Dass eine gute Figur wichtig für das Wohlbefinden das Hundes ist, wissen wir auch in Deutschland. Doch in England setzt man diese Erkenntnis kompromisslos um: Weil ein Mann seinen Vierbeiner kugelrund fütterte, wurde vom Gericht ein Hundehaltungsverbot ausgesprochen!
23.11. 2009, London – John Green hat es sicher nicht aus Bösartigkeit getan, aber getan hat er es: Seinen Hund so fett gefüttert, dass es den englischen Tierschutz auf den Plan rief. Der Dalmatiner – von Natur aus eine elegante, sportliche Rasse – wog rund 70kg, das ist mehr als das Doppelte des Normalgewichts.
Kein Wunder, ernährte John Green seinen Barney doch auch hauptsächlich mit Schokolade und Kartoffelchips – nicht unbedingt eine sinnvolle Hunde-Ernährung. Englische Tierschützer redeten auf Engelszungen auf den 40-jährigen Hundebesitzer ein, doch alles war vergebens. Jetzt ging der Fall vor Gericht – und endete mit einem drastischen Urteil.
Hundehaltungsverbot für John Green
Ein Gericht in Macclesfield im Nordwesten Englands entzog John Green seinen Barney, brummte ihm darüber hinaus rund 200 Stunden gemeinnützige Arbeit auf – und sprach ein Hundehaltungsverbot für die nächsten zehn Jahre aus!
John Green hat das Urteil hart getroffen, doch er zeigt sich reumütig: Er habe seinem Barney unnötiges Leid zugefügt, das sieht er ein. Als mildernd sah es das Gericht an, dass John Green Barney weniger als Hund denn als guten Freund gesehen und ihn deshalb nicht artgerecht ernährt habe.
Barney befindet sich unterdessen auf einer Pflegestelle und hat bereits 40kg abgespeckt. Sicher ist der Fall von John Green und Barney ein Extrembeispiel, doch unter massivem Übergewicht leidende Hunde sind keine Seltenheit. Aber ob sich hierzulande ein Gericht dafür interessieren würde? (je)
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