Pudel, Labrador, Rehpinscher oder Dogge – auf den ersten Blick haben diese vier Hunderassen nichts gemeinsam außer den hundetypischen Eigenschaften. Jedoch verbindet sie mehr als man denkt – einen Ursprung in Mesopotamien.
Los Angeles, 31.03.2010 – Bislang gingen Forscher davon aus, dass unsere Hunderassen unabhängig voneinander auf verschiedenen Orten der Erde entstanden sind. Diese Theorie diente vielen auch als Erklärung für die grundverschiedenen Erscheinungsbilder der Hunde. Doch jetzt wurde diese Theorie widerlegt – und ersetzt! Denn laut Genetiker der University of Kalifornien in Los Angeles stammen alle Hunde von den Wölfen aus Mesopotamien ab.
Über viele Jahre hinweg untersuchten dafür die Wissenschaftler um den Evolutionsforscher Robert Wayne rund 1000 Tiere: 900 Hunde aus 85 Rassen und rund 200 Wölfe wurden für die Erbgutsforschung herangezogen. In einer Spezial-Sequenziertechnik deuteten die Forscher 48.000 Stellen in dem Erbgut der untersuchten Tiere und stellten bei allen das gleiche überraschende Ergebnis fest:
Die Urmutter der Hunde liegt in Mesopotamien. Dieses Ergebnis veröffentlichte Robert Wayne jetzt in einer aktuellen Ausgabe der „Nature“. Selbst asiatische Hunderassen sollen laut Robert Wayne mehr mit den mesopotamischen Wölfen gemein haben, als mit dem ostasiatischen Wolf.
Seit dem 11. Jahrtausend vor Christus wird Mesopotamien von den Menschen besiedelt. Vor rund 100.000 Jahren begannen die Menschen dort, die ersten Wölfe zu zähmen - so die Vermutungen des Evolutionsforschers. Als Jäger und Zugtiere blieben die Wölfe eine lange Zeit Nutztiere, bis die ersten Wölfe für eine gezielte Zucht selektiert wurden. Die ersten Überreste von Haushunden werden von Archäologen auf rund 13.000 Jahre geschätzt.
Bis heute gibt es zwischen 300 und 400 Hunderassen – allein 80 Prozent davon entstanden im letzten Jahrhundert. Und ganz gleich, woher unsere Hunde wirklich stammen – wichtig ist doch, dass wir sie jetzt haben! (hs)
Heimtiermesse Augsburg - Hunde-Wäsche in der Maschine - Hunde-Retter Rob Thomas
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