Ostern mal anders: Anstelle von Hasenohren waren es Hundeohren, die an Ostern unsere Aufmerksamkeit fesselten - und statt der traditionellen Eiersuche waren wir ganz anderen Kameraden auf der Spur...
Poppig bunte Eier, Lämmchen aus Sandkuchen und niedliche gelbe Flauschküken auf den Servietten - ein unverkennbares Oster-Kaffeetrinken in familiärer Runde und entspannter Atmosphäre. Bis zu dem Augenblick, an dem ein durchdringendes Heulen die Festgesellschaft erschütterte.
Das Heulen stammte von Lupold. Der hatte nicht etwa den Osterhasen gestellt, sondern kratzte sich gerade am Ohr – und zwar in äußerst dramatischer Pose: Das weit ausholende Hinterbein pendelte mit aggressivem Schwung zum Ohr, um es exzessiv zu kratzen – unterstrichen von einer unausprechlich leidenden Mimik und herzzereißendem Geheul.
Die Ohrmilbe fühlte sich wahrscheinlich schrecklich alleine
Allen Anwesenden war sofort klar, dass in Lupolds Gehirn ein riesiger Science-Fiction-Parasit sein Unwesen treiben musste und es sofort galt, lebensrettende Maßnahmen zu ergreifen. Mein Schwager in Spe, ein zukünftiger Arzt, sprang dankenswerterweise heldenhaft herbei und untersuchte das Hundeohr des opernhaft sterbenden Lupold mit dem Otoskop. Alle hielten den Atem an und warteten darauf, dass der alptraumhafte Hirn-Wurm sich zu erkennen geben würde.
Ich war ein klein wenig entspannter, immerhin kenne ich Lupolds Art, mit Parasiten umzugehen. Und Tatsache! Das Otoskop offenbarte die Quelle von Lupolds Leid: Ohrmilben! Genauer gesagt: Eine Ohrmilbe. Richtig, eine einzige Ohrmilbe, die dort einsam vor sich hin kroch und sich mit Sicherheit schrecklich alleine fühlte. Aber Lupold ist eben sensibel! Eine einzelne Zecke treibt ihn schließlich auch in den Wahnsinn.
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Das große Parasiten-Special auf Stadthunde.com
Lupold besucht also morgen seinen Tierarzt und bekommt dort sein Mittelchen gegen die arme, einsame Ohrmilbe. Und allen, die es jetzt irgendwie juckt und zwickt, lege ich unser großes Parasiten-Special ans Herz – denn nicht nur Ohrmilben sind derzeit wieder unterwegs, und nicht jeder Hund leidet so extrovertiert wie Lupold! (je)
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Klasse und unterhaltsam geschrieben und informativ verlinkt, danke :)