Juchu, am Mittwoch geht unser Wellness-Special online! Aber fühlt sich Lupold eigentlich auch wirklich well? Bei seinem Anblick fühle ich mich nicht so well – seit er im Haarwechsel ist, sieht Lupold nicht mehr aus wie ein seidenglänzender Collie, sondern ähnelt eher einem alten, staubigen Flokati...
Als ich heute morgen verschlafen durch den Tierbedarfsladen tapse, lacht mich glücklicherweise ein Fläschchen an, das Wellness pur verspricht:
Nachtkerzenöl, für ein weiches, gepflegtes Fell. Klar, Nachtkerzenöl kenne ich, das ist toll. Auf der Flasche zu sehen: ein hochglanzpolierter Golden Retriever, der sich wirklich sehr well zu fühlen scheint.
Daheim stutze ich. Ein Spray? Wird Nachtkerzenöl nicht ins Futter gemischt? Sprays sind doof, das findet Lupold auch. Aber sein Fell glänzt danach wirklich schön! Begeistert vergrabe ich mein Gesicht in die seidige Pracht – und stutze. Wieso riecht mein Hund plötzlich so nach Raubtier? Nach...totem Iltis?
Nerz-Öl statt Nachtkerzen-Öl, sehe ich nach dem ersten Kaffee
Ein zweiter Blick - nach einem ersten starken Kaffee - liefert die Antwort: In der Flasche ist ein Öl, das mit dem Buchstaben 'N' beginnt. Allerdings nicht Nachtkerzenöl, sondern Nerzöl.
Nerzöl, verrät mir Google sehr schnell, wird aus dem Fett von zur Pelzherstellung gehaltenen Nerzen gewonnen. Igitt! Für mich als Vegetarierin vom Dienst ein ganz schön peinlicher Fehlkauf!
Mit schamrotem Kopf landet das Spray also in der Mülltonne. Lupold freut sich, er konnte es eh nicht leiden. Vertuschen kann ich meinen Einkauf damit aber leider nicht – Lupold wird wohl noch tagelang drei Meter gegen den Wind nach totem Iltis stinken. Ich bleibe besser bei den Tipps aus unserem Wellness-Special – die sind nämlich wirklich well. (je)
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