Stadthunde-Blog 19.10.2009

Der Rhein ist weg!

Am Wochenende statten Redaktionshund Lupold und ich gerne mal Väterchen Rhein einen Besuch ab. Lupold liebt es, dort am Strand herum zu tollen und im Wasser zu planschen. Doch dann der Schock: Der Rhein war nicht mehr da!

 

Vater Rhein - er ist erhaben über die Schicksale von uns kleinen Menschen - und Hunden! - , er fließt majestätisch dem Meer entgegen, Tag ein, Tag aus. Er ist einfach immer da. Oder etwa doch nicht?

 

Redaktionshund Lupold pflegt stets, die Nase in die frische Flußbrise zu halten und über die grünen Rheinufer-Auen dem Wasser entgegen zu preschen, um sich dort ins kühle Nass zu stürzen.

 

Der Rhein? Weg!

 

Umso überraschter waren wir, als wir am Wochenende am üblichen Treffpunkt Vater Rhein besuchen wollten – und der nicht da war! Lupold hielt die Nase in die Flußbrise - aber irgendwie roch die diesmal eher faulig als frisch. Nichtsdestotrotz preschte er über die grünen Rheinufer-Auen – und blieb, wie vom Donner gerührt, stehen. Vor ihm breitete sich eine eindrucksvolle Steinwüste aus. Bizzarre Felsen lagen vor uns. Und der Rhein? Weg!

 

Doch hinter der modrig müffelnden Mondlandschaft glitzerte ein schmaler Streifen Wasser. Ein müdes Rinnsal war von Vater Rhein übrig geblieben. An seinem Rand angekommen, musste man nur die Hand ausstrecken und hatte das Gefühl, die Schiffe berühren zu können. Das also ist das historische Tiefstand des Rheins, von dem seit einigen Wochen die Rede ist.

 

Lupold nutzte die historische Gelegenheit


Lupold störte das indes nicht. Im Gegenteil: Er nutzte direkt mehrfach die sicherlich ebenfalls historische Gelegenheit, das Flussbett zu markieren. Welcher Hund kann schließlich schon von sich behaupten, auf den Grund des Rheins gepinkelt zu haben? (je)

 

 

 

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