Weihnachten - das bedeutet neben gemütlicher Abende, festlicher Beleuchtung und einer Menge guten Essens meist auch eine Großpackung Stress. Weihnachten dreht sich alles um die Lieben, und die haben so ihre Ansprüche. Und das gilt nicht nur für die zweibeinige Familie. Wir geben Tipps, damit Weihnachten mit Vierbeiner eine rundherum harmonische Sache wird.
Die Weihnachtszeit bietet einen hervorragenden Nährboden für überflüssige Pfunde - und ein schlechtes Gewissen. Wenn wir all den süßen Leckereien schon nicht widerstehen können, wie dann den schmachtenden Hundeaugen, die jeden Bissen, den wir vom Lebkuchenherz oder dem Marzipanriegel nehmen, genauestens beobachten? Lassen Sie sich von derlei manipulativen Observationen nicht erweichen.
- Frau Schmitz rennt völlig
aufgelöst ins Zimmer und
ruft: »Dietmar, der Hund
hat alle meine selbstgebackenen
Weihnachtsplätzchen
aufgefressen!«
Herr Schmitz beruhigt sie:
»Liebling, mach Dir nichts
draus. Ich besorge uns
einen neuen Hund!« -
Auch wenn Ihr Hund aussieht, als würde er gleich in Tränen ausbrechen - Sie tun ihm mit Süßigkeiten beileibe keinen Gefallen. Sie schaden seinen Zähnen massiv und können zu gefährlichen Verstopfungen bis hin zum Darmverschluss
führen. Wenn Sie also keine unbezähmbare Lust verspüren, die Weihnachtsnacht in der Tierarzt-Notaufnahme zu verbringen, sind Süßigkeiten für Ihren Hund Tabu!
Dasselbe gilt übrigens auch für alle anderen lukullischen Genüsse, die für Menschen gedacht sind - wie die Weihnachtsgans. Die Physiologie unserer Hunde ist auf unsere Speisen nicht eingerichtet und kann kurzerhand streiken.
Hundekekse und Hundewurst zum Weihnachtsfest
Das heißt natürlich nicht, dass Sie Ihrem Hund zu Weihnachten nicht auch ein paar besondere Schmankerl anbieten können. Anstatt ihn mit ungesundem Zuckernaschwerk rund zu füttern, gehen Sie doch einfach unter die Hundekuchen-Bäcker. Mit pfiffigen Hundekuchen-Rezepten können Sie jeden Tag in dankbare Hundeaugen schauen, ohne dabei ein schlechtes Gewissen haben zu müssen.
Und wem dafür die Zeit fehlt, kann die fertigen Hundekuchen direkt in der Hundekuchen-Bäckerei bestellen und bequem nach Hause liefern lassen. Als Ersatz für Ihr herzhaftes Festtags-Menü ist beispielsweise eine Schlemmer-Hundewurst prima geeignet - so läßt es sich ohne Reue schmausen.
Hunde können sich an Weihnachts-Deko verletzen
Gerade an Weihnachten sollten Sie mit enorm erfinderischen Potential und einiger krimineller Energie bei Ihrem Hund rechnen. Die Welt steckt jetzt voller spannender Dinge, die es mit der Nase und den Zähnen zu erkunden gilt - nicht nur Süßigkeitenteller, sondern auch allerlei Dekorationsartikel. Rauscheengel, Schnee-Konfetti, bunt bedrucktes Geschenkpapier oder glänzende Geschenkschleifen besitzen eine magische Anziehungskraft und können im Handumdrehen zu Vergiftungen oder Darmverschlüssen führen. Hundefreunde sollten also bei der weihnachtlichen Deko-Schlacht und bei der Bescherung immer den Sicherheitsaspekt im Auge behalten.
Als Entschädigung dafür, dass Sie die Spaßbremse spielen müssen, können Sie Ihrem kleinen Meisterdieb auch hier hundegerechte Alternativen bieten. Beschäftigen Sie ihn mit Leckerchen-Suchspielen und bieten Sie ihm vermehrt geeignete Kauartikel wie Rindersehnen oder Rindernasen an. Wenn Ihr Hund mit erwartungsvollen Augen bei der Bescherung unterm Weihnachtsbaum sitzt und all die Freudenschreie der anderen Familienmitglieder mit gespitzten Ohren hört, wird er sich wie ein Schneekönig freuen, wenn auch für ihn ein kleines Päckchen dabei ist.
Hunde lieben Geschenke
Es gibt viele tolle Geschenk-Ideen für Hunde, doch am wichtigsten ist, dass der Vierbeiner sich nicht ausgeschlossen fühlt. Lassen Sie ihn also dabei
sein und wickeln ihm eine Leckerei oder ein kleines neues Spielzeug in ungebleichtes Papier (natürlich ohne Schleifen oder Geschenkbänder). Beim Zerfetzen wird er einen Heidenspaß haben. Achten Sie nur darauf, dass er nichts verschluckt, was er nicht verschlucken sollte.
Die meisten Menschen verbringen Weihnachen am Liebsten gemütlich zu Hause. Überlegen Sie vor weihnachtlichen Unternehmungen gut, ob ihr Hund Sie begleiten kann oder lieber zuhause warten sollte. Manche Hunde lieben es, Ihre Menschen auf den Weihnachtsmarkt zu begleiten. Viele andere dagegen empfinden das nur als hochgradigen Stress. Sie kennen Ihren Hund am Besten und wissen, was Sie ihm zumuten können. Am schönsten ist allerdings für Zwei- und Vierbeiner sowieso der gemeinsame Weihnachtsspaziergang nach all der Völlerei und Gemütlichkeit.
Hunde sind keine Weihnachtsgeschenke - alle Jahre wieder
Eine leidige Frage, die dennoch in hübsche Regelmäßigkeit auftaucht und bevorzugt aus Kindermündern stammt: Ein Hund als Weihnachtsgeschenk? Natürlich sind Hunde genauso wenig Weihnachtsgeschenke wie alle anderen Tiere. Die Entscheidung für einen Hund muss in Ruhe und nach umfangreichen Recherchen von allen Familienmitgliedern gemeinsam getragen werden, immerhin ist es eine große und langjährige Verantwortung.
Ist die Entscheidung wohlüberlegt und unabhängig vom Weihnachtsgeschenkeboom gefallen, steht der Anschaffung natürlich nichts im Wege. Dennoch sollten die Zeiten, in denen man Welpen unterm Weihnachtsbaum gefunden hat, vorbei sein. Daher geben die meisten Tierheime und seriöse Züchter über die Feiertage erst gar keine Hunde mehr ab.
Weihnachten ist generell ein denkbar schlechter Zeitpunkt, um einen Hund aufzunehmen. Mama backt panisch die letzten Plätzchen, Papa hetzt durch die Stadt, um den Weihnachtsbaum zu kaufen, Oma flucht, weil der Weihnachtsbraten angebrannt ist und die Kinder haben schon Bauchweh von den ganzen Süßigkeiten. Und wer kümmert sich um den Hund? Eben! Wer seinem Kind seinen sehnlichsten Wunsch unbedingt unter dem Christbaum erfüllen will, sollte ein Stofftier mit Gutschein heranziehen. Nach den Feiertagen kann die Suche nach dem geeigneten Hausgenossen dann in Ruhe und mit viel Zeit angegangen werden.
In diesem Sinne: allen Zwei- und Vierbeinern eine frohe Weihnachtszeit!

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