Die Hunde der US-Präsidenten - Teil 3

Vierbeiner rettet Nixon – Clinton bricht die Tradition

Auch Richard Nixon verdankt seinem Vierbeiner, einigermaßen ungeschoren aus einer brenzligen politischen Lage gekommen zu sein. Während einer Bestechungsgelder-Affäre hielt der damalige Vizepräsidentschaftskandidat seinen schwarz-weißen Cockerspaniel Checkers in die Kameras und gab mit tief bewegter Stimme zu, diesen Hund angenommen zu haben, den ihm ein Bewunderer zum Geschenk gemacht hatte.

 

Dieser Hund sei das einzige gewesen, das er akzeptiert habe, und er werde ihn um keinen Preis mehr hergeben, da er und seine Familie, insbesondere seine Kinder, ihn zu sehr lieben würden. Augenblicklich flogen ihm die Herzen sämtlicher Hundehalter Amerikas – zwei Drittel der Bevölkerung! - zu. 1969 zog er als Präsident der vereinigten Staaten ins weiße Haus – und mit ihm Pudel Vicky, Terrier Pasha und King Timahoe, ein Irish Setter. Nixon starb 1994, und es heißt, dass seine letzten Worte „Ich habe vergessen, den Hund auszuführen!“ gewesen sein sollen.

 

Bushs Hündin Millie machte als Buchautorin Karriere

 

Liberty, die Golden Retriever-Hündin von Nixons Nachfolger Gerald Rudolph Ford, bescherte dem Weißen Haus ganz andere Wohltaten: Sie brachte 1975 einen Wurf präsidialer Welpen zur Welt. Sechs Jahre später musste sie das Weiße Haus für den stattlichen Bouvier de Flandres Lucky und sein Herrchen Ronald Wilson Reagan räumen. Lange währte Luckys Glück jedoch nicht – er wurde schlichtweg zu groß für die – bekanntlich sehr beengten - offiziellen Räumlichkeiten und wurde auf die Farm der Reagans ausquartiert.

 

Damit das Weiße Haus nicht ohne Hund blieb, ersetzte ihn ein deutlich platzsparenderer Cavalier King Charles Spaniel namens Rex. Auch Rex' Nachfolgerin war wiederum ein Spaniel,  G.H. Bushs Englisch Springer-Spaniel-Hündin Millie. Millie war nicht nur die zweite Mutter nach Goldie-Hündin Liberty, sondern machte auch als Buchautorin Karriere. Ihre Memoiren „Millie's Book: As Dictated to Barbara Bush“ wurden ein absoluter Bestseller. Einen ihrer Welpen, Spot, behielt die Familie Bush. Er sollte später an der Seite von George W. Bush wieder in seine alte Heimat, das Weiße Haus, zurückkehren.

 

Clintons Kater Socks brach die Tradition

 

Zuvor jedoch wurde radikal mit der amerikanischen Tradition vom First Dog gebrochen: Bill Clintons Kater Socks eroberte das Weiße Haus und die Herzen der Amerikaner im Sturm. Die schicke schwarz-weiße Vierpfote hatte sein Herrchen schon bei der Wahl kräftig unterstützt: Buttons mit seinem Foto und dem Aufdruck: „Fit, um die erste Katze im Land zu werden!“ hatten zweifellos geradewegs zum Präsidentschaftsamt geführt. Doch wer einmal Präsident ist, braucht auch einen Hund – und ganz besonders, wenn es zu kriseln beginnt. Statt Clintons verdächtiger Beziehung zu einer gewissen Monica Lewinski stand plötzlich der gutmütige Labrador Buddy im Mittelpunkt des Interesses.

 

Die Rechnung ging auf: die Amerikaner sahen ihrem Präsidenten lieber beim Schmusen mit seinem Welpen zu, als über diverse andere Körperlichkeiten zu debattieren. Die Namenssuche für Buddy war ein Ereignis von internationalem Aufsehen. Als die Clintons einige Zeit später jedoch Buddy kastrieren lassen wollten, ging ein Aufschrei der Empörung durchs Land. Einige schlugen sogar -  nicht ohne Gehässigkeit -  vor, statt Buddy lieber sein Herrchen, dessen Affäre mittlerweile an die Öffentlichkeit gedrungen war, unters Messer zu legen. Ob Buddy die Kastration erspart blieb oder nicht, ist nicht bekannt. Der freundliche Labrador starb jedoch viel zu früh im Alter von vier Jahren an den Folgen eines Verkehrsunfalls.

 

Hier geht es weiter:

 

Wer folgt auf Bushs Scotch-Terrier Barney?

 

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

Mehr zum Thema USA und Hunde mit Jobs finden Sie hier: US-Yoga-Trainerin Suzi Teitelmann erklärt DOGA - Greatest American Dog - Hunde im Büro 

Hier geht es zurück zum Trends-Channel