Dog Model Jule!


 

Meine Jule – Geschichten aus dem Leben mit einem Hund der zu 99,9% hört, dieses fehlende 0,1% aber so überlegt und dosiert einsetzt, dass man sich ihrer nie sicher sein kann.

 

Nach ihrem sensationellen Kino-Debüt in „Underdogs“ bleiben die von Jule gewünschten Sprechrollen aus und so musste sie einsehen, dass der Weg nach oben kein leichter ist.

 

Um ihre Leckerli-Kasse aufzufüllen und sich hier und da mal ein modischen Accessoire für die moderne Hunde-Dame zu leisten, gibt sich Jule von Zeit zu Zeit für Modeljobs her.

 

Nachdem sie eine ganze Zeit nur mehr oder weniger spannende „editorial Jobs“ für mich und die Stadthunde erledigt hat und die damit verbundenen Belohnungen mehr wohlwollend als selbstverständlich hinnahm, stand mal wieder etwas “Cooles“, „Großes“ an – Eine Rolle im neuen Hills-Spot.

 

Die Idee: Ein junger bewegungsfreudiger Hund spielt und tobt herum und bekommt entsprechendes Futter, um auch im alter fit und agil zu sein.

 

Die Temperaturen gemischt mit der Bewegungsfreude meines Hundes in den letzten Wochen, trieben mir zusätzliche Schweißperlen auf die Stirn. Würde Jule überhaupt eine Pfote rühren? Konnte ich wissen, dass sie alles ganz prima macht, bis ihr 0,1% labradorianischer Wahnsinn durchbricht, um die Schweißperlen zu verwischen und mir das „P“ wie Panik ins Gesicht zu zaubern?

 

Kamera ab und bitte!

 

Da waren sie wieder die 99,9%. Jule gehorchte, wie sie sollte und erledigte alles zur Zufriedenheit.

 

Letzte Einstellung - über den Baumstamm springen - dann nur noch drinnen fressen. „Bingo der erste 100%tige Job“, dachte ich.

 

Aber nein, denn Jule wäre ja nicht meine Jule, wenn sie nur Jule wäre …

 

... also ab über den Baumstamm… „Super! Geschafft!“ dachte ich … aber nein, beim Sprung über den Stamm war es wieder da … dieses triumphierende Funkeln in Ihren Augen.  Also zack an mir vorbei, alle Rufe und Schreie ignorierend und mit einem  zur Abkühlung in einen dreckigen, stinkigen Tümpel.

 

„Danke Jule – auf DEINE Art ist ja eigentlich doch immer Verlass auf Dich.“

 

Während Jule die Futterszene – natürlich ohne Probleme - abdrehte, konnte ich für mich folgendes Fazit ziehen: Es fällt schwer die 99,9% an seinem Hund zu genießen, während man draußen steht und ihn putzt, damit er einigermaßen kameratauglich ist, während der Rest des Teams Kaffeepause macht. (ck)

 

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