22. Nov 2007
Jugendliche, die in der Großstadt leben und einen Hund besitzen, haben mehr Freude am Leben, werden seltener kriminell oder drogenabhängig!
Wenn Anna (14) mit ihrer Hündin Jascha spazieren geht, dann fühlt sie sich gut: „Das macht einfach Spaß und ich lerne viele nette Menschen kennen!“ Vorher hat sie sich oft gelangweilt: „Ich bin nicht so viel draußen gewesen, habe mehr Computer gespielt oder Fernsehen geguckt.“ Das ist jetzt anders: Seit sie vor zwei Jahren den Hund bekam, hat sie mehr Freude am Leben. Dass Hunde einen positiven Einfluss auf Großstadt – Kids haben, ist vom Psychologischen Institut der Universität Bonn wissenschaftlich nachgewiesen worden:
• Hunde geben Jugendlichen Geborgenheit und Verantwortungsgefühl.
• Jugendliche mit Hunden haben ein positiveres Lebensgefühl und mehr Freunde als Jugendliche ohne Heimtiere.
• Die Gruppe der jugendlichen Hundebesitzer machten mehr Sport, Musik, besuchen häufiger Veranstaltungen und Jugendzentren als die Vergleichsgruppe ohne Hunde.
• Die Jugendlichen mit Hunden kamen mit ihren Pubertätsproblemen, z. B. Stimmungsschwankungen oder Langeweile, besser zurecht als die Jugendlichen ohne Hund.
• Insbesondere zeigte sich, dass Hunde eine wichtige therapeutische Rolle spielten bei jugendlichen Arbeitslosen, Straffälligen und Drogenabhängigen.
Aber wie können Hunde so viel gutes bei den Großstadt - Kids bewirken? Professor Bergler: „Jugendliche, die in der Großstadt leben, haben es nicht leicht. Reizüberflutung, Orientierungslosigkeit, Anonymität, Vereinsamung und manchmal sogar Kriminalität bestimmen ihren Alltag.“ Hunde sind da die besten Pädagogen: Sie interessieren sich nicht für Schulnoten und Pickel, sondern beruhigen durch ihre Anwesenheit und bringen Kinder weg von Fernseher und Playstation an die frische Luft und in Kontakt mit vielen anderen Menschen . . .