Marcus Walz im Interview

Marus Walz ist Customizer, Geschäftsmann, Buchautor und Tierfreund - mit uns sprach er über seinen verstorbenen Hund Tonka

 

Marcus Walz Hardcore Cycles sind für jeden Motorrad-Fan ein Begriff: Superstars wie Brad Pitt und Keanu Reeves warten monatelang auf Motorräder dieser Firma. Hinter diesem Namen steht Marcus Walz. Ein international anerkannter Macher, Geschäftsmann, Buchautor und ein großer Tierfan! Mit Stadthunde.com sprach er über die große Liebe zu seinem verstorbenen Hund.

 

Stadthunde.com: Hallo Marcus, harte Schale weicher Kern - trifft es das? Du bist ja nicht nur für Deine Hundeliebe im Speziellen, sondern auch für Deine Tierliebe bekannt. Du isst kein Fleisch und verwendest für die Sitze Deiner Bikes nur Alcantara-Leder. Wie kommt diese „weiche“ Seite in der harten Biker-Szene an?

 

Marcus Walz: Ich denke das hat nichts mit „harter Schale, weicher Kern“ zu tun. Das hat ganz einfach was mit Respekt und Achtung vor Tieren zu tun! Das fängt bei mir damit an, dass ich fast kein Fleisch esse, kein Leder trage und die Sitze meiner Bikes ausnahmslos aus Kunstleder anfertigen lasse. Das Leben eines Tieres ist weitaus mehr wert, als dass es für eine Lederjacke oder einen Motorradsitz sterben muss. In der so genannten harten „Biker-Szene“ stößt das leider auf wenig Verständnis.

 

Stadthunde.com: Einer unser Gründer ist leidenschaftlicher Buell-Fahrer, unsere Mitglieder aber zu 70% Frauen. Nun mal „Butter bei die Fische“! Wie sieht das ideale Frauen-Motorrad aus? Eher ein customized Bike aus dem Hause „Walz Hardcore“ oder ein Ducati-Umbau aus Deinem „Walzwerk“?

 

Marcus Walz: Das ist ganz unterschiedlich ob „Frau“ es eher sportlich oder doch lieber eher cruisermäßig mag. Beide Styles haben Ihre Vor- und Nachteile. Der Trend geht aber momentan eher zum Walz Hardcore Bike. Schließlich wollen die Frauen den Männern ja in nichts nachstehen.

 

Stadthunde.com: Unsere klassische Frage -  Wie bist Du auf den Hund gekommen?

 

Marcus Walz: Hunde sind für mich ganz einfach die besseren Menschen ;-) Ich hatte in meinem Leben bisher 4 Hunde und keiner von Ihnen hat mich auch nur ansatzweise so enttäuscht, wie es in meinem Leben bisher schon viele Menschen getan haben. Ein Leben ohne Hund ist für mich nur sehr schwer vorstellbar. Ein bekanntes Gedicht von Arthur Schoppenhauer bringt es da direkt auf den Punkt: „Das mir der Hund das Liebste sei, sagst Du oh Mensch sei Sünde. Der Hund bleibt mir im Sturme treu, der Mensch nicht mal im Winde.“

 

Stadthunde.com: Um in der Biker-Szene auch als Geschäftsmann erfolgreich zu sein, muss man doch sicher alle großen Events mit machen. War Tonka da immer dabei oder hast Du ihn lieber bei Freunden oder Familie untergebracht?

 

Marcus Walz: Tonkas Zuhause war die Werkstatt und der Laden. Da hat er sich richtig wohl gefühlt. Sozusagen eine über 800qm große Hundehütte. Wenn ich ihn ab und zu mal mit nach Hause nahm, merkte ich dass er unruhig war und sich einfach nicht wohl fühlte. Deshalb blieb er die ganze Zeit im Laden. Da war jeden Tag von 9:00 Uhr bis 18:00 Uhr was los. Und nach Feierabend hat er es sich dann in seinem „Eckchen“ gemütlich gemacht. Wenn ich auf Messen und Shows war, hat stets mein Vater nach ihm geschaut.

Marcus Walz: Pitt-Bulls sind eine wesensstarke Rasse!

 

Stadthunde.com: Dein Hund Tonka war ein Pitbull-Rüde – eine Rasse die leider in der Öffentlichkeit kein all zu gutes Ansehen genießt. Möchtest Du eine Lanze für Pittbulls brechen? Was ist das Tolle an ihnen, und warum haben sie Deiner Meinung nach so einen schlechten Ruf?

 

Marcus Walz: Als ich mir vor über 20 Jahren zusammen mit meiner damaligen Freundin meinen ersten Pit-Bull kaufte, waren diese Hunde noch eine respektierte und anerkannte Hunderasse. Ich kaufte mir diesen Hund der Rasse und seines Wesens wegen und nicht um damit cool und provokant durch die Gegend zu laufen oder damit auf Hundekämpfe zu gehen. Die wesensstarke Rasse wurde jedoch dann im Laufe der Zeit leider zum Opfer Ihrer oftmals nicht wesensfesten Käufer und Halter. Ergebnis waren dann regelmäßige negative Schlagzeilen in der Boulevardpresse. Dies resultierte dann in neuen Gesetzen und Gesetzesänderungen, die dann auch seriöse Pitt-Bull Besitzer trafen. Höhepunkt war dann das deutschlandweite Zuchtverbot dieser Rasse.

 

Für mich ist ein wesensfester und ausgeglichener Pit-Bull ein idealer Familienhund und treuer Freund und Begleiter. In meiner 20jährigen Erfahrung die ich mit dieser Rasse habe, kann ich mich an keinen einzigen Tag erinnern an dem ich eine schlechte Erfahrung gemacht habe.

 

Heutzutage bedarf es jedoch keines Züchters mehr wenn man sich für einen Pit-Bull entscheidet. Die Tierheime sind überfüllt von diesen so genannten Kampfhunden. Auch ich werde mich in Zukunft ausschließlich nur noch für Hunde aus dem Tierheim entscheiden.  

 

Hier geht es weiter: Marcus Walz im Interview Teil 2

 

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