"Zwei Hunde - doppelte Freude" - von Petra Führmann und Iris Franzke

Haltung und Erziehung von zwei und mehr Hunden

Eingefleischte Hundefreunde wissen: Besser als ein Hund ist nur - zwei Hunde! Ob neben dem Tierheimhund endlich auch ein Vertreter der Traumrasse angeschafft wird, der Ersthund einen Spielgefährten erhalten soll, man sich zwischen zwei bezaubernden Hunden einfach nicht entscheiden kann oder das Zweitsofa ohne eigene pelzige Belegschaft einfach zu steril aussieht – der Trend geht zum Zweithund!

 

Wo ein Hund ist, gibt es oft einen zweiten, womöglich einen dritten und manchmal sogar ein ganzes Rudel. Damit diese wundersame Mehrung nicht im heillosen Chaos endet, sollten sich Mehrhundehalter in Spe vorher gründlich informieren.

 

Zwei Hunde bilden ein Rudel

 

Denn bekanntlich sind zwei Hunde bereits ein Rudel und entwickeln damit eine ganz eigene Dynamik, die für Laien nicht immer voraussehbar ist. Nicht selten wird aus dem tapsigen Welpen, der dem Ersthund die Zeit vertreiben sollte, später der größte Konkurrent um die familieninternen Ressourcen – und das kann zu bittersten Auseinandersetzungen führen und soweit gehen, dass einer letztlich das Feld räumen muss.

 

Auch der umgekehrte Fall ist möglich: Zwei Hunde fühlen sich doppelt stark, Macken werden mit Freude nachgeahmt und Erziehungsschwächen hemmungslos ausgenutzt. Ein verträglicher Hund kann plötzlich beginnen, im Zweierpack andere Vierbeiner zu mobben, und ein souveräner Hund wird auf einmal hektisch und nervös. Wer mehr als einen Hund halten möchte, sollte sich deshalb schon im Vorfeld fragen, ob er bereit ist, sich mit Rudelstrukturen und Rangordnungsregeln auseinander zu setzen und diese auch im Alltag zu berücksichtigen – beispielsweise auch, wenn der geliebte Ersthund plötzlich nur noch die zweite Geige neben dem selbstbewussten Jung-Rocker spielen darf.

 

Überlassen Sie nichts dem Zufall

 

Die Mehrhundehaltung will genau geplant und vorbereitet sein – überlassen Sie besser nichts dem Zufall. Bei der Entscheidungsfindung, aber auch bei der Auswahl des passenden Familienzuwachses, den Einzugs-Vorbereitungen und dem richtigen Training für mehrere Hunde steht der Ratgeber „Zwei Hunde – doppelte Freude“ von Petra Führmann und Iris Franzke potentiellen Mehrhundehaltern zur Seite.

 

Auch Rudelstrukturen, Rangordnung und mögliche Probleme werden detailliert behandelt. Praktische Beispiele aus dem Alltag der beiden Hundetrainerinnen machen nachdrücklich klar, was bei der Mehrhundehaltung alles schief laufen kann -  denn der Ratgeber ist kein bedingungsloses Plädoyer für die vierbeinige Großfamilie. Zwar macht er die konkreten Vorteile deutlich, spart dabei aber auch die vielen möglichen Probleme und Nachteile nicht aus. Mit großer Sorgfalt zeigen die Autorinnen die Schwierigkeiten auf, die zwischen verschiedenen Geschlechtern, Hunderassen und Hundetypen entstehen können und weisen auch immer wieder darauf hin, wie man mit der größtmöglichen Sicherheit Konflikte vermeiden kann, indem man sich ein harmonisches "Dreamteam" zulegt.

 

Vorkenntnisse sind empfehlenswert

 

Da die Autorinnen davon ausgehen, dass die Mehrhundehaltung etwas für erfahrene Hundefreunde ist, braucht es gewisse Vorkenntnisse, um den Ratgeber richtig zu verstehen. Die Lektüre des "Kosmos-Erziehungsprogramms für Hunde" von Nicole Hoefs und Petra Führmann ist eine sinnvolle Vorbereitung.

 

Recht unterhaltsam, letztlich aber wohl eher Füllmaterial sind die sehr ausführlichen Berichte der Autorinnen über die Entwicklungen ihres eigenen Rudels. "Zwei Hunde – doppelte Freude" ist ein differenzierter Ratgeber für alle, die sich mit dem Gedanken an vierbeinigen Familiennachwuchs befassen oder diesen bereits umgesetzt haben und nun das Beste daraus machen wollen. (je) 

 

Infos zum Buch:

Gebundene Ausgabe: 156 Seiten
Verlag: Kosmos (Franckh-Kosmos); Auflage: 1 (August 2005)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3440098737
ISBN-13: 978-3440098738
Größe und/oder Gewicht: 24,6 x 17,4 x 1,6 cm

 

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"Zwei Hunde - doppelte Freude" - von Petra Führmann und Iris Franzke 

 

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