Der Tierschutzbund hat den „TiBu“ 2018 verliehen

Der Deutsche Tierschutzbund hat gestern in Berlin den „TiBu“ verliehen. Mit dem Preis zeichnet er in zwei Kategorien Menschen aus, die dazu beitragen, den Wertewandel in der Gesellschaft hin zu mehr Tierschutz voranzutreiben.

Die Gewinner sind dieses Jahr ausschließlich weiblich. „Die diesjährigen Preisträgerinnen haben wichtige Beiträge zu diesem Wertewandel geliefert – dies soll der TiBu anerkennen“, sagt Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes.

In der Kategorie Medien gewann Dr. Tanja Busse. Sie arbeitet als Journalistin, Autorin und Moderatorin. Der Tierschutzbund würdigt, dass sie die Debatte um eine Agrarpolitik, die auf Leistung ausgerichtet ist, geprägt hat und in ihre Arbeit Tierschutzbelange und Umweltfragen einbindet

Foto: Deutscher Tierschutzbund e.V.

In der Kategorie Recht ging der TiBu an die Amtstierärztin im Landkreis #Oberallgäu, Dr. Gabriele Fuchs, sowie die Leiterin des Rechtsamtes #Kempten, Nadine Briechle. Als zuständige Amtstierärztin entschied sich Dr. Fuchs – nachdem sie sich mit Nadine Briechle besprochen hatte – dagegen, einen Transport von Zuchtrindern freizugeben. 

Die Tiere sollte von Kempten nach Usbekistan befördert werden. Die Strecke ist 7.000 Kilometer lang. Während dem Transport wären die Rinder sechs Tage lang nicht vom LKW abgeladen worden. Da der Exporteur klagte, ging der Fall bis vor den Europäischen Gerichtshof. Das Urteil lautete schließlich: Was die Eu-Gesetzgebung vorgibt, muss bis zur Ankunft der Tiere im Zielland eingehalten werden. Dabei kann das Ziel auch außerhalb der EU liegen.

„Dass man die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation daran messen kann, wie sie ihre Tiere behandelt, sagte bereits Gandhi“ äußerte sich Dr. Fuchs. „Und so sehe auch ich die Umsetzung des Tierschutzes und meinen Beitrag als Amtstierärztin in unserer Gesellschaft“, fuhr die Amtstierärztin fort.

Das Engagement der drei Ausgezeichneten rückt mit dem Preis noch einmal ins Interesse der Öffentlichkeit. Vielleicht inspiriert es ja viele andere Menschen dazu, selbst im Tierschutz aktiv zu werden.

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