Stadthunde-Blog 17.08.2009

Was will es uns bloß sagen?

Mitten im schönen Neandertal fanden sich Lupold und ich einem merkwürdigen Gegenstand gegenüber. War es nun Kunst, oder ein ernst gemeinter Hinweis?

 

 

„Nur die Leine rettet Leben!“ war darauf zu lesen. Ui! Mit einem bewundernden Blick auf meine unscheinbare Retrieverleine muss ich zugeben, unsere Leine bis dato unterschätzt zu haben. Sollte in dem stillen Nylon ein echter Held schlummern? Doch wo ein Lebensretter, da muss es schließlich auch eine Bedrohung geben! Irgendwie wirkt der Wald gleich viel düsterer...


Ein zweiter Blick auf das liebevoll dargestellte Szenario gibt weitere Rätsel auf. Ein Hund ist zu sehen, der sich ordentlich in die – wie ich jetzt weiß, heldenhafte – Leine hängt, um am Po eines Rehs schnüffeln zu können. Sonderlich lebensbedrohlich sieht das nicht aus, zumal die Rehe, die dort fröhlich am Wegesrand stehen, die Ruhe ziemlich weg haben.

 

"Naturschutzgebiet" - das verstehe ich!


Glücklicherweise findet sich in der Nähe ein Schild mit dem Hinweis „Naturschutzgebiet“. Den verstehe ich – hier muss ich meinen Hund anleinen. Denn Lupold, den ein Hase nicht einmal interessiert, wenn er zwischen seinen Beinen Hula tanzt, wäre eine Belästigung für das hier lebende Wild.


Und schließlich ist nicht jeder Hund so rücksichtsvoll wie Lupold, und die Rehe wollen verständlicherweise viel lieber durch die Kugel eines Jägers oder unter den Reifen eines Autos sterben. Deshalb leine ich Lupold natürlich an. Die Leine bleibt mir aber irgendwie suspekt.

 


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