Neues Zuhause für Bingo!

Husky wurde trotz Medienrummel vermittelt

 

Die Medien brandmarkten ihn als „Killer-Husky“ von Cottbus - nun beginnt für 'Bingo' ein neues Leben. Denn Bingo hat endlich ein neues Zuhause gefunden!

 

 

25.05.2010, Cottbus – Bingo, der unscheinbare Husky-Schäferhund-Mischling, saß lange in seinem Zwinger im Tierheim Cottbus und ahnte nichts von dem ungewissen Schicksal, das ihm bevorstand. Nachdem der dreijährige Familienhund aus unbekannter Ursache ein Baby mit Bissen so schwer verletzt hatte, das es starb, waren er und seine Artgenossen ins Kreuzfeuer der Medien geraten. Lautstark fordeten die Medien das sofortige Einschläfern des Hundes.

 

Husky Bingo ist nicht gefährlich

 

Bingo, der von den Medien als „Killer-Husky“ gebrandmarkt wurde, verhielt sich im Tierheim ruhig und unauffällig. Und tatsächlich, nach einem umfangreichen Wesenstest urteilte auch der fachkundige Gutachter objektiv: Bingo ist nicht gefährlich oder verhaltensgestört -  er darf nicht eingeschläfert werden. Allem Medienrummel zum Trotz entschieden auch seine Besitzer, die Eltern des getöteten Kindes, Bingo frei zu geben – ein Schritt, der großen Respekt verdient.

 

Nun ist es endlich so weit – das Tierheim Cottbus gab bekannt, dass Bingo in sein neues Zuhause gezogen ist! Viele Hundefreunde aus ganz Deutschland hatten den Fall mitverfolgt, und einige hatten sich von dem tragischen Unglück nicht abschrecken lassen. Dutzende von Interessenten hatten sich beim Tierheim Cottbus für Bingo beworben, wollten ihm eine neue Chance geben – mehr als bei den meisten anderen Vermittlungshunden.

 

Bingo bekommt eine zweite Chance

 

Alle Bewerber für Bingo mussten ein polizeiliches Führungszeugnis vorlegen und wurden streng auf ihre Eignung und Kenntnisse hin überprüft. Die Vermittlung von Bingo erfolgte über das Ordnungsamt der Stadt Cottbus. Damit Bingo in seinem neuen Zuhause tatsächlich ein neues Leben beginnen kann, werden die Namen seiner neuen Besitzer und sein neuer Wohnort nicht öffentlich bekannt gegeben.

 

Das Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung gegen die Eltern der kleinen Emily wurde zwischenzeitlich eingestellt. Wir wünschen Bingo und seinen neuen Haltern Alles Gute – und den Eltern der kleinen Emily viel Kraft, um den unsagbar tragischen Verlust ihrer Tochter zu verarbeiten. (je)

 

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