Schlittenhunde

Hundeschlitten im ewigen Eis

Sie sind als Team unschlagbar, als Individuum unabdingbar und im Gespann unersetzlich –  Schlittenhunde. Keine anderen Arbeitshunde legen mehr Kilometer zurück als sie – und das unter schwersten Bedingungen.

 

Hunde werden bereits seit vielen Jahrhunderten als Last- und Zugtiere eingesetzt. Es ist nachgewiesen, dass in den arktischen Regionen bereits in vorchristlicher Zeit Schlittenhunde verwendet wurden – doch woher die nordischen Rassen, wie der Sibirische Husky, ursprünglich kamen und wann sie das erst mal vor einen Hundeschlitten gespannt wurden, liegt im Dunkel der Geschichte verborgen.

 

Es heißt, dass bereits vor 4000 Jahren in Sibirien kaum gezähmten Wildhunden die Klauen und Reißer gezogen wurden, um sie als Zugtiere einsetzen zu können. In den kalten Klimazonen waren Menschen auf die Hunde angewiesen: ohne sie waren Reisen, Transporte oder die Jagd – sprich, ein Überleben – im Winter nicht möglich.

 

Schlittenhunde retteten eine Kleinstadt

 

Ins Licht der Weltöffentlichkeit rückten die Schlittenhunde aber erst im Verlauf des 20. Jahrhunderts. 1925 retteten die Schlittenhunde und ihre Hundeführer im abgelegenen Norden Alaskas eine ganze Kleinstadt, indem sie in einem Staffellauf die lebensrettende Medizin durch Gebirge, Schneestürme und über gefrorene Meere transportierten – das „Great Race of Mercy“ ging in die Geschichte ein.

 

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Ohne die mutigen, ausdauernden und harten Tiere wäre auch die Eroberung der Pole niemals möglich gewesen. Zwischen den Forschern Roald Amundsen und seinem Kollegen Robert Scott war ein verbissenes Wettrennen um die Eroberung des Südpols entbrannt. Roald Amundsen konnte diesen Wettstreit für sich gewinnen – er besaß einfach mehr Hunde-Wissen als sein Konkurrent. Seine Schlittenhunde sicherten ihm den Sieg: er war nicht nur einen ganzen Monat vor Scott am Südpol, sondern kehrte auch – im Gegensatz zu Scott - wieder lebend zurück.

 

Hunde-Schlitten kommen heute im Sport und Tourismus zum Einsatz

 

Mittlerweile sind die Schlittenhunde zu großen Teilen von modernen Schneemobilen abgelöst worden. Doch auch heute noch kommen Schlittenhunde in den kalten Klimazonen zum Einsatz, zum Sport oder Tourismus genauso wie zur alltäglichen Arbeit. In Alaska und Kanada, aber auch in Kamtschatka, Sibirien und Grönland sind sie trotz aller technischen Errungenschaften oft immer noch das einzig verfügbare Transportmittel.

 

Hundeschlittenrennen sind als Hundesport sehr populär geworden: insbesondere in den Heimatländern der nordischen Hunderassen jubelt man den Schlittenhundegespannen zu wie anderswo höchstens Fußballspielern. Doch auch in unseren Breiten erfreuen sich die Rennen zunehmender Beliebtheit – wenn auch die Fangemeinde hierzulande wohl etwas zurückhaltender ist. (je)

 

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