Hundebuch-Neuvorstellung

„Hunde-Erziehung mit Holger Schüler“

Hunde-Erziehung ist ein Thema, das bei vielen Hundefreunden für Verdruss sorgt. Im Alltag klappt es einfach nicht so, wie man es sich eigentlich wünscht – doch wo soll man ansetzen? Holger Schüler zeigt fundiert und dabei sympathisch bodenständig, dass Hunde-Erziehung keine Hexerei ist. Das erklärte Ziel: Ein gutes Mensch-Hund-Team, das Spaß miteinander hat!

 

„Ich will doch nur, dass er nicht an der Leine zieht!“ denkt sich mancher Hundefreund, mit ausgerenktem Arm und am Rande der Verzweiflung. Der Spaß am Hund bleibt – das müssen viele Hundehalter zugeben – im täglichen Erziehungs-Gerangel oft auf der Strecke. Im Hunde-Alltag läuft es einfach nicht so, wie es soll. Und das, obwohl man den Vierbeiner so sehr liebt, nur das beste Futter kauft und so viele Entbehrungen für ihn in Kauf nimmt. Ob es das berüchtigte Ziehen an der Leine ist oder ein ganz anderes Problem – eins haben frustrierte Hundehalter gemeinsam: Sie verstehen ihren Hund nicht mehr - und verstricken sich in ihren eigenen Erwartungen und Gefühlen. Eine Veränderung wird zwar herbeigesehnt, doch viele Hundefreunde wissen nicht, wo sie nach der Ursache des Problems suchen müssen – geschweige denn, wie sie es beheben können.


Hunde-Erziehungsratgeber mit realistischem Ziel


In seinem Buch „Hunde-Erziehung mit Holger Schüler“ spricht der Hunde-Erziehungsberater den Frust vieler Hundehalter offen an. Warum auch nicht – diese Gefühle sind schließlich verständlich und absolut menschlich. Genauso menschlich, sympathisch und angenehm bodenständig kommt auch der Erziehungs-Ratgeber daher. Er holt Hundefreunde dort ab, wo sie sich in ihrem Alltag mit Hund befinden. Als roter Faden dienen verbreitete Probleme, die Hundehaltern die Freude an ihrem Hund gründlich vermiesen können. Dabei wird dem Leser schnell bewusst: Erziehungsprobleme oder Verhaltensauffälligkeiten kann man niemals isoliert betrachten – sie sind Ergebnis eines komplizierten Beziehungsgeflechts zwischen Mensch und Hund.


Doch Holger Schüler gelingt es hervorragend, dieses komplexe System nachvollziehbar zu erläutern. Die unverblümte, offene Art des Erziehungs-Beraters macht es dem Leser leicht, eigenes Verhalten zu überdenken – denn Schüler kommt niemals oberlehrerhaft daher. Statt dessen ermutigt er Hundefreunde, sich auf ihren Vierbeiner einzulassen. Sie sollen nicht Utopien von einem perfekt gehorchenden Hund nacheifern, die am Ende doch nur für Enttäuschung sorgen. Schüler ersetzt Perfektion durch ein besseres, realistischeres Ziel: gegenseitige Freude an der Gegenwart und Persönlichkeit des jeweils anderen.


Hunde-Erziehung ist keine Hexerei


Anhand eingängiger Fallbeispiele aus seiner Praxis als Hunde-Erziehungs-Berater erläutert Schüler verbreitete Probleme – und geht ihrer individuellen Ursache auf den Grund. Dabei wird auch immer die Perspektive des Hundes beleuchtet – so fällt es Hundehaltern leicht, sich nach und nach immer besser in das Wesen der Hunde hinein zu fühlen. In neun umfassenden und klar strukturierten Kapiteln werden die wichtigsten Grundlagen der Hunde-Erziehung behandelt: Hier wird auf das oft missverstandene Thema „Lob und Strafe“ ebenso eingegangen wie auf eine stimmige Kommunikation, Aufmerksamkeitstraining, das erfolgreiche Erarbeiten einer stabilen Mensch-Hund-Bindung, die wichtigsten Kommandos, den Hund in der Wohnung, die Leinenführigkeit, Hundebegegnungen und das richtige Spielen mit dem Hund.


Eine Vielzahl eigens für das Buch aufgenommene Fotos illustrieren die Inhalte einprägsam und ganz konkret – auf diese Weise holt der Ratgeber seine Leser immer wieder ab und involviert sie mühelos in Übungen, Trainingssequenzen, Fallbeispiele und Problemanalysen. Aha-Erlebnisse garantiert. Am Ende des Ratgebers sind Hundefreunde nicht nur um einiges schlauer, sondern vor allen Dingen wieder motiviert und voller Freude auf die gemeinsame Arbeit mit ihrem Hund. Denn eins wird bei der Lektüre des Ratgebers klar: Es liegt in der Verantwortung des Zweibeiners, die Mensch-Hund-Beziehung aktiv zu gestalten. Und mit seinem Hund ein gutes Team zu bilden, ist wirklich keine Hexerei!

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