen und die Fahrradfahrer und/oder Jogger vorbeizulassen. Gewöhnen Sie Nielo mehr daran. Vielleicht haben Sie ja in Ihrem Bekanntenkreis auch jemanden, der sich als Jogger oder Radfahrer zum Üben für Sie zur Verfügung stellt. Mit ihm können Sie dann verschiedene Situationen durchspielen, auch mal mit dem Menschen reden und Nielo dabei zuschauen lassen. Geben Sie ihm während dieses Trainings nicht zu viel Aufmerksamkeit.

 

Parallel dazu können Sie schon beginnen, Nielo z.B. das Apportieren beizubringen, um ihn geistig zu beschäftigen. Der Mix aus Weimaraner und Vizla braucht Kopfarbeit, damit er nicht auf „dumme Gedanken“ kommt. Dann steht einer guten Hund-Mensch-Beziehung nichts im Wege.

 

Ich wünsche Ihnen mit Nielo viel Spaß!

 

Ihre Bettina Baumgart

Mein Hund bellt häufig im Garten

„Mein Pino ist eigentlich ganz gut erzogen, aber seit 2 Monaten bellt er wie verrückt im Auto. Leider habe ich einen 2-Sitzer und damit für eine Box keinen Platz, aber es ist schon besser geworden. Das eigentliche Problem ist aber zuhause im Garten. Wir haben einen großen Garten und ich dachte, das wäre der Himmel auf Erden für den Hund. Nur leider bellt er alle vorüber fahrenden Autos an. Und meine Nachbarn gegenüber haben zwei Mädels (acht und fünf Jahre alt), die fahren auf der Straße Rad, Roller usw.. Das macht ihn ganz verrückt. Ich habe schon alles versucht, bin raus gegangen zu den Kindern, habe ihn abgelenkt, mit Leckerlis belohnt. Sobald ich damit aufhöre oder er alleine draußen ist, geht es aber  wieder los. Wenn wir morgens aufstehen - um ca. 7,00 Uhr -,  muss er dringend raus und ich gehe duschen. Wenn meine Nachbarn dann ihre Kinder zur Schule fahren, geht der Lärm schon los und ich kann nicht nackig in den Garten rennen, denn bis ich draußen bin, ist es für diesen Augenblick schon vorbei. Aber es ist mir peinlich, denn die älteren Leute, in unserer Straße wollen um diese Uhrzeit noch schlafen und einige Fußgänger haben auch schon gesagt: "Jetzt halt mal dein Maul, du Köter". Vielleicht können Sie mir helfen, es wäre für mich wunderbar, denn wie gesagt, sonst ist er sehr lieb. Vielen Dank!

 

Melita H. mit Pino (ein Jahr alt)

 

Unsere Expertin: "Der Garten ist sein Territorium – zeigen Sie ihm seinen Platz"

 

Der Garten ist auch ein Paradies: leider aber nur für Ihren Pino. Da kann er sich so richtig ausleben und sein territoriales Verhalten verstärken. Je mehr Sie ihn alleine lassen, desto mehr verselbstständigt sich Pino. Er lernt, im Garten sein Revier zu verteidigen. Und aus seiner Sicht gelingt es ihm ja auch: er bellt und die Autos fahren vorbei und die Menschen gehen weiter – voller Erfolg aus seiner Sicht.

 

Aus unserer Sicht natürlich nicht. Den einfachsten und auch effektivsten Rat, den ich Ihnen mit auf den Weg gebe, ist, Pino zunächst nicht alleine in den Garten zu lassen, sondern nur mit Ihnen zusammen. Dann sollte er im Garten einen eigenen Platz erhalten, genauso wie in der Wohnung. Üben Sie mit ihm im Garten auf seinem Platz zu bleiben, auch wenn Autos vorbeifahren. Suchen Sie den Platz strategisch so aus, dass Pino so wenig wie möglich von der Strasse sehen kann.

 

Viel Erfolg mit dem Training!

 

Ihre Bettina Baumgart

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Zerstörungen beim Alleinbleiben

„Ich habe eine Frage zu dem Thema „Zerstören von Dingen bei Hunden“. Uns ist aufgefallen, dass unser Hund Eddy anfängt, an Türen uns Teppichböden zu scharren und zu kratzen, wenn wir ihn auf seinen Platz schicken und die Tür verschließen, ohne dass er mit darf. Ich habe zwar eine Versicherung für ihn, aber auf Dauer wird es der Versicherung auch zu teuer, jedes Mal neue Türen und Bodenbeläge zu bezahlen. Leider kann ich nicht sagen, was er für eine Vergangenheit erlebt hat, da wir ihn von privat gekauft haben, und er auch eine Narbe am Kopf hat und ihm ein Stück am Ohr fehlt. Was kann ich tun, um dieses Verhalten aus ihm raus zu bekommen? Wir wissen alle nicht mehr weiter, da wir auch schon viel versucht haben und nichts was gebracht hat. Ich möchte mich auch sehr ungern von Eddy trennen, wenn wir es nicht in den Griff bekommen.“

 

Franziska S. mit Jack-Russell-Terrier Eddy (ein Jahr alt)

 

Unsere Expertin: "Alleinbleiben muss gelernt werden"

 

So wie ich das aus Ihrer Anfrage herauslese, zerstört Eddy die Türen und den Teppichboden, wenn er alleine gelassen wird. Eddy ist noch jung und hat wohl nicht richtig gelernt, alleine zu bleiben. Ich würde Ihnen auf alle Fälle empfehlen, dieses Alleinsein mit ihm richtig zu trainieren.

 

Fangen Sie in kleinen Schritten an: Starten Sie damit, mehrmals am Tag nur einfach kurz vor die Tür zu gehen und  sofort wieder rein zu kommen. Wichtig ist es, bei diesem Training Eddy keinerlei Aufmerksamkeit zu geben. Das bedeutet, dass Sie ihn während des Rausgehens und Zurückkommens einfach ignorieren. Schauen Sie ihn nicht an, sprechen Sie nicht mit ihm, sondern gehen sie einfach.

 

Zu Beginn mehrmals am Tag und nur kurz. Dann können Sie langsam beginnen, die Zeiten draußen ein wenig zu verlängern. Ein paar Minuten, dann langsam weiter steigern.
Geben Sie Eddy Zeit. Verlangen Sie bitte nicht von ihm, dass er nach ein paar Tagen schon einen halben Tag alleine bleiben kann. Alleinbleiben muss gelernt werden.
Parallel zu diesem Training sollten Sie Eddy auch geistig beschäftigen und ihn ausgiebig müde machen, bevor er alleine gelassen wird. So fällt es ihm dann auch leichter, sich zu Hause auszuruhen und zu schlafen.

 

Viel Erfolg damit!


Ihre Bettina Baumgart

Ständiges Ziehen an der Leine – trotz Zugleine

„Unser Border Collie ist 8 Monate alt und gehorcht eigentlich sehr gut. Aber an der Straße zieht er so  an der Leine, dass es keinen Spaß macht,  mit Ihm zu laufen. Jetzt benütze ich eine Zugleine, aber er zieht trotzdem und keucht. Im Gelände habe ich keine Probleme - nur an der Straße. Er jagt alles, was vorbei fährt. Bitte geben Sie mir einen Tipp, damit das Laufen an der Straße auch möglich ist.“

 

Hilgund F. mit Border Collie Ronny (acht Monate alt)

 

Unsere Expertin: "Zugleinen sind wenig sinnvoll – ein Leinenführtraining hilft"

 

Immer wieder ein altes Problem: Das Ziehen an der Leine. Zunächst einmal möchte ich kurz auf die Zugleine eingehen. Sowie das Wort schon sagt: Zug – ziehen: Hunde lernen, an der Zugleine das Ziehen! Viele Hundehalter benutzen diese Leine, um es vielleicht ein wenig einfacher zu haben und ihrem Hund einen größeren Radius an Auslauf zu geben. Fakt ist aber, dass unsere Hunde lernen: Je mehr ich an der Leine ziehe, desto mehr Freiraum habe ich, desto weiter komme ich damit. Er lernt also das Ziehen an dieser Leine und wir erhalten genau den gegenteiligen Effekt, den wir erreichen möchten: Nämlich das lockere an der Leine laufen. Nehmen Sie lieber wieder eine normale Leine. Mit dieser haben Sie auch eine größere Kontrolle über Ronny.

 

Dann gebe ich Ihnen auch den Tipp, mit Ronny öfter einfach mal an einer Strasse stehen zu bleiben bzw. sich mit ihm auf eine Parkbank zu setzen und Dinge  passieren zu lassen. Stellen Sie einen Fuß auf die Leine, so dass Ronny in seiner Bewegung eingeschränkter ist und lassen Sie die Autos und auch die Fahrradfahrer an Ihnen vorbeiziehen.

 

Der Schwerpunkt des Trainings liegt aber definitiv auf einem kontrollierten Leinenführtraining, dass Sie bitte mit einem Trainer starten sollten. Er wird mit Ihnen die Situationen durchgehen und Ihnen helfen, richtig zu reagieren und auf Ronny früh genug zu achten und Ihnen zeigen, wie Sie die Aufmerksamkeit von Ronny während des Spaziergangs erhalten.

 

Ich wünsche Ihnen viel Spaß und auch viel Erfolg mit Ihrem Ronny!


Ihre Bettina Baumgart

Angst führt zu Aggressionen

"Ich habe einen Belgischen Schäferhund und der zeigt gegen Artgenossen eine Angstaggression. Er läuft zu den fremden Hund hin zwickt ihn ins Hinterteil und läuft sofort weg. Was kann ich tun?."

 

Cornelia H. mit Lois

 

Unsere Expertin: "Üben Sie Abrufbarkeit mit Ihrem Hund"

 

Es kann unterschiedliche Ursachen haben, dass Ihr Hund fremde Hunde zwickt und dann wieder wegläuft. Es kann zunächst sein, dass er sehr unsicher anderen Hunden gegenüber ist und diese dann auf seine Art und Weise mal schnell zwickt und sich dann wieder „aus dem Staub“ macht. Andererseits darf man aber auch nicht vergessen, dass ein Belgischer Schäferhund aus dem Bereich der Hütehunde kommt und Hütehunde gerne mal zwicken, um die Herde zusammenzuhalten, vor allem dann, wenn Bewegung und Dynamik mit im Spiel ist.


Für Sie bedeutet dies, dass Sie Ihren Lois auch während des normalen Spazierganges geistig mehr fordern und beschäftigen sollten, um ihn somit noch abrufbarer zu machen. Üben Sie mit Ihm die Abrufbarkeit in dynamischen Situationen und gehen Sie mit ihm in ruhige Hundebegegnungen rein. Ihr Lois wird natürlich nicht von heute auf morgen mit dem Zwicken aufhören, aber wenn er merkt, dass die interessanten Sachen eigentlich mit und bei Ihnen passieren, dann wird er auf diese veränderte Auslastung auch reagieren.


Viel Spass bei Ihrem Training mit Lois.


Liebe Grüße



Ihre Bettina Baumgart

  

 

Stellen Sie jetzt Ihre Frage!

Haben auch Sie eine Frage an unsere Expertin für Hundeverhalten und Hundeerziehung? Bettina Baumgart steht Ihnen gerne zur Verfügung.

 

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Ihre Frage an unsere Expertin Bettina Baumgart

Angst bei Besuchen - Unser Hund beisst

"Ich habe ein Problem mit meinem Osito. Als wir den Hund aus dem Tierheim holten, hat er meinen Mann in die Hand gebissen. Das haben wir inzwischen hinbekommen. Er hat mehr Respekt vor uns.

Jetzt bin ich an die Grenzen meiner Überlegungen. Wir haben 6 Enkel. Immer wenn sie uns besuchen, beißt der Hund gern in die Händer der Kinder. Sie haben ihm nur ein Leckerli gegeben, da schoß Osito unter dem Tisch vor und biß wieder zu, so schnell konnten wir gar nicht reagieren. Es gab dann Ärger mit dem Sohn verständlicherweise und wir sollten den wieder ins Tierheim zurückbringen. Das wollten wir nur schweren Herzens machen.

Was können wir tun, damit es besser wird? Ich weiß, dass wir an uns nur was ändern können, aber nicht was ? Bitte geben Sie uns einen Rat, denn ich möchte Osito nicht aufgeben, wir haben schon so viel erreicht in 10 Monaten. Ich bedanke mich herzlich im Voraus bei Ihnen für Ihre Hilfe."

 

Sybille P. mit ihrem Mischling Osito

 

Unsere Expertin: "Eine Box kann Hund und Kindern Ruhe geben"

 

Ich denke nicht, dass Sie Osito abgeben müssen. Natürlich ist es immer eine schwierige Situation, wenn ein Hund in der Familie ist, der beißt.

 

Als allerersten Notfallplan würde ich Ihnen zunächst empfehlen, Osito an eine Box zu gewöhnen. Die Box hat nicht den Hintergrund, Osito zu bestrafen, sondern ihm zunächst einen Platz zuzuordnen, auf dem er sich aufhält und auf dem er sich auch sicher fühlt. Des Weiteren gilt es damit, Ihnen und Ihrer Familie wieder eine Sicherheit zugeben, wenn die Kinder zu Besuch sind. Natürlich wird man gehemmter dem Hund gegenüber, wenn solch ein Beißunfall geschehen ist und diese Unsicherheit wird Osito spüren.

 

Wichtig beim Aufbau der Box ist es, diese Box für ihn so angenehm wie möglich zu gestalten. Füttern Sie ihn in der Box, geben Sie ihm seine Kauknochen dort und spielen Sie ein wenig mit ihm und der Box. Lassen Sie ihn auch mal dort, wenn die Kinder nicht da sind, so dass er nicht denken muss: Immer wenn Besuch kommt, muss ich weg in die Box. Es soll kein Wegsperren sein. Osito darf und soll auch dabei sein, wenn Besuch kommt, aber in seiner Box. Sie können ihm z.B. dann auch einen Kauknochen geben.

 

Wichtig ist es auch, Ihren Enkelkindern zu vermitteln, dass Osito in seiner Box auch Ruhe haben muss.

Parallel dazu wird ein Training mit ihm aufgebaut. Dabei wird zunächst analysiert, warum er beißt. Leider ist es oft so, dass man bei Hunden aus dem Tierheim nicht soviel aus seiner Vergangenheit weiß. Vielleicht hat Osito schlechte Erfahrungen mit Händen gemacht und reagiert deswegen so aggressiv. Dies gilt es herauszufinden und anhand eines gezielten Trainings mit einem guten Hundetrainer abzustellen.

 

Es gilt, Regeln für Osito aufzustellen genau wie es aber auch Regeln für die Familienmitglieder geben muss.

 

 

Ich hoffe, ich konnte Ihnen für den Anfang weiterhelfen und wünsche Ihnen mit Osito alles Gute.

 



Liebe Grüße




Ihre Bettina Baumgart

  

 

Keine Ruhe beim Spaziergang - Bellen an der Leine

" Unser Königspudel Leo ist eigentlich ein ganz lieber - sogar fast eher etwas schüchterner - Hund. Gehen wir aber mit ihm an der Leine spazieren, wird er vor allem gegenüber gleich großen und größeren Hunden aggressiv: Sieht er einen anderen Hund, bellt er und zerrt an der Leine. Ist man mal unaufmerksam und bemerkt einen anderen Hund nicht rechtzeitig, versucht er sogar, diesen regelrecht anzugreifen und zu knuffen. Wir verstehen das nicht! Dieselben Hunde, die er - sind beide frei - zum Spielen auffordert oder völlig ignoriert "macht er an", wenn er an der Leine ist. Was machen wir falsch?"

 

Nina M. mit ihrem Königspudel Leo

 

Ein ganz ähnliches Problem hattte auch diese Hundehalterin:

 

"Unser Rüde Freddy ist ein sehr lieber und treuer Hund, nur sobald wir anderen Hunden an der Leine begegnen, dreht er durch. Er zerrt an der Leine, knurrt und stellt die Nackenhaare auf. Ich habe deswegen auch schon mehrere Fachbücher gelesen und Experten konsultiert, aber nichts half."

 

Lara K. mit Labrador-Mix Freddy (zwei Jahre alt)

 

Unsere Expertin: "Für das Bellen an der Leine gibt es verschiedene Gründe"

 

Hunde bellen und pöbeln an der Leine aus unterschiedlichen Gründen. Manche fühlen sich an der Leine stärker als ohne Leine, da die Besitzer noch mit dabei sind.

 

Andere reagieren aus Unsicherheit heraus. Solche Hunde haben entweder schon mal schlechte Erfahrungen an der Leine gemacht und damit meine ich nicht zwingend, dass sie gebissen wurden. Es reicht schon mal aus, dass es eine Begegnung gab, in der sie lieber mal die Flucht ergriffen hätten, es aber nicht konnten. Somit stellt die Leine für diese Hunde eine starke Einschränkung in der Bewegungsfreiheit da. Als Resultat daraus folgt oft: Angriff ist die beste Art der Verteidigung. Lieber belle ich als Erstes und zeige dem Gegner damit, dass er nicht näher kommen braucht.


Eine weitere Möglichkeit ist, dass der Hund eine gewisse Unsicherheit der Besitzer bei Hundebegegnungen spürt, die sich dann sofort auf ihn überträgt.
Es gilt nun mit einem Experten aus Ihrer Nähe zusammen zu arbeiten, der sich die Situationen genauestens anschaut, mit Ihnen analysiert, und somit die Beweggründe herausfindet, warum Leo so heftig reagiert. Im Anschluss erfolgt dann das notwendige Leinentraining.


Es ist nicht gesagt, dass Sie große Fehler machen oder gemacht haben. Man kommt als Besitzer sehr schnell in Situationen rein, denen man zu Beginn keine große Bedeutung zu ordnet, die sich aber im Laufe der Zeit potenzieren. Je früher das Training gestartet wird, desto einfacher wird es für Sie.
Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrem Training.



Liebe Grüße,

 

Ihre Bettina Baumgart

  

Unser Hund leidet unter Angstzuständen und extremer Unterwürfigkeit

" Wir haben Tabby erst als Junghund (9 Monaten) von einer Familie übernommen. Wie es ihr dort erging fanden wir erst durch unser Zusammenleben und den Nachforschungen über sie heraus.

Sie wurde Misshandelt. Selbst die Züchterin fanden wir und sie machte sich auch keinen Reim daraus was mit Tabby passiert ist. Die Gründe unsere Nachforschungen waren der, dass sie, wenn dunkelhaarige Männer unseren Weg kreuzten oder zu Besuch (Freunde) kamen sie vor lauter Angst Pipi machte und sich verkroch. Das haben wir ihr aber zu 99% mit viel Vertrauensarbeit und Liebe genommen.

Dann kamen noch diese beiden Sachen hinzu, die sich bis zum heutigen Tag nicht gelegt haben: Wir bekamen ein Geschirr für sie mit (Vorbesitzer) aber immer wenn ich es ihr anlegen wollte legte sie sich ganz flach auf den Boden und schaute mich an als ob ich sie damit geschlagen hätte. Hier dachte ich zuerst dass dieses vielleicht an ihrer Haut scheuert und sie mit dem Geschirr schmerzen verbindet. Auf der Messe kaufte ich dann ein gut gepolstertes K9 Geschirr, hier hatte ich aber dieselben Probleme. Ok das ist nicht schlimm, es gibt ja Halsbänder.

Die zweite Sache ist die, wenn wir Hunden begegnen, egal ob Fremd oder Bekannt, sie legt sich unterwürfig auf den Boden und dies schon 5 Meter vor dem anderen Hund aj selbst wenn wir mit dem Rad unterwegs sind. Am Anfang dachten wir, (wir begegneten in den ersten beiden Tagen nur kleinere Hunde) dass Tabby sich hinlegt damit die kleineren Hunde keine Angst hätten da sie ja viel größer ist, aber sie tut es auch bei großen Hunden. Wenn wir uns aber mit unseren Labi-Freunden treffen, legt sie dieses Verhalten nicht an Tage. Nun haben wir Tabby schon 3 Jahre haben sie auch noch nie geschimpft oder sonst was schlimmes getan aber diese Unterwürfigkeit bekommen wir einfach nicht weg, Haben es auch schon versucht sie an der Leine an andere Hunde heranzuführen aber sie tut es trotzdem. Auch wenn wir mit dem Fahrrad fahren und sie läuft frei daneben, legt sie sich hin wenn ein Hund unseren Weg kreuzt. Selbst wenn wir weiter fahren sie bleibt liegen bis der andere Hund von ihr ablässt um dann in einem Affentempo uns zu folgen. Haben Sie einen Rat für uns was wir noch versuchen könnten????

Sie ist auch schon öfters gebissen worden und bleibt hierbei auch unterwürfig liegen und wartet das es vorbei ist. Ansonsten ist sie eine sehr taffe Labradorhündin, sie lernt unheimlich gerne und schnell. Es kostete uns sehr viel Einfühlungsvermögen, Vertrauen und Liebe um aus ihr das zu machen was sie heute ist. Zitat einer in unseren Regionen bekannten Dummytrainerin die Tabby beim Training ein paar Tage beobachtete und mich unterstützt hat. Diese Hündin würde für Sie durchs Feuer gehen und hat ein riesengroßes WILL TO PLEASE es ist eine wahre Freude wie die Hündin aus ihren Gesten und Blicken liest um zu erkennen was sie als nächstes zu tun hat. Liebe Grüße Silke "

 

Silke G. mit ihrem Labrador Retriever Tabby

 

Unsere Expertin: "Tabby braucht viel Schutz"

 

Da haben Sie ja wahrlich eine schon schwierige Aufgabe sehr gut gelöst und in den Griff bekommen.
Generell ist erst einmal zu sagen, dass es Hunde gibt, die bei Hundebegegnungen sehr stark beschwichtigen und eine große Unterwürfigkeit zeigen. Tabby ist aufgrund ihrer Vergangenheit und Ihrer Beschreibung eine sehr unsichere Hündin. Für Sie bedeutet das, dass Sie Tabby in vielen Situationen noch mehr Schutz geben müssen. Tabby muss merken, dass wenn sie mit Ihnen unterwegs ist, ihr nichts passieren kann. So wie die Hundetrainerin beschreibt, dass Tabby Ihre Gesten und Mimiken liest, so lernen Sie, Tabby zu lesen.

 


Ab welchem Zeitpunkt ist es ihr zuviel? Wann beginnt der Stress für sie? Schaut sie Sie dabei an? Versuchen Sie bei den Hundebegegnungen mit Tabby nicht gerade auf die Hunde zuzugehen. Gehen Sie, wie es auch die Hunde machen, einen kleinen Bogen um die Hunde und nehmen Tabby mit. Damit führen Sie Tabby nicht direkt in die Konfrontation mit rein und lassen sie damit alleine. Tabby hat nicht wirklich Spaß an Hundebegegnungen, außer bei ihren Labbi-Freunden. Fördern Sie dies. 

 


Unsicheren Hunden hilft es auch oftmals, wenn sie einen Apportiergegenstand im Maul mit sich herumtragen. Das gibt ihnen sehr häufig Sicherheit. 
Ich würde Ihnen auch zusätzlich raten, noch einen Experten aufzusuchen, der mit Ihnen die Hundebegegnungen anschaut, mit Ihnen die Körpersprache sehr genau analysiert, damit Sie Tabby noch besser kennen lernen, als Sie es eh schon tun.
Ich Ihnen viel Erfolg dabei und dass Tabby noch ein wenig sicherer wird.



Liebe Grüße


Ihre Bettina Baumgart

  

Angst vor Vergiftung - Mein Hund frisst von der Straße

"Mein Hund Yoshi nimmt gerne, wie vermutlich viele Hunde, alles mögliche von der Straße auf. Ich habe es ihm von klein auf versucht abzugewöhnen. Jetzt schaut er die Sachen, so lange er an der Leine ist, meist nur neugierig an. Läuft er aber frei, setzt er seinen Dickschädel durch und reagiert für gewöhnlich erst auf Nein und Aus, wenn wenigstens die Hälfte verdrückt ist. Nun hat er erst vor einer Woche eine Vergiftung gerade so überlebt und ich möchte diese Situation nicht noch einmal durchmachen. Fakt um, Gibt es eine wirksame Methode dem Hund generell das Aufnehmen von vermeintlich essbaren Sachen (Stöckchen mal ausgenommen) abzugewöhnen. Bestrafung allein, ob nun Hund an die Leine und straff bei Fuß nach Hause, auf den Rücken legen, ausschimpfen oder ignorieren, scheint bei Yoshi nicht sonderlich viel Wirkung zu haben." 

 

Bea S. mit ihrem Mischlingsrüden Yoshi

 

Unsere Expertin: "Beschäftigung während des Spaziergangs hilft"

 

Das ungewollte Fressen von Sachen auf der Strasse ist ein häufig vorkommendes Problem. 
Manche Hunde machen sich einen richtigen Sport daraus und die Gefahr der Vergiftung, wie Sie es selbst schon erlebt haben, ist natürlich recht groß. Wie Sie mir schreiben, haben schon viele Methoden der Bestrafung nicht geholfen. 
Wir müssen jetzt eine andere Richtung einschlagen:

Beschäftigung während des Spaziergangs.

 

Das Gassigehen wird für Yoshi so interessant gestaltet, dass er gar kein Interesse mehr an anderen Sachen auf der Strasse zeigt.
Arbeiten Sie mit ihm z.B. mit einem Futterbeutel. Füttern Sie ihn nur noch draußen und zeigen sie ihm, dass er mit Kommandos, die er von Ihnen erhält, sich seine Belohnung sofort selbst bei Ihnen abholen kann.

Für den Anfang bedeutet es auch, dass er sich nicht so weit von Ihnen entfernen sollte. Spielen Sie mit ihm. Lassen Sie ihn apportieren. Machen Sie Suchspiele mit ihm. Je interessanter der Spaziergang mit Ihnen ist, desto weniger Interesse wird er für die anderen Sachen zeigen.

 

Viel Spaß mit den Beschäftigungsspielen und viel Erfolg mit Yoshi.

 

 

Ihre Bettina Baumgart

  

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Ihre Frage an unsere Expertin Bettina Baumgart

Agressionen gegenüber anderen Hunden

"Mein Hund ist Jerry ist des öfteren ganz schlimm agressiv gegenüer verschiedenen Hunden. Überwiegend Schäferhunde aber auch andere Rassen und manchmal auch kleinere.Dann wieder ist er bei Großen und Kleinen Hunden sehr lieb ,will spielen und freut sich. Aber wenn er loslegt ,ist er kaum zu bändigen.Wie kann man ihm diese Angriffslust austreiben? Uns und auch anderen Bekannten gegenüber ist er ein ganz toller und lieber Spatz."

 

Wilma S. mit ihrem Cairn Terrier-Rüden Jerry

 

Unsere Expertin: "Grundgehorsam sollte trainiert werden"

 

Ihre Anfrage wirft erst einmal ganz viele Fragen bei mir auf. Wie schaut die Aggression gegenüber anderen aus? Rennt Jerry frontal aus die anderen zu? Beißt er zu? Gab es schon Situationen, in der er gebissen wurde? Sind es meist Rüden oder auch Hündinnen bei denen er so reagiert? Ist Ihr Rüde kastriert? Wie schauen Spiel und Freude bei Jerry aus? etc..

 

Sie sehen, diese Frage pauschal zu beantworten ist ohne weitere Details sehr schwierig, da wir erst einmal die Ursache herausfinden müssen. Das kann nur vor Ort mit einem guten Hundetrainer passieren.
Was sie aber auf alle Fälle schon mal mit Ihrem Jerry trainieren sollten, ist ein guter Grundgehorsam, der es Ihnen ermöglicht, Jerry in allen Situationen abrufbar zu machen. 

 


Ich würde Ihnen aber auf alle Fälle raten, sich Hilfe vor Ort zu holen und dieses Problem anzugehen, nicht nur, um die anderen Hunde vor Jerry zu schützen sondern in erster Linie auch um Jerry vor sich selbst zu schützen. Denn wenn sich ein anderer Hund dieses Verhalten mal nicht gefallen lassen sollte, dann kann Jerry Probleme bekommen! Und das wollen wir vermeiden.


 

Ihre Bettina Baumgart

  

Agressives Verhalten gegen größeren Hund - Was kann ich tun?

"Akito ( Dackelmix ) 2 Jahre alt und kommt nicht mit dem Berner Senner ( 6Monate ) meiner Schwägerin klar.Der Große klebt förmlich an ihm,aber Akito knurrt ihn nur an,auch deutliche Beschwichtigungssignale (Kopf wegdrehen und Körper abwendentut er.Aber der Große immer hinter ihm her.Da wir oft zusammen sind ,ist es ein Problem.Akito hat ihn vor Wut schon ein paar Haare rausgebissen.Nun muß er immer nen Maulkorb tragen ,wenn wir zusammen sind (viele Stunden).Mein Rüde ist kastriert ,Deno nicht.Es ist Angst bei Akito,in der ersten Welpenschule wurde er massiv gemobt von Großen.Was kann ich tun?"

 

Birgit B. mit ihrem Dackelmix (2 Jahre)

 

Unsere Expertin: "Jungen Hunden müssen Grenzen gesetzt werden"

 

Das Problem ist in erster Linie nicht bei Ihrem Akito zu sehen, sondern so, wie sie mir diese Situation beschreiben, bei dem Berner Sennenhund.

 

Dieser ist mit seinen 6 Monaten noch sehr jung und erkennt nicht, dass Akito an seine Grenzen kommt, was das Zusammensein mit ihm betrifft.

 

Da ist Akito´s Verhalten, ihn wegzubeißen erst einmal nicht ungewöhnlich. Jetzt sind Sie und Ihre Schwägerin gefragt: Helfen Sie Ihrem Akito, in dem Sie das Ruder in die Hand nehmen und den jungen Berner Sennenhund nicht so oft an Akito heranlassen. Rufen Sie den jungen Hund ab, wenn es Akito zuviel werden sollte und leinen Sie den Berner Sennen auch mal an. So zeigen Sie zum einen Akito, dass Sie die Situation verstanden haben und dass Sie ihm helfen können.

 

Zum anderen ist es auch eine geeignete Erziehungsmaßnahme für den jungen Hund. Grenzen gesetzt zu bekommen und zwar nicht von anderen Hunden sondern von seinem Frauchen ist eine sehr wichtige Erfahrung in einem jungen Hundeleben.

Sollten Sie und Ihre Schwägerin zusammen arbeiten, dann empfehle ich Ihnen, jedem Hund einen eigenen Platz zuzuweisen, auf dem er sich während der Arbeitszeit aufhalten sollte.

 

Ich hoffe, Ihnen damit helfen zu können.

 

Viel Spaß weiterhin mit Ihrem Aito.

 

Ihre Bettina Baumgart

  

Zerstörungswut - Was kann ich tun?

"Kann ich ewas dagegen tun, wenn mein Hund bei unserer Abwesenheit Zeitschriften, Kissen oder Zeug zerbeißt. Wir haben einen sonst ganz lieben und verschmusten Pitbull. Ich wäre ihnen dankbar, wenn sie einen Rat für mich hätten." 

 

Jutta H. mit ihrem Pitbull ( 1 Jahr alt)

 

Unsere Expertin: "Zerstörungswut kann verschiedene Ursachen haben"

 

Zerstörungswut bei Hunden kann verschiedene Ursachen haben. Immer unter der Voraussetzung, dass Ihr Hund es gelernt hat, alleine zu bleiben, kann es zum Einen aus Langeweile heraus kommen. Es wäre hierbei interessant zu wissen, wann er mit der Zerstörungswut beginnt.

 

Falls Sie die Möglichkeit haben, eine kleine Videokamera aufzustellen, um ihn somit zu beobachten, können Sie sehen, ob er nach einer bestimmten Zeit mit dem Zerstören beginnt oder sofort nachdem Sie gegangen sind. Fängt er erst später an, kann er es aus Langeweile heraus machen.

 

Als Tipp dazu: Geben Sie ihm ein spezielles Spielzeug, in dem Sie Futter verstecken können. Dann darf er sich damit beschäftigen, das Futter aus dem Spielzeug herauszuholen. Bevor Sie das Haus verlassen, empfehle ich zusätzlich einen ausgiebigen Spaziergang, der ihn richtig schön müde macht.

 

Sollte Ihr Hund aber sehr schnell nach Ihrem Gehen damit beginnen, Dinge zu zerstören, macht er es entweder aus Kontrollverlust oder aus Angst vor einer Trennung von Ihnen. Letzteres kommt bei Hunden allerdings nicht so oft vor, wie wir uns das häufig denken. Sie sollten aber auf alle Fälle einen Experten aus Ihrer Nähe hinzuziehen, der sich Ihren Hund genauer anschaut und dann mit Ihnen ein entsprechendes Training aufnimmt.

 

Ich wünsche Ihnen viel Glück dabei.

 

Ihre Bettina Baumgart

  

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