Husky Bingo hatte vor zwei Wochen das Baby seiner Familie getötet - die Medien eröffneten daraufhin das Kreuzfeuer auf alle Hunde. Jetzt gibt es eine überraschende Wende in dem Fall.
Seit dem tragischen Unglücksfall von Cottbus, als der 3jährige Husky-Schäferhund-Mischling Bingo die acht Wochen alte Emily aus bislang ungeklärter Ursache mit Bissen in den Kopf tödlich verletzte, vergeht kein Tag ohne haarsträubende Medienberichte über vermeintliche Hunde-Attacken auf Menschen.
Hunde, die völlig harmlos durch die Gegend schlendern, werden wie selbstverständlich als Gefahr für die Allgemeinheit geschildert; Kinder aus dem Weg von Hunden zu zerren, wird zur gefeierten Heldentat. Genüsslich wird mit Begriffen wie „anfallen“, „durchdrehen“ und „zerfleischen“ jongliert, ohne auch nur im Ansatz Ursachenforschung zu betreiben. Der neueste Fall: Ein jagdlich ausgebildeter Hund biss einen älteren Jäger, der in der Boulevardpresse nun tobt, der Labrador solle umgehend erschossen werden.
Hunde-Wesenstest ergab: Bingo ist nicht gefährlich!
Umso überraschender die Wendung im Fall Bingo: Allen Hetzkampagnen zum Trotz, die den Familienhund nur noch als „Killer-Husky“ bezeichneten, wird Bingo nicht eingeschläfert. Der Grund: Bingo hat den Wesenstest, der sein Aggressionsverhalten genauestens prüfen sollte, bestanden! Die unabhängigen Gutachter haben sich nicht von der Medien-Hysterie anstecken lassen und objektiv geurteilt: Bingo besitzt kein unangemessen Aggressionsverhalten, der „Killer-Husky“ ist nicht gefährlich. Für Bingo heißt das: Er darf leben! Bei dem Tierheim, in dem er derzeit untergebracht ist, haben sich bereits Interessenten gemeldet, die ihm ein neues Zuhause geben sollen – eine neue Familie, ein neues Leben. Wir freuen uns für Bingo!
Doch nicht nur die Gutachter trafen diese Entscheidung: Die Eltern der kleinen Emily, die wochenlang nach dem Unglücksfall unter Schock standen, gaben Bingo frei. Sie beschlossen, dass Bingo leben darf, eine neue Chance in einer neuen Familie verdient hat. Eine Entscheidung, die allen Medienkampagnen gegen den „Killer-Hund“ von Cottbus trotzt; eine Entscheidung, die letztlich doch die Verbundenheit zu ihrem ehemaligen Familienmitglied zeigt; eine gerechte Entscheidung, die Hochachtung verdient. Dass die Familie selbst Bingo nicht behalten möchte nach dem tragischen Unglück, wird ihr niemand vorwerfen wollen.
Husky tötet Kind: Hunde-Experten im Interview
Die Hintergründe des schrecklichen Zwischenfalls, der sich am Abend des 24. Aprils auf einem Hof in Cottbus ereignete, sind unterdessen immer noch ungeklärt – und werden es vermutlich auch bleiben, denn niemand war Zeuge dessen, was zwischen Bingo und Emily geschah. Dennoch versuchen wir, dem Vorfall auf den Grund zu gehen, und sprechen mit Hunde-Experten über die Hintergründe des Falles und die Fragen, die er aufwirft.
Hier geht es zu den Experten-Meinungen: Hund tötet Baby - Hunde-Experten im Interview



Kommentiere diesen Artikel (7 Kommentare)
Ich habe die Bitte, Forderung, dass zumindest das neue Herrchen und/oder Frauchen über diesen \"Zwischenfall\" aufgeklärt werden... Alles andere wäre unverantwortlich...
Ich habe heute im Fernsehen gehört, dass Bingo jetzt bei einer neuen Familie lebt und es ihm richtig gut geht. Freut mich riesig für den Kerl, dem bei einem Wesenstest bescheinigt wurde, dass er nicht gefährlich sei.
dieser Meinung kann ich mich leider nur anschliesen. Unsere Menschliche sogenannte Gesellschaft verkommt immer mehr. Mein Mitgefühl auch für die Eltern des Kindes, aber eben auch der Vorwurf . Warum haben die das Babby ,mit dem Hund allein gelasen?.. Aber mann könnte ewig diskutieren ,nur ob das was bringt?..
Mein tiefes Mitgefühl für die Eltern, aber gleich der Vorwurf hinterher: Wie konntet ihr nur.Als, bei 3 Hunden hoffentlich ,erfahrene Halter , habt ihr den größten und tragischten Fehler eures Lebens gemacht. Zur Pressehysterie kann ich nur anmerken: In Deutschland kommen jährlich mehr Menschen zu Schaden oder sogar zu Tode durch KINDER und JUGENDLICHE als durch alle anderen Arten von Mitgeschöpfen, denen viele Menschen nicht einmal genug Raum zubilligen, um ihre artgerechten Bedürfnisse zu erfüllen, worin ich auch einen Grund sehe für \"Ausraster\" von Tieren wie auch von Kindern, denen unsere Gesellschaft keinerlei vernünftige Aktivitätsmöglichkeiten anbietet.Nur wer Rennen,Toben.Spielen kann ist ausgeglichen und zufrieden, baut keine Aggressionen auf, die sich gegen andere entladen. Unter anderem die Hunde-Hetze ist nur willkommenes Instrument, um von den gesamtgesellschaftlichen Problemen abzulenken.Ich jedenfalls habe heutzutage mehr Angst vor frei-laufenden Kindern und Jugendlichen, die in Gruppe auf mich zukommen, als vor Hunden.
ich bin froh das der husky schäferhund mix nicht eingeschläfert wird und eine neue chance bekommt, er kann meiner meinung nach nichts dafür ....ist aber ansichtsache .... man lässt keinen hund wenn er noch so lieb und zutraulich ist mit kindern allein, wir haben selber 4 hunde einen alaskan malamute rüde und 3 alaskan malamute-siberian husky mix hündinen und die bleiben auch nie allein mit den hunden auch wenn unsere ihnen nichts tun ...man weis nie wenn man mal nicht hinschaut was passieren kann, man muss einfach auch drauf achten wenn der hund zuerst da ist wie die rangordnung ist , denke mal das bingo sich bedroht gefühlt hat von den neuen rudelmitglied und auch mehr beachtung bekommt was er sonst genossen hat ...man kann nur spekulieren wie es abgelaufen sein könnte .... aber ich freu mich für bingo und hoffe das er in sehr gute verantwortungsvolle hände kommt wo er bis zu seinem lebensende glücklich sein darf
Also 1.super das Bingo leben darf.... vor allem das die Eltern mitspielen die ja einen herben Verlust erlitten haben...den wahrscheinlich niemand !! nachvollziehen kann der nicht ähnliches erlebt hat.... trotzdem bin ich der Meinung das auch die Eltern eine Mitschuld trifft...man lässt sein Baby nie-niemals mit einem Tier alleine..egal ob Labbi,Husky,Dackel,Kampfhund oder Katze...Als mein Sohn geboren wurde hab ich meine Rottweilerhündin sogar mitgenommen wenn ich den Müll rausgebracht habe...und sie war ein richtiges Schäfchen....ich hatte auch Vertrauen zu ihr....und trotzdem.....ich wollte nicht das kleinste Risiko eingehen. Vielleicht hat das Baby angefangen zu schreien...und der Husky wollte nur helfen...man wird es wohl nie herausfinden....den Eltern...kann ich nur sagen... Hochachtung..das sie Bingo leben lassen...und das sie irgendwann mit dem Verlust ihres Babys umgehen können...eine sehr nachdenkliche Melanie mit Lucky und Nele
ganz ehrlich, wir haben auch eine Siberianhuskyhündin, sie ist reinrassig und wuchs von Anfang an mit kleinen Kindern auf. Man sollte wenn der Hund zuerst da ist auch den Hund mit in die Schwangerschaft mit einbeziehn. Da ist es auch ein Fehlverhalten der Eltern. Selbst wenn wir Nachwuchs bekämen würde ich doch den Hund nicht weggeen wie viele es auch gerne machen. Das weiss man vorher und man kann auch den Hund soetwas beibringen, das es kein Fremdling ist sondern ein Familienmitglied. Gerade Huskys sind sehr intelligente Tiere und gelehrig. Wenn ich im Netz lese Husky gerade mal 1 oder 2 Jahre alt und im Schnitt 3 -4 Besitzer da fällt mir nix mehr zu ein. Bitte an alle Hundeliebhaber die solch ein Hund wollen bitte gut überlegen beim Husky. Sie sind sehr treue Gefährten und anpassungsfähig .