"Es ist doch nur ein Hund" - von Claudia Pilatus und Gisela Reinecke

"Alles über Hunde" - Kate Kitchenham liefert einen Hunde-Ratgeber für Hundeinteressierte und Neu-Hundebesitzer.

Hunde-Tod: Wenn der Hund für immer geht

 

»Dies ist kein Trostbuch, weil kaum etwas tröstet, wenn wir Abschied von einem geliebten Lebewesen nehmen müssen. Das Buch kann aber helfen, sich auf den Verlust vorzubereiten und, wenn der schlimmste Schmerz verklungen ist, neuen Mut zu schöpfen und wieder zu lernen, froh zu sein.«

 

Es sind die schwersten Stunden im Leben eines jeden Hundehalters, die Stunden, vor denen wir alle uns fürchten. Doch sie sind unvermeidlich, denn irgendwann endet die Zeit mit unserem Hund. In diesem Moment tut sich eine große Kluft auf zwischen uns Hundehaltern und dem Rest der Welt, der oftmals nur verständnisloses Kopfschütteln oder ein mitleidiges Lächeln für uns übrig hat.



Steht trotzdem zu Euren Gefühlen, denn sie sind richtig, so wie sie sind, und wichtig für Euch, Euren Hund und den Rest unserer manchmal fragwürdigen Gesellschaft – dafür plädieren Claudia Pilatus, Diplom-Psychologin, und Gisela Reinecke, Journalistin, mit aller Vehemenz. Denn nur, wer Trauer um Hunde akzeptiert und zulässt, kann irgendwann seinen Frieden finden mit allem, was geschehen ist.

 

Schlicht, ungeordnet und unsentimental

 

Wenn unser Hund stirbt, hinterlässt er eine schmerzende Lücke und nichts kann wirklich trösten. Alles scheint chaotisch und sinnlos zu sein, nichts wird mehr in Zusammenhängen wahrgenommen, alles scheint voneinander abgeschnitten zu sein. Vielleicht haben Claudia Pilatus und Gisela Reinecke deshalb für ihr mutiges Buch diese Form gewählt:

 

Nur grob strukturiert, lose und fragmentarisch reißen die Autorinnen Themen an, lassen unbekannte und bekannte Trauernde - denn auch Prominente trauern um Hunde - zu Wort kommen, zitieren aus Gedichten, Legenden und der Geschichte. Was dem analytischen Leser unzusammenhängend und verwirrend erscheinen mag, formt sich für den, der emotional weniger distanziert ist, zu einem eindrucksvollen Gesamtbild, das Verständnis und Mitgefühl spendet und in seiner schlichten Aufrichtigkeit ganz ohne sentimentale Bebilderung auskommt.

 

Es ist doch nur ein Hund“ zeigt, dass wir mit der Trauer nicht allein sind

 

Was das Buch nicht vermittelt und nicht vermitteln will, ist Trost - oder gar Antworten auf die vielen Fragen, die Hundehalter nach dem Tod ihres Hundes quälen. Doch es zeigt, dass wir mit unserer Trauer nicht alleine sind, dass viele Menschen vor uns und mit uns getrauert haben, still oder wortgewaltig. Es beschreibt uns liebevolle Trauerrituale für Hunde und geht mit uns zusammen der Frage nach, ob es so etwas wie ein Hunde-Paradies gibt.

 

Wer „Es ist doch nur ein Hund“ gelesen hat, weiß, dass seine Trauer keine Schwäche ist und beileibe kein Grund, sich zu schämen. Er wird immer noch genau so sehr trauern wie zuvor – oder vielleicht sogar noch ein wenig mehr - , doch er wird sich nicht mehr so allein fühlen und erkennen, dass er auf seine Trauer stolz sein darf. (je)

 

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"Es ist doch nur ein Hund" von Claudia Pilatus und Gisela Reinecke

 

 

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