Die Rassen in Mischlingen raten: Mitmach-Projekt liefert erstaunliche Ergebnisse

Vor einer Weile haben wir vom MuttMix Project berichtet. Dabei sollten Teilnehmer wählen, welche Rassen in 31 Mischlingshunden stecken. Tausende folgten dem Aufruf der Forscher. Jetzt sind die Ergebnisse da. Wir zeigen dir, wie sie ausgefallen sind.

Das MuttMix Project war eine Online-Studie. Die Teilnehmer bekamen Fotos und Videos von 31 Mischlingshunden zu sehen. Anschließend sollten sie aus einem Menu die drei Rassen wählen, welche die größten Anteile am Erbgut des gezeigten Hundes hatten. 

Die Forscher, die das Projekt entwickelt haben, wollten zwei Dinge herausfinden: Zum einen, wie gut wir raten, welchen Hunderassen die Vorfahren eines Mischlings angehörten. Überprüfen lässt sich das, indem DNA-Tests der Hunde angefertigt werden, um die Vorfahren zu bestimmen. Und zum anderen, wie wir verschiedene Hunderassen und Mischlinge wahrnehmen und wie das vielleicht das Leben, das wir mit Hunden führen, beeinflussen kann (Lies hier unseren ersten Artikel über das Projekt und seine Ziele).

Das erstaunliche Ergebnis der Mitmach-Studie

Nachdem die Studie abgeschlossen war, dauerte es eine Weile, bis die Wissenschaftler alle Daten ausgewertet und aufbereitet hatten. Schließlich beteiligten sich mehr als 26.500 Menschen an der Studie. Zusammen rieten sie mehr als 432.000 Mal,welche Rassen denn nun im den vorgestellten Mischlingen steckten. Besonders genau und richtig lagen die Teilnehmer – darunter auch wir aus dem Stadthunde-Team, aber nur in relativ wenigen Fällen.

Am häufigsten wählten die Teilnehmer bei den 31 Hunden die Rassen Labrador Retriever, Deutscher Schäferhund, Golden Retriever, Beagle und Border Collie aus der vorgegebenen Liste möglicher Kandidaten. Im Großen und Ganzen war das keine schlechte Strategie, denn es ergeben sich ein paar Überschneidungen mit den Hunderassen, die bei den vorgestellten Mischlingen am häufigsten in den DNA-Tests auftauchten: Deutscher Schäferhund, Golden Retriever und Labrador Retriever. Chow Chow und Staffordshire Bull Terrier waren auch oft vertreten, aber wurden weniger oft von den Teilnehmern erkannt.

Wie oft lagen die Teilnehmer genau richtig?

Mit der Genauigkeit ihrer Rateversuche können selbst die Teilnehmer, die laut eigenen Angaben Profis in Sachen Hund sind, nicht gerade angeben. Sie lagen bei 28 Prozent aller Rateversuche genau richtig. Bei den anderen Teilnehmern lag die Genauigkeit bei 25 Prozent.

Screenshot: https://iaabcprojects.org

Die drei Hunderassen, die im Erbgut von Mischling Ramy die größten Anteile ausmachen, waren besonders schwer zu bestimmen. Korrekt sind laut DNA-Test: Toy-Pudel, Boxer und Labrador. Hättest du das richtig geraten?

Wir können nur aus eigener Erfahrung sagen: alle drei Rassen richtig zu bestimmen, die den größten Teil zum Erbgut eines Mischlings beigetragen haben, ist ganz schön schwierig. Eine Rasse korrekt zu erkennen ist oft möglich, aber bei der zweiten und dritten wird’s ein fröhliches Ratespiel. Schaue dir zum Beispiel das Foto von Ramy an. Kein einziger der Teilnehmer benannte alle drei Rassen richtig, die in Ramys Erbgut die größten Teile ausmachen. Nur ein Prozent lag bei zwei Rassen richtig und vier Prozent der Teilnehmer erkannten eine Rasse.

Ergebnisse aus dem Stadthunde.com-Team

Aus unserem Team nahmen zwei Mitglieder am MuttMix Project teil und klickten sich durch die große Gruppe von 31 sympatischen Mischlingen. Teammitglied 1 erriet bei vier der Hunde zwei der drei gefragten Rassen, Teammitglied 2 erriet bei drei Hunden zwei der Rassen. Eine Rasse erriet Teammitglied 1 bei 16 Hunden und Teammitglied 2 bei 18 Hunden. Bei keinem der Hunde rieten wir alle drei Rassen richtig. Erstaunlich fanden wir, wie oft der Chow Chow im Erbgut der Mischlinge vorkam.

Die Wissenschaftler werden die gesammelten Daten jetzt weiter analysieren. Schließlich wollen sie immer noch herausfinden, was beeinflusst, wie wir Mischlinge wahrnehmen und einschätzen.

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