Hunde-Übergewicht immer öfter Thema

Studienergebnis: Die Hälfte aller Hund ist zu dick

Hunde leiden immer öfter an Übergewicht – das fand jetzt eine Studie des Bundesverbands für Tiergesundheit e. V. heraus. Demzufolge ist jeder zweite Hund in Deutschland – und jede zweite Katze – übergewichtig.

Es scheint ein allgemeines gesellschaftliches Phänomen zu sein: In den reicheren Ländern haben nicht nur immer mehr Menschen mit Adipositas zu kämpfen, auch immer mehr Haustiere sind übergewichtig. Eine Studie des Bundesverbands für Tiergesundheit e.V. fand jetzt heraus, dass in Deutschland rund 50% aller Hunde und Katzen zu dick sind.

Ein erschreckendes Ergebnis, denn immerhin ist Übergewicht ein großes Problem für die Hunde-Gesundheit. Herz- Kreislaufbeschwerden, Atemwegsprobleme, Gelenkprobleme, Diabetes oder Hauterkrankungen können die Folge sein. Auch die Lebenserwartung und die individuelle Lebensqualität des Hundes werden stark eingeschränkt. Was viele Hundehalter also wohlwollend als kleines Wohlstandsbäuchlein betrachten, ist für den Hund ein ernstzunehmendes Gesundheitsrisiko.

Als Hauptursache sehen die Forscher ein Zuviel an Hunde-Leckerchen und Snacks zwischendurch. Denn viele gut gemeinte Leckereien enthalten Zucker oder Fett und sind damit für die gesunde Ernährung des Hundes nicht geeignet. Auch das Füttern vom Tisch kann längerfristig zu Fettleibigkeit des Hundes führen. Doch die Forscher sehen auch andere Ursachen: So können auch Faktoren wie individuelle genetische Veranlagung die Entstehung von Übergewicht beeinflussen. Erschwerend hinzu kommt oft ein Mangel an Bewegung.

Hunde-Übergewicht: Schlecht verdauliches Hundefutter schuld?

Auch minderwertiges Hundefutter kann zum Auftreten von Übergewicht bei Hunden führen. Denn manche Hundefutterprodukte versorgen den Hund mit schlecht verwertbaren Nährstoffen, so dass er größere Mengen vertilgen muss, um eine optimale Nährstoffversorgung zu gewährleisten. Gute Hundefutterprodukte sind dagegen hochverdaulich - ein geringes Futtervolumen reicht bereits aus, um den Hund mit allem, was er braucht, zu versorgen.

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Hinzu kommt, so die Forscher, dass viele Hundehalter keinen Blick für die Idealfigur ihres Hundes haben. Viele Tierärzte empfehlen folgende, einfache Technik, um sich ein Bild von dem Ernährungszustand des Hundes zu machen: Ein gutes Gewicht besitzt der Hund, wenn seine Rippen ohne Druck unter der Haut spürbar, aber nicht sichtbar sind. Sind die Rippen sichtbar, leidet der Hund unter Untergewicht. Wird ein gewisser Druck benötigt, um die Rippen unter der natürlichen Fettschicht zu ertasten, ist dies bereits ein Zeichen von Übergewicht. Je höher der notwendige Druck, desto gravierender ist die Fettleibigkeit.

Hunde-Übergewicht: Leckereien sind Tabu

Bei Hunden mit Übergewicht sollte die Ernährung auf ein hochwertiges Hundefutterprodukt umgestellt werden, sofern der Hund bislang mit einem schlecht verdaulichen Hundefutter gefüttert wurde. Die Futterrationen sollten genau kontrolliert werden – dasselbe gilt für das Gewicht des Hundes. Zusätzliche Leckereien sind vorläufig Tabu, dafür sollte ein sinnvolles Bewegungsprogramm absolviert werden. Über ausgewogene Diätkost und effektive Trainingsmaßnahmen berät auch der Tierarzt gern. (je)

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