"Auf und davon" - von Martina Nau

Vom jagenden Hund zum Begleiter ohne Leine

Die meisten leidgeprüften Hundehalter können ein Lied davon singen: Während Sie sich, nichts Böses ahnend, mit ihrem Vierbeiner auf dem harmonischsten Waldspaziergang befinden und sich gerade ganz eins fühlen mit Ihrer Umgebung, passiert es: Ein flauschiges kleines Ding mit großen Knopfaugen hoppelt über den Spazierweg.

 

Eigentlich könnte einem unbescholtenen Spaziergänger ja jetzt das Herz aufgehen. Sie dagegen brechen in Panik aus. Denn Ihrem Hund geht im selben Moment auf, dass er es mit seiner Jagdraubtiernatur nicht vereinbaren kann, mit Ihnen gemeinsam im verzückten Anblick des puscheligen Tierchens zu verharren. Und auf geht's zum großen Hallali durch den Wald. Das ist zwar weder für Sie, noch für Ihren Hund und ganz sicher nicht für das Kaninchen vorteilhaft, lässt sich aber nun mal leider nicht ändern. Oder vielleicht doch?

 

Ein jagender Hund bringt auch sich selbst in höchste Gefahr

 

Fellige Souvenirs vom Waldspaziergang mit Hund sollte man als Halter tunlichst vermeiden. Ganz abgesehen davon, dass Ihr Hund unter den Waldbewohnern Angst und Schrecken verbreitet, bringt er sich selbst damit in höchste Gefahr - denn ein Jäger hat jedes Recht, ihn auf der Stelle zu erschießen, wenn er ihn in flagranti erwischt. Außerdem können auch Menschen zu Schaden kommen, wenn Ihr Möchtegern-Wolf auf seiner wilden Verfolgungsjagd Omis aus dem Weg räumt oder auf eine Landstraße gerät. Gezieltes Anti-Jagd-Training ist deshalb unabdingbar, wenn Sie Spaziergänge ohne Leine wieder entspannt genießen wollen.

 

Mit dem Anti-Jagd-Training können Hund und Halter sofort beginnen

 

Hinter dem augenzwinkernden Titel „Auf und davon“ verbirgt sich die mögliche Lösung für alle von Jagdsorgen geplagten Hundehalter. Lassen Sie sich von dem unscheinbaren Äußeren des dünnen Büchleins nicht täuschen - zwischen die Seiten hat Autorin Martina Nau eine ganze Menge komprimiertes, aber fundiertes Wissen über Jagdtrieb, Lernverhalten und Rangordnung gepackt, leicht verständlich und ohne unnötigen Ballast. Schnörkellos und auf den Punkt gebracht vermittelt sie außerdem ein gut nachvollziehbares praktisches Trainingskonzept, mit dem jeder willige Leser sofort beginnen kann, ohne Vorkenntnisse und ohne Hundeplatz oder Profi-Trainer. Anhand der drei Säulen „Bindung und Vertrauen“, „Gehorsamkeit und Standruhe“ sowie „Triebauslastung und alternative Beschäftigung“ kann auch aus eingefleischten Jägern ein gelassener Begleiter werden. Das erfordert allerdings eine Menge Konsequenz und Training, wie auch Martina Nau betont.

 

Es gibt für jeden Hundetyp individuelle Lösungsansätze

 

Martina Nau muss es wissen: Sie ist nicht nur selbst Hundetrainerin, sondern auch Halterin von Jagdhunden: ihre zwei Nova Scotia Duck Tolling Retrievern und ihr Parson-Jack-Russell-Terrier dürften Ihr bei der Entwicklung Ihres Trainingskonzepts maßgeblich geholfen haben. Martina Nau präsentiert für jeden Hundetyp individuelle Lösungsansätze, bietet immer Alternativen und zeigt sich in ihren Trainingsmethoden flexibel und modern. Außerdem pocht sie auf Fairness dem Hund gegenüber - das macht ihr Buch besonders sympathisch. Ein zeitgemäßer Ratgeber für alle, die nicht länger beim Anblick eines puscheligen Kaninchens einen totalen Nervenzusammenbruch erleiden wollen. (je)

 

Infos zum Buch:

Broschiert: 79 Seiten
Verlag: Cadmos (März 2008)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3861277557
ISBN-13: 978-3861277552
Größe und/oder Gewicht: 23,8 x 17 x 0,8 cm

 

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