Die Hunde der US-Präsidenten

United Dogs of America

Die Amerikaner haben gewählt! Ein Pudel wird ins weiße Haus ziehen – jedenfalls, wenn es nach Bush-Nachfolger Barack Obama geht. Damit würde er eine ebenso inoffizielle wie lieb gewonnene Tradition fortführen: Der Hund, Sinnbild von Hingabe, Treue und Loyalität, stand von jeher an der Seite der mächtigsten Männer der Welt. Und jeder amerikanische Präsident, der etwas auf sich hielt, musste seinen "First Dog" haben.

 

In den USA liebt man Hunde. Ganz besonders liebt man die Hunde der Mächtigen - und manchmal auch die Mächtigen mit Hunden. Zwei Drittel aller Amerikaner halten selbst einen Hund. Spitzenkandidaten wie Hillary Clinton und John Edwards gehören dazu, Republikaner John McCain hat direkt vier Vierbeiner daheim herumwuseln. Ganz klar, dass Barack Obama da den Anschluss sucht.

 

„Wenn Du einen Freund in Washington willst, lege dir einen Hund zu!“

 

Vielleicht wollte er aber auch wirklich nur seinen Töchtern eine Freude machen, als er ihnen versprach, im Falle seines Wahlsiegs mit einem Hundebaby ins weiße Haus einzuziehen. Oder war ihm etwa der zeitlos gute Rat des einstigen US-Präsidenten Harry S. Truman zugetragen worden, der da befand: "Wenn du einen Freund in Washington willst, lege dir einen Hund zu"?

 

Obamas Versprechen war jedenfalls Anlass genug für den American Kennel Club (AKC), eine groß angelegte Umfrage über das Internet zu starten: Sieben Wochen lang währte der Wahl-Krimi, in dem Zwergschnauzer, chinesischer Schopfhund, Bichon, Irish Terrier und Pudel sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten. Am Ende siegte der Pudel mit wenigen Stimmen Vorsprung vor dem Irish Terrier. Kein Wunder – ist der intelligente, freundliche und sportliche Pudel doch schon seit gut zwanzig Jahren der vierbeinige Favorit der Amerikaner.

 

42 Präsidenten - über 400 First Dogs!

 

Zieht Obama also mitsamt Familie und präsidialem Pudel ins Weiße Haus ein, setzt er damit eine lieb gewonnene Tradition der Mächtigen Amerikas fort. Von Washington bis Bush – kein amerikanischer Präsident wollte auf den unbestechlichen Freund verzichten. Mit den zweiundvierzig Präsidenten, die das weiße Haus kommen und gehen gesehen hat, lebten insgesamt auch über vierhundert (!) Vierbeiner in seinen noblen Räumlichkeiten.

 

In New York gibt es eine Ausstellung, die sich unter dem Titel „First Pets“ ganz den vierbeinigen Begleitern der Staatsoberhäupter widmet. In Maryland findet man sogar das "Presidential Pet Museum“, das neben den Geschichten der Hunde im Präsidentensitz auch unzählige Ausstellungsstücke präsentiert: So kann man beispielsweise das Pfotenautogramm von Ronald Raegans Hund Lucky oder eine lebensgroße Bronzestatue von G..W. Bushs Scotch Terrier Barney bewundern. Claire McLean, die Leiterin des Museums, war einst die Hausfriseurin von Präsidentenhund Lucky. Sie möchte ihren Landsleuten zeigen, wie tierlieb Ihre Staatsoberhäupter sind und waren.

 

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Washington, Lincoln, Roosevelt - ohne Hund geht es nicht

 

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