Was Niesen mit Demokratie zu tun hat.

Foto: Sam D´Cruz/Fotolia

Forscher haben fünf Wildhunderudel in Botswana beobachtet und dabei bemerkt, dass die Tiere über Nieslaute Abstimmungen zu treffen scheinen. Reena Walker, Dr. Neil Jordan und ihre Kollegen wollten eigentlich die energiegeladenen Begrüßungen besser verstehen, die die Wildhunde zeigen, wenn sie nach Ruhephasen wieder zusammenkommen.

Vor der Jagd wird geniest

Bevor die Wildhunde zu einer gemeinsamen Jagd aufbrechen, treffen sie sich in einer Gruppe. Je mehr dabei genießt wird, desto wahrscheinlicher ist es, dass die Hunde zu einer Jagd aufbrechen. Sind ranghohe Wildhunde beteiligt, reichen weniger Nieser, um eine Jagd anzuregen. Sind sie nicht dabei, muss öfter geniest werden. „Die Niesgeräusche funktionieren wie eine Art Wahlsystem“, sagt Dr. Neil Jordan.

„Unsere Beobachtung, dass sich die für eine Beschlussfähigkeit ausreichende Zahl der Nieser ändert, je nachdem welche Wildhunde vor Ort sind, deutet darauf hin, dass nicht jeder Hund gleich viel zu sagen hat“, sagt Dr. Andrew King. Er war ebenfalls an der Studie beteiligt.

Die Zahl der Wildhunde sinkt

Die Forscherin Reena Walker erhofft sich, dass die Wildhunde durch die Studie mehr ins öffentliche Interesse rücken. Denn mittlerweile leben nur noch rund 6.600 der Tiere auf dem afrikanischen Kontinent. Da ihr Lebensraum kleiner wird und Krankheiten wie Tollwut um sich greifen, sinkt ihre Zahl noch weiter. „Es sind wunderschöne Tiere, die sich auf ihre Rudel konzentrieren und darauf, zusammenzuarbeiten“, sagt Reena Walker. „Je mehr Leuten bewusst wird, wie toll diese Tiere sind, desto besser.“

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