Wann ist ein Halsband toll? Und für wen? Und wie lange?

Herrchen ist dem Shopping-Wahn verfallen und Jule hat jetzt ein handgefertigtes Halsband. Aber die Frage ist: Hält ein Halsband ein Hundeleben lang?

 

Klar tut es das. So höre ich mich auf jeden Fall reden, wenn ich an die Zeit denke in der ich in großen Tier-Bedarfläden stand, um das optimale Welpenpaket zusammenzustellen. Es wurde damals schon nicht auf den Euro geschaut – aber vor allem weil es halten sollte – ein Hundeleben lang eben!

 

 

 

Was hatte ich denn nicht bedacht und was ist in der Zwischenzeit passiert:

  • ach ja – Welpen wachsen aus Ihren Halsbändern heraus
  • und hmmm – jeder junge Hund, der zahnt oder zürnt (mit wem auch immer), zerlegt das eine oder andere Halsband
  • außerdem – ich habe einen Labrador, da wird das Material auf Herz und Nieren geprüft und muss irgendwann seinen Tribut zollen.
  • Das Schlimmste und Schönste: Jule ist inzwischen mein Ein & Alles geworden und ich fange an Sachen zu kaufen, von denen ich denke, dass sie meine Liebe zu Jule perfekt unterstreichen und jeder sehen kann, dass Jule etwas ganz Besonderes ist.  

 

Exakt jetzt waren wir an einem ganz entscheidenden Punkt, der ich als Alpha-Tier forderte, denn es prallten Welten aufeinander:

 

Unterschiedliche Wahrnehmung von Mensch und Hund

 

Für Jule ist das schmuddelige Elchleder-Halsband gerade jetzt wunderbar. Es ist bequem und vor allem riecht es soooo toll.

 

Für mich riecht es wie Laternen-Pfahl ganz unten und kann allenfalls noch als Halsband fürs gemeinsame Joggen dienen, wenn der Hund mal einen Abstecher ins kühle Nass macht.

 

Nach dem tollen Dreh für den Hills-Werbespot wollte ich meine Hunde-Dame unbedingt belohnen. Ein handgefertigtes und persönliches Halsband, welches ich bei Shop4Dogz gesehen hatte, schien mir gerade passend und ich fühlte mich bestätigt, als ich es in den Händen hielt.

 

Ausgetrickst – aber wer wen?

 

Aber wie jetzt Jule dieses doch lukrative Tauschgeschäft schmackhaft machen?

 

Naja, man soll ja viel mit der Stimmlage arbeiten. So erzählte ich Jule in den tiefsten Tönen, wie hässlich und doof ich ihr Halsband finde. Dann legte ich ihr das Neue um und meine Stimme überschlug sich förmlich bei den Komplimenten, die ich ihr aufgrund ihrer bestechenden Schönheit machte. Zur Sicherheit noch eine Runde durchs Büro, wo die Komplimente von allen Seiten bestätigt wurden.

 

Jule sah sich erst fragend, dann zufrieden um und ging schlafen. Und ich? Ich setzte mich an den Computer – denn es muss doch irgendwo auf der Welt eine passende Leine geben, oder? (ck)

 

Diese Artikel könnten Euch auch interessieren: