Tierschutz-Verbände haben im Kampf gegen den Welpenhandel einen Vorstoß gemacht und eine Petition im Bundestag eingereicht. Bis zum 25. November kann die Petition auch online mitgezeichnet werden.
12. November 2010, Berlin - Hundefreunde leiden immer wieder mit, wenn ein neuer Fall von illegal eingeführten Welpen bekannt wird. Denn diese Welpen werden meist tierschutzwidrig transportiert, sind oft krank, unterernährt und dehydriert und haben meist einen langen Leidensweg hinter sich - und vor sich. Insbesondere aus den osteuropäische Ländern werden viele Hundewelpen importiert. Tierschützer schätzen, dass rund 500.000 Welpen in jedem Jahr illegal eingeführt werden.
Tierschützer und Hundefreunde sind sich einig: Das skrupellose Geschäft auf Kosten der Hundewelpen muss eingedämmt werden. Deshalb haben der 'Bund gegen den Missbrauch der Tiere e.V.' gemeinsam mit den Tierschutzvereinen TASSO e.V. und Europäischer Tier- und Naturschutz e.V. (ETN) im Rahmen der Kampagne 'Wühltischwelpen - nein Danke!' eine offizielle Petition beim Bundestag eingereicht. „Der Deutsche Bundestag möge beschließen, den gewerblichen, gewinnorientierten Handel mit Hundewelpen gesetzlich zu verbieten“, lautet der genaue Text der Petition.
Welpenhandel nimmt immer dramatischere Ausmaße an
Der Welpenhandel, so wird in der Begründung erklärt, habe mafiaartige Ausmaße angenommen und eine ähnliche Gewinnspanne wie der illegale Handel mit Drogen oder Waffen erreicht. Der illegale Welpenhandel verstoße gegen Tierschutzrecht, tierseuchenrechtliche Bestimmungen und gefährde auch die Gesundheit heimischer Haustiere durch die Einschleppung gefährlicher Seuchen wie Parvovirose, Staupe oder Herzwürmer.
Auf der Homepage des Deutschen Bundestags kann die Petition online mitgezeichnet werden. Dort wird auch lebhaft über den Wortlaut der Petition diskutiert. Kritiker bemängeln, die Petition sei missverständlich und zu wenig konkret formuliert und deshalb in dieser Form wenig sinnvoll. Der illegale Welpenhandel sei bereits verboten und der grundsätzliche Handel mit Welpen würde auch seriöse Züchter betreffen. Über Eines sind sich aber alle einig: Strengere Kontrollen im Bereich des Tierhandels sind dringend notwendig!
Bislang haben rund 19.000 Menschen die Petition mitgezeichnet. Damit die Petition vom Petitionsausschuss beraten wird, sind aber 50.000 Mitzeichner notwendig.
Hier geht es direkt zur Online-Petition gegen den Welpenhandel.
Hier geht es zur Diskussion über die Petition im Stadthunde-Forum.
Bildnachweis: © Kaffeeböhnchen,pixelio.de. Symbolfoto zur Illustration.



Kommentiere diesen Artikel (0 Kommentare)