Kaum ein Hundefreund käme auf die Idee, Hunden Gefühle absprechen zu wollen. Immer mehr Promis behandeln ihren Hund gar gegen Depressionen. Aber können Hunde den Wunsch verspüren, ihrem eigenen Leben ein Ende zu bereiten – und ihn durchführen?
Xinyi, 25. 11. 2009 – Es war ihr einziger Welpe, und nun war er tot. Tagelang verweigerte die Hündin jegliche Nahrungsaufnahme, am Ende stieg sie auf das Dach des dreistöckigen Gebäudes und sprang in den Tod – das beobachteten Nachbarn, wie die Nachrichtenagentur „Antara News“ berichtet.
Sind Hunde fähig, Selbstmord zu begehen? Können sie Hunde-Trauer und Verzweiflung empfinden, die das Leben unerträglich für sie werden lassen? Sind sie in der Lage, eine logische Konsequenz aus diesem Leid zu ziehen und ihrem Leben selbst ein Ende zu bereiten?
Hunde-Selbstmord aus Trauer?
Die Tragödie um die Chihuahua-Hündin aus der Stadt Xinyi in der chinesischen Provinz Guangdong legt diese Vermutung nahe. Was genau geschah, werden wir wohl nie erfahren. Doch dass Hündinnen, die ihren einzigen Welpen verloren haben, besonders tiefe Trauer zeigen, ist bekannt.
So dokumentierte auch der namhafte Verhaltensforscher Günther Bloch, wie eine wildlebende Hündin ihren verstorbenen, einzigen Welpen regelrecht bestattete und das Hunde-Grab noch lange Zeit später besuchte, um dort mit traurigem Gesicht zu verweilen. (je)
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