Nina Ruge im Interview

Botschafterin des Tag des Hundes 2010


TV-Moderatorin und Journalistin Nina Ruge ist die Botschafterin des Tag des Hundes 2010. Sie selbst hält einen Entlebucher Sennenhund und eine Große Schweizer Sennenhündin. Im Stadthunde-Gespräch spricht sie über ihr Leben als Hundehalterin und ihre Aufgabe als Botschafterin. 

 

Stadthunde.com: Lupo, ein Entlebucher Sennenhund, begleitet Sie seit zwei Jahren. Was hat Sie dazu bewogen, sich einen Hund anzuschaffen – und warum haben Sie sich für einen Entlebucher Sennenhund entschieden?

Nina Ruge:
Ich hatte schon immer den Traum von einem Hund – aber realisieren konnte ich ihn erst, als ich nach 20 Jahren die täglichen Live-Sendungen aufgegeben habe und mit den neuen TV-Einzelprojekten zeitlich viel flexibler bin. Und ein Entlebucher ist es geworden, weil diese Hunde keine hochempfindlichen Sensibelchen sind. Das sind Bauernhunde! Außerdem sind sie Kurzhaar – und besonders im Winter kein täglicher Fall für die Dusche. Allerdings sind Entlebucher als Treibhunde mit einem ausgeprägten Dickkopf gesegnet, da sie genetisch auf sehr selbständiges Verhalten programmiert sind. Schließlich meinen sie, eine große Schaf- oder Kuhherde zusammen halten zu müssen. Entsprechend sind sie nicht einfach zu erziehen, als nicht unbedingt Anfängerhunde.

Stadthunde.com:
Wie ist ihre Beziehung zu Lupo heute? Hat der stattliche junge Rüde die Sturm-und-Drang-Phase hinter sich gelassen?

Nina Ruge: Wir sind sehr entspannt und glücklich miteinander. Lupo will nichts lieber, als bei mir zu sein, also fährt er gerne Auto (obwohl ihm leicht schlecht wird), geht gern ins Restaurant (obwohl es ihm unter dem Tisch manchmal ziemlich langweilig ist) und schläft auch mal bis 8 (obwohl er lieber um 7 eine große Runde dreht). Allerdings testet er immer noch hin und wieder, ob ich als Boss nicht vom Sockel zu heben bin und bockt. Dann streiten wir uns (wenn mein „Ignorieren-Programm“ nicht funktioniert), und danach ist alles paletti.

Stadthunde.com: Entlebucher Sennenhunde gelten als sehr temperamentvolle, bewegungsfreudige Hunde. Wie lasten Sie Lupo aus?

Nina Ruge: Dreimal am Tag wird getobt. Entweder wir joggen – oder ich spiele ausgiebig mit ihm Frisbee, Reizangel, Kong. Dem Ball nachzujagen, liebt er am meisten, aber auf den schien er mir in letzter Zeit ein bisschen arg fixiert zu sein. Also wird das ganz stark reduziert. Was Lupo natürlich sehr doof findet.

 

 

Stadthunde.com: Was schätzen Sie an Lupo am Meisten?

Nina Ruge: Seine Unbedingtheit, seine Anhänglichkeit und seine Treue, seine radikale Gegenwärtigkeit. Er ist hoch intelligent, wendig, schnell, sehr emotional und verschmust. Also ein idealer Partner, oder?

Stadthunde.com: Hat Lupo Sie schon einmal in eine richtig peinliche Situation gebracht?

Nina Ruge: Mehr als einmal! Als Welpe hat er natürlich keinerlei Scheu gehabt, auch hochrangigen Persönlichkeit ungeniert vor die Füße zu pinkeln. Und in seiner Sturm und Drangzeit hat er einmal in der Münchner Innenstadt mit einem Riesensprung versucht, einer jungen Frau die Wurst aus dem Hotdog zu klauen. Zum Glück vergeblich.

Stadthunde.com: Ist Lupo Ihr erster Hund, oder verbinden Sie auch Kindheitserinnerungen mit Hunden?  

Nina Ruge: Lupo ist mein erster Hund. Meine Mutter hatte zurecht die Befürchtung, die die „Hunde-Arbeit“ an ihr hängen bleiben würde. Also hatte ich eine Schildkröte und einen Wellsittich. Ziemlich langweilig!

Stadthunde.com:
Sie haben bekanntlich eine Schwäche für die Toskana. Lupo auch? Begleitet er Sie im Urlaub?

Nina Ruge: Lupo ist mit mir im Sommer mehrere Monate in der Toskana. Ich fliege zum Arbeiten immer mal für ein paar Tage nach Deutschland – und Lupo bleibt bei unsere italienischen Nachbarin. In der Toskana ist er superglücklich: Tolles Wetter, viel Auslauf, eine entspannte Nina: Was will Hund mehr?

Stadthunde.com: Können Sie sich vorstellen, auch nach Ihrem Engagement als VDH-Botschafterin weiterhin im Hundebereich aktiv zu sein?

Nina Ruge: Alles, was ich ehrenamtlich mache, soll genauso 100%ig sein wie beruflich auch. Also würde ich mich sicherlich gerne weiter engagieren im Tierschutz, müsste aber genau schauen, ob ich die Erwartungen, die an mich gestellt werden, auch erfüllen kann…. Damit alles gut wird!


Wir danken Ihnen herzlich für das Gespräch!

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