Kate Kitchenham "Alles über Hunde"

„Für Rupert“ so die kurze und knappe Widmung zu Beginn des Buches. Kurz und knapp ja, aber wer Kate Kitchenham kennenlernt, der merkt schnell, dass Rupert – Kate Kitchenham’s erster Hund – einen gehörigen Anteil zu diesem Buch beigetragen hat.

Über das Buch:
Nur wer jahrelange Erfahrungen im Umgang mit Hunden hat und auch selbst eine innige Beziehung mit einem Hund geführt hat, der kann die Gründe herausarbeiten, warum ein Leben mit Hunden – egal ob in der Stadt oder auf dem Land – so schön und bereichernd sein kann.
Unterstützt wird diese Argumentation „pro Hund“ durch zahlreiche Hundebilder, die sich durch das gesamte Buch ziehen und fotografiert von Kate Kitchenham, in ihrem eigenen Stil und Hunde aus ihrer bevorzugten Perspektive „auf Augenhöhe mit dem besten Freund des Menschen“ zeigen.
„Alles über Hunde“ ist nicht nur ein Ratgeber sondern sollte ein Begleiter sein von dem Tag der bewussten Entscheidung für die Anschaffung eines Hundes bis zu dem Tag, an dem Herrchen/Frauchen und Hund sich trennen müssen.
Was dieses Buch auszeichnet, ist der sprichwörtliche „Blick über den Tellerrand“ – und dies gleich auf zweifache Weise.
Zum einen geht dieses Buch weit über die klassische Anleitung zum Grundgehorsam hinaus. Es zeigt, was alles möglich ist, wenn  man sich mit seinem Hund richtig auseinandersetzt und gewillt ist zu verstehen, welche Gedanken das „andere Ende der Leine“ bewegen.
Zum anderen findet man in diesem Buch Rat und jede Menge Tipps (oft in Form von farbigen Schaukästen) für Alltagssituationen, die mit jedem Hund auftreten können, an die man weder bei der Anschaffung noch beim ersten euphorischen „Sitz!“ und „Platz!“ des Hundes denkt. (Bspw. die Kapitel „Einmal Sofa, immer Sofa!“ oder „Doktorspiele“).
Sinnvoll erscheint zu dem die Unterteilung in die die 4 Lebensphasen des Hundes. Denn kein Welpe darf über Kilometer seinen Halter beim Joggen oder Radfahren begleiten und viele ältere Hunde verspüren nicht mehr das Bedürfnis, mit dem jungen Gemüse auf der Hundeweise zu rangeln und brauchen eine andere auslastende Beschäftigung.
Familien, die sich mit dem Gedanken tragen ihr „Rudel“ um ein vierbeiniges Mitglied zu bereichern, ist ein eigenes Kapitel gewidmet. Da aber jeder Hund im Hinblick auf einen positiven Umgang mit Kindern in Alltagssituationen gefördert werden sollte, ist dieses Kapitel für Hundehalter an sich interessant.
Abgerundet wird das Buch durch das Kapitel „Hundegesundheit“, der hilft Symptome richtig zu erkennen und entsprechend zu handeln.

Fazit:
„Alles über Hunde“ ist ein Buch, welches Hundeinteressierten eine Überblick verschafft, welche Pflichten und Anforderungen auf sie als Neu-Hundebesitzer zukommen, aber auch erfahrenen Hundehaltern so manches „Aha!-Erlebnis“ verschafft. Neben fundiertem Grundwissen über Hunde vermittelt Kate Kitchenham im Bereich der Erziehung und Beschäftigung von Hunden nicht nur wie man es macht, sondern auch, warum man es so machen sollte.

Achtung Stadthundebesitzer: Kate Kitchenham hat viele Jahre in Hamburg gelebt und hat sich auch dem Leben mit Hunden in der Stadt einigen Platz in ihrem Buch reserviert.