Dieses Tatsache lernt man schon als Kind: Wedelt der Hund mit dem Schwanz, ist er freundlich gesinnt. Das stimmt nur bedingt, wie wir wissen. Doch dass auch die Richtung des Wedelns eine Bedeutung hat, das haben nun Wissenschaftler der Universitäten Bari und Triest in einer Studie belegt.
Italien, 12.10.2009 – Habt Ihr schon mal auf die Richtung des Schwanzwedelns Eures Hundes geachtet? Die meisten wohl eher nicht - warum auch? Wichtig ist, dass er sich freut sobald wir die Haustüre aufschließen.
Dabei sagt diese Bewegung des Hundes viel über sein momentanes Gefühl aus. Die Forscher um Giorgio Vallartigara, Marcello Siniscalchi und Angelo Quaranta testeten laut der Fachzeitschrift Current Biology 30 Hunde verschiedener Rassen. Dabei zeigte sich ganz deutlich: Bei einem Menschen oder einer Katze wedelten die Hunde mit dem Schwanz nach rechts. Bei ihrem Herrchen oder Frauchen natürlich stärker als bei einem fremden Menschen. Setzten sie den Test-Hunden dabei einen großen und furchteinflößenden Hund vor, wedelten sie dagegen nach links. Auch das Alleinsein löste bei den Hunden eine Linksbewegung des Schwanzes aus.
Diese Ergebnisse können laut der Forscher nun eventuell Tierpflegern bei ihrer Arbeit helfen, um den emotionalen Zustand der Tiere besser einzuschätzen.
Doch wenn Ihr euch jetzt hinsetzen wollt und die Richtung des Schwanzwedelns Eures Hundes sehen wollt – lasst es. „Leider sind diese Asymmetrien zu gering, um sie mit bloßem Auge zu beobachten”, sagt Giorgio Vallortigara von der Universität Triest. Damit ist ein „Schnelltest“ von Hundehaltern ausgeschlossen.
Aber wichtig ist doch nur, dass Ihr erkennt, dass sich Euer Hund freut wenn ihr nach Hause kommt, oder? Und über das Glücksgefühl, dass immer jemand in freudiger Erwartung daheim sitzt, geht sowieso über jede Studie der Welt! (hs)
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