Stadthunde-Blog 26.10.2009

Böse ins Auge gegangen!

Drama um unseren Redaktionshund Ruby! Der schöne Aussie  ist ein wilder Hund, daran gab es noch nie Zweifel. Aber nun hat er seine Einmaligkeit in puncto Survival so richtig unter Beweis gestellt. Die Folge: Eine Notoperation am Auge!

 

Das herrliche Wetter am Freitag lud zum ausgiebigen Toben mit den Hundekumpels ein. So waren Ruby und seine Bande mal wieder länger im Gebüsch unterwegs. Nichts Ungewöhnliches – dann der durchdringende Schrei! Alarmiert rannte ich sofort zum Gebüsch und rief und rief – doch weit und breit kein Ruby!

 

Nach einer Weile kroch an einer ganz anderen als der vermuteten Stelle ein Häuflein Elend aus dem Gebüsch. Sofort war das Unglück zu sehen: Ruby hatte einen Dorn im bereits übel aussehenden Auge. Da gab es kein Zögern und die 25 Kilo Hund waren schnell zum Auto getragen. Zu was man so fähig ist, wenn man unter Schock steht!

 

Unglaublicher Ruby!

 

Eigentlich war mir nur zum Weinen zu Mute, aber das konnte ich mir nicht leisten. Unsere Tierärztin schickte uns direkt weiter zur Tierklinik. Während wir dort warteten, schubste mich eine Nase an. Rub saß fröhlich da, der Blick aus dem ramponierten Auge besagte eindeutig, dass er jetzt gern ein Leckerli hätte. Unglaublicher Ruby!

 

„Wir müssen notoperieren!“stellte der herbeigepiepste Augenspezialist sofort fest. Schwupps, war der Rub geschnappt.  Der folgte voller Elan Richtung O.P.. Mein Hund ist der absolute Knaller! Nach einer schlaflosen Nacht konnte ich meinen kleinen Draufgänger wieder abholen. Voller Begeisterung begrüßte er mich und war der Ansicht, dass die Katzen im Wartezimmer nur darauf gewartet haben, von ihm gejagt zu werden.

 

Am Freitag steht die nächste O.P. an

 

Nun ist sein Auge mit dem Bindehautsack zugenäht, was kein sehr schöner Anblick ist, aber dem Schutz der Naht auf der Hornhaut dient. Beim Spazierengehen orientiert sich Ruby jetzt auf der momentan blinden Seite durch Körperkontakt an meinem Bein. So kommen mein Trichterhündchen und ich momentan durch den Tag. Am Freitag steht die nächste OP an und der Alptraum der Einäugigkeit ist (hoffentlich) schon wieder beendet.

 

Trotz oder gerade wegen all des Schreckens bin ich mir aber einmal mehr sicher, den unglaublichsten und verrücktesten Hund der Welt zu meiner Familie zählen zu dürfen. (gd)

 

Liebe Gina, lieber Ruby - Das gesamte Stadthunde-Team – und sicher auch unsere User! - wünscht Ruby alles Gute und drückt alle verfügbaren Daumen und Pfoten!

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