Hund mit Hubschrauber gerettet

Hund stürzt im Gebirge ab - Herrchen konnte nicht helfen

Es ist die wohl schlimmste Situation, die wir uns als Hundebesitzer vorstellen können: Wenn der Hund in Not gerät und wir nicht helfen können. Die Hände gebunden zu haben, wenn der Hund leidet und nicht einmal beruhigend oder unterstützend zur Seite stehen zu können – ein Alptraum! So erging es einem Wanderer bei Frastanz im Westen Österreichs, dessen Hund in eine Felsrinne gerutscht ist. Glücklicherweise konnte ein Hubschrauber das Gespann sicher bergen.

 

21.08.2009, Frastanz -  Es sollte eine schöne Dogtrekking-Tour durch die Berge werden. Der 45-Jährige Österreicher war mit seinem belgischen Schäferhund hoch über dem Voralbergischen Land unterwegs. Dann geschieht das Unglück: Als der Hund beim Abstieg von den „Drei Schwestern von Frastanz“ vor dem Mann läuft, rutscht er eine fast senkrechte Felsrinne 20 Meter hinab.

 

Glück im Unglück: Ein Felsvorsprung stoppt seinen Sturz und bewahrt ihn vor dem sicheren Tod. Doch hinaus kommt er aus dieser Lage nicht mehr - das Herrchen steht hilflos daneben. Es gibt keine Möglichkeit, dem Hund zu helfen, geschweige denn ihn zu retten. Die einzige Möglichkeit war der Hubschrauber „Libelle“. Er rettete Hund und Herrchen sicher mittels eines Seilrollenflaschenzugs.

 

Kontrovers: Mitnehmen oder daheim lassen

 

Der Bericht über das Unglück und die Rettung wird seitdem in Internetforen kontrovers diskutiert. Während die einen dem Mann vorwerfen, den Hund überhaupt in so gefährliches Gelände mitgenommen zu haben, fragen andere sogar, ob sich denn für einen Hund eine so große Rettungsaktion überhaupt lohnt.

 

Zweiten Ansatz können wir als Hundehalter sicher nicht nachvollziehen. Die Kosten für den Hubschrauber zahlt der Hundebesitzer übrigens selber, so dass niemand sich Sorgen um ihre Steuergelder machen müssen. Und jeder Hundebesitzer kann wahrscheinlich von sich behaupten, dass er diese Kosten gerne und ohne mit der Wimper zu zucken tragen würde, sofern er irgendwie kann.

 

Ob der Hund in den Bergen etwas zu suchen hat oder nicht, ist pauschal schwer zu beurteilen. Mit entsprechender Vorsicht und einer geeigneten Ausrüstung hätte der Vorfall vielleicht verhindert werden können. Auch die genaue Ortskenntnis spielt immer eine Rolle. Ist das Wissen über die Wege und Berge dort groß genug, kann man hundefreundliche Routen wählen.

 

Doch ganz gleich, ob dem Mann nun ein Vorwurf gemacht werden kann oder nicht - Hauptsache ist sicher, dass Hund und Herrchen wohlauf sind. (hs)

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