Valentinstag! Einem solch herzergreifenden Ereignis konnte sich auch Redaktionshund Lupold nicht entziehen. Auf dem Morgenspaziergang wurde aus dem sonst so wohlerzogenen Collie im Handumdrehen ein Stürmer-und-Dränger, dem die Tatsache, dass da noch ein Frauchen im Wald war, vorrübergehend komplett entfallen war.
Der Anlass war, zugegeben, ein romantischer: Irgendwo im Wald jaulte ein Hund auf - in Lupolds Phantasie zweifellos eine umwerfend betörende Hundedame, die sich in höchsten Nöten befand. Eine Frage der Ehre, dass er da einschreiten musste. Mit einem kurzen Blick auf Frauchen: "Ich werde gebraucht!" verabschiedete er sich dann auch, hechtete todesmutig ins Gebüsch - und ward nicht mehr gesehen.
Nachdem Frauchen einige Sekunden lang deutlich irritiert auf die Stelle gestarrt hatte, wo eben noch der blitzgestartete Hund stand, tönten Rufe an ihr Ohr, von irgendwo im Wald: "Wem gehört denn der Collie hier?" "Ist das Ihr Hund?" "Nein, meiner ist das nicht!"
Eine peinliche Situation für Frauchen, die üblicherweise auch Ratgeber zur Hundeerziehung verfasst - was die Spaziergänger glücklicherweise nicht wussten. Wenig später tauchte ein über alle Hundebacken strahlender Lupold wieder auf, der ganz offenkundig der Überzeugung war, irgendwem gerade das Leben gerettet zu haben.
Dass er seitdem vorläufig an die Schleppleine verbannt ist, hat ihn daher auch extrem gekränkt - wie soll er denn so Hundedamen aus höchster Not retten?
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