Schweinegrippe - Hunde gefährdet?

Schweinegrippe bei Hunden doch möglich?

Erstmals wurde der Erreger H1N1 bei einem Haustier nachgewiesen. In den U.S.A. Erkrankte eine Hauskatze an der Schweinegrippe, im U.S. Staat Nebraska außerdem zwei Frettchen. Sind auch unsere Hunde in Gefahr?

 

 

12.11. 2009 – Die Schweinegrippe breitet sich rasant aus in Deutschland. Aktuell sind an der Schweinegrippe mehr als 40.000 Deutsche erkrankt, die Zahl der Infizierten verdoppelte sich innerhalb von nur einer Woche. 13 Todesopfer forderte die Grippe bislang. Immer mehr Schulen werden geschlossen.

 

Aus den U.S.A. kam jetzt eine Schreckensnachricht für Tierfreunde: Bei einer Katze konnte der Erreger nachgewiesen werden. Sind unsere Hunde doch in Gefahr?

 

Schweinegrippe bei Hunden: keine akute Gefahr

 

Nein, sagt Dr. Jens Schell vom Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit. Auf unsere Nachfrage bestätigte der Experte, dass seine Erläuterungen im Stadthunde-Interview vom 30. April immer noch aktuell sind.

 

Hier findet Ihr das ganze Interview zum Thema Hund und Schweinegrippe

 

Auch andere Experten stimmen mit Dr. Jens Schell überein: "Bereits bei der Vogelgrippe hatte es Übertragungen des H5N1-Erregers von Mensch auf Tier gegeben", erklärt der Virologe Ortwin Adams vom Institut für Virologie am Universitätsklinikum Düsseldorf im Interview mit der BILD."Ein Ereignis, mit dem wir alle zehn bis 20 Jahre rechnen müssen, das allerdings einen Ping-Pong-Effekt mit der Tierwelt im großen Stil ausschließt.“

 

Demnach sind einzelne Fälle, in denen sich Haustiere bei ihren Menschen anstecken können, grundsätzlich denkbar, doch sehr unwahrscheinlich. Als sicher gilt jedoch, dass die Haustiere das Virus nicht weiter übertragen und damit kein Gesundheitsrisiko darstellen.

 

Schweinegrippe bei Hunden: Hygiene ist der beste Schutz

 

Derzeit gelten also keine besonderen Risikomaßnahmen für Hundebesitzer. Eine vernünftige Hygiene ist nach wie vor der beste Schutz. Der direkte Umgang mit an Schweinegrippe infizierten Menschen sollte jedoch auch bei Hunden vermieden werden.

 

Erkrankt Herrchen an den neuen Virus, sollte gut abgewogen werden, ob der Hund mit in Quarantäne kommt oder jemand anderes die Betreuung vorrübergehend übernimmt. Im Umgang mit dem Hund gelten für Erkrankte dieselben Hygienevorsichtsmaßnahmen wie im Umgang mit dem Menschen.

 

Schweinegrippe bei Hunden: Speicheltest bringt Klarheit

 

Der Bund für Tierfreunde e.V. hat auf seiner Homepage alle Vorsichtsmaßnahmen für Schweinegrippen-Patienten und ihre Hunde aufgelistet.

 

Hier gelangt Ihr direkt zum Vorsichtsmaßnahmen-Katalog des Bunds für Tierfreunde e.V.



Für Hundehalter heisst es also nach wie vor: Ruhe bewahren, aber Augen offenhalten. Sollte ein Hund eine Hundekrankheit mit grippeähnliche Symptome zeigen, sind Tierarzt und Hausarzt zu informieren. Das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit kann durch eine Speicheluntersuchung nachweisen, ob der Hund tatsächlich infiziert ist. Der Hauskatze, die in den U.S.A. erkrankte, geht es mittlerweile übrigens wieder bestens. (je)

 

 

StadthundeCom on Facebook

Diese Artikel könnten Euch auch interessieren: