Johanna Klum im Interview

Tierfreundin und deutsche Synchronstimme des Vogels 'Jewel'


TV-Moderatorin Johanna Klum ist eine große Tiefreundin, die selbst eine Katze hält und in ihrem Urlaub Tierheimhunde in Thailand Gassi führt. Wenn sie einen Hund hätte, dann wäre es ein Mischling mit einem großen Herzen.

Vor Beginn des eigentlichen Interviews bietet die sympathische Johanna Klum erst einmal das 'Du' an.

Stadthunde.com: Beruflich moderierst Du ziemlich viel – wie war es nun, einem Vogel Deine Stimme zu geben?


Johanna Klum: Das war für mich eine ganz neue Erfahrung. Auch vogelunabhängig war das für mich meine erste Synchro-Erfahrung.  Erst war ich total begeistert, aber während des Sprechens habe ich mich kurzzeitig gefragt, warum ich zugesagt habe, weil das wirklich anspruchsvoll war.  Die englische Originalstimme stammt von der großartigen Anne Hathaway und damit bin ich in richtig große Fußstapfen getreten. Aber dann hat es einfach nur Spaß gemacht!  Etwas schwierig war es, zunächst die gemeinsamen Eigenschaften zwischen „Jewel“ und mir herauszufinden – aber das hat dann ja gut geklappt und es ist ein  - wie ich finde – richtig gutes Ergebnis dabei herausgekommen!

Stadthunde.com: Welchen anderen Charakteren in „Rio“ hättest Du auch gern Deine Stimme gegeben?


Johanna Klum: „Blu“ ist auch ein toller Charakter, den hätte ich mir gut vorstellen können – obwohl er doch etwas tapsig ist. Sehr gerne hätte ich auch „Luiz“ gesprochen, weil er so charmant ist. Er wirkt erst ziemlich gefährlich, aber dann entschuldigt er sich für seinen Sabber mit „Tut mir leid – das ist angeboren“ , was dann einfach charmant und niedlich wirkt.


Stadthunde.com: Luiz ist ja eine Englische Bulldogge – wie gefällt Dir denn diese Rasse?


Ich mag Hunde ziemlich gerne, kann aber durch meinen Beruf derzeit leider keinen halten, obwohl ich das schrecklich gern täte! Vielleicht später einmal, wenn ich etwas älter bin. Aber eine Englische Bulldogge wäre das dann eher nicht.

Stadthunde.com: Wie war die Zusammenarbeit mit David Kross – als Vogelpärchen?


Johanna Klum: Super! Das hat richtig gut geklappt und wir verstehen und sehr gut! David Kross ist ein großer Schauspieler und es war sehr schön mit ihm zusammenzuarbeiten. Wir waren auch zusammen Eis essen und werden mit Sicherheit auch in Zukunft in Kontakt bleiben.


Stadthunde.com: Du engagierst dich für den WWF – was bedeuten Tiere für Dich privat?


Johanna Klum: Tiere spielen eine große Rolle in meinem Leben! Ich bin mit Katzen groß geworden und habe selbst eine – die denkt allerdings, sie wäre ein Hund! Sie bringt mir Deckel von Parfumfläschen und möchte, dass ich sie werfe und apportiert sie dann! Ich hatte immer Tiere und es ist einfach nur schön, wenn ich nach Hause komme und meine Katze mir ins Gesicht lächelt und sich einfach nur freut, dass ich da bin. Sie liebt mich bedingungslos!


So gut haben es die Tiere aber nicht überall: Kürzlich war ich in Thailand. Dort leben unzählige Katzen auf der Straße. In der Urlaubs-Saison werden sie von den Touristen gefüttert, aber danach ist es schwierig für sie. Es gibt in Thailand auch keine Tierärzte, wie wir das hier kennen. Ich habe dort eine schwedische Tierärztin kennengelernt, die eine Tierklinik betreibt und selbst finanziert.  Dort herrschen – anders als in den staatlichen Tierheimen – gute Bedingungen für die Tiere. Zu der Tierklinik gehört auch ein Tierheim. Mit dessen Hunden bin ich nachmittags in die Berge gewandert  - die müssen ja auch mal Gassi gehen! Ich hoffe, dadurch wenigstens im ganz Kleinen etwas Gutes getan zu haben!
Schlimm war in Thailand auch, dass die ganzen Straßentiere nicht sterilisiert werden. Dadurch vermehren sie sich unglaublich und werden dann mit sicherlich sehr unschönen Methoden „beseitigt“. Es war dort also insgesamt nicht schön für die Tiere, aber die schwedische Tierklinik war ein Lichtblick!


Stadthunde.com: Nach Filmen mit tierischen Protagonisten bricht häufig ein Boom aus: Alle möchten plötzlich so ein Tier als Haustier halten. Wie denkst Du darüber in Bezug auf „RIO“?


Johanna Klum: Ich hoffe nicht, dass jetzt jeder einen Ara zu Hause halten möchte! (lacht)


Stadthunde.com: Oder vielleicht Vögel allgemein?


Johanna Klum: Also, ich hoffe nicht, dass das so ist und plötzlich alle Leute Heerscharen von Piepmätzen zu Hause halten möchten! Natürlich kann so ein Film die Leidenschaft für Tiere wecken, aber jeder sollte sich darüber  im Klaren sein, dass ein Tier viel Verantwortung bedeutet, wenn es zur Familie gehört!


Stadthunde.com: Da wir bei Haustieren sind: Wenn Du einen Hund hättest, was wäre das dann für ein Hund?


Johanna Klum: Das wäre auf alle Fälle ein Mischling  - eine bestimmte Rasse kann ich Dir gar nicht nennen. Es soll auf jeden Fall keine nackte Ratte sein und auch kein Handtaschenhund, sondern so ein richtiger Hund. Nicht groß, vor allem nicht größer als ich, also mittelgroß, mittelbraun und mit einem ganz großen Herzen!


Johanna, wir wünschen Dir ganz viel Spaß bei der Premiere von „RIO“ und danken Dir für dieses Interview!

 

 

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