Herbert the Chi - Die Kolumne

Hundeschul-Wandertag: Wandern ist des Chihuahuas Lust

Chihuahuas sind Couch Potatoes? Weit gefehlt! Kolumnist Herbert begibt sich auf Wanderung mit seiner Hundeschul-Gruppe. Mit den großen Hunden hält er dabei allemal mit.

An diesen kalten, verschneiten Tagen schwelge ich oft in Erinnerungen an meinen ersten Sommer und Herbst und an die zahlreichen Ausflüge, die Frauchen und Herrchen mit mir unternommen haben. An ein Abenteuer denke ich dabei besonders gerne: den Hundeschul-Wandertag ins schöne Mühlviertl in Oberösterreich.

Eines Samstag Nachmittags im Oktober machten wir uns auf den Weg ins Mühlviertl, zum Treffpunkt des Wandertags unserer Hundeschule. Es war ein sehr kalter Tag, daher nähte mir die Arbeitskollegin von Frauchen am Vortag extra noch einen schicken Hundemantel. Wenn so viele Hunde anwesend sind, muss ich mich schließlich von meiner besten Seite präsentieren...

Hundemantel für Herbert

Am Treffpunkt angekommen ging es auch schon los: Raus aus meiner Auto-Transportbox, hinein in meinen neuen Mantel und das Abenteuer "Wandern". Insgesamt waren rund vierzig Hunde mit dabei! Ein unbeschreiblicher Anblick, ich kam mit dem Schauen und Riechen gar nicht mehr nach. So viele Hunde, so viele unterschiedliche Rassen! Da ging ich als kleiner Chihuahua ja fast unter... wenn man nur das Körperliche betrachtet, versteht sich.

Nachdem alle auf Kommando von der Leine gelassen wurden, startete die Wanderung Richtung Sternsteinwarte. Wir gingen am Ende der Gruppe, da ich der Kleinste war und Frauchen und Herrchen auf Nummer sicher gehen wollten, dass mir niemand etwas tut. Es war ja schließlich auch mein erster Wandertag, da sollte ich schon als ganzer Chi wieder nach Hause zurück kehren.

Herbert als Frauchens Bergführer

Für Frauchen war die Wanderung besonders anstrengend, da der Weg sehr steil war. Aber ich strotzte vor Energie und motivierte sie, indem ich immer ein Stückchen vorwärts lief, dann wieder zu ihr zurück kam und sie mit meinen großen, schwarzen Augen ansah. Das Wandern machte mir riesengroßen Spaß und ich war trotz der vielen großen Hunde sehr entspannt. Frauchen und Herrchen hatten immer ein Auge auf mich und ich eines auf sie, wie es sich eben für ein ordentliches Rudel gehört. Zwischendurch lief ich immer wieder zu anderen Hunden, um sie kennen zu lernen und mit ihnen zu spielen, doch ich kehrte jedes Mal zurück.

Hunde-Wanderungen sind ganz schön anstrengend

Nach gut eineinhalb Stunden kamen wir am Ziel an: Wir erreichten die Sternsteinwarte und damit den höchsten Punkt unserer Wander-Route. Während ein paar Zwei- und Vierbeiner nicht genug bekommen konnten und die Sternsteinwarte besichtigten, spielten Herrchen und ich noch Stöckchen werfen in einer nahe gelegenen Wiese. Das war vielleicht ein Spaß! Am meisten genoss ich es, mich ohne Leine frei bewegen zu können und so fetzte ich im Rausch der Freiheit wie wild herum. Als auch die anderen von der Besichtigung zurückkamen, ging es wieder bergab, Richtung Parkplatz.

So schön und lustig der Hundeschul-Wandertag auch war, muss ich dennoch ehrlich sagen, dass ich schon recht froh war, als wir später beim Auto ankamen und ich mich im Warmen ausruhen konnte. Zuhause schlief ich dann den restlichen Abend wie ein Baby in meinem kuscheligen Bettchen und träumte von Hunden, von unberührter Natur und unendlichen Weiten...

Bis zum nächsten Mal,

Euer
Herbert

Text und Fotos mit freundlicher Genehmigung von Herbert-the-Chi.com!

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