Stadthunde.com: Ihr sucht für den Videodreh zu Eurer jüngst erschienenen Single "Stop the Clocks" einige "Superhunde". Wie kam es zu der Idee?
Ingo Donot: Dazu muss man erstmal wissen, dass jeder einzelne in unserer Band und Crew absoluter Hundenarr ist und nicht wenige auch selbst schon mal einen treuen Vierbeiner zuhause (gehabt) haben. Es kommt nicht selten vor, dass neben all den Band- und Label-E-Mails, die wir täglich zu beantworten haben, immer wieder Mails rumgeschickt werden mit lustigen Hundebildern. Und aus dieser Liebe zu Hunden entstand die Idee, vielleicht auch mal ein Video mit bellenden Statisten zu drehen. So geschehen bei unserer aktuellen Single „Stop The Clocks“. Das Video läuft derzeit auf diversen Kanälen wie MTV und wer es schon mal gesehen hat, weiss, dass darin diverse niedliche Golden Retriever Welpen die Hauptrolle spielen. Wir haben es in Schweden unter den wachsamen Augen der Züchter gedreht und das war defintiv der tollste Videodreh ever. Jedenfalls überlegen wir immer wieder, wie wir auch unsere Fans noch näher am Bandgeschehen teilhaben lassen können. Ich schreibe immer mal wieder Blogs, vornehmlich über Hunde, und im Zuge des Videodrehs und derartiger Blogs kam uns die Idee, die Fans und eben auch ihre Hunde noch näher an die Donots zu binden. In Kooperation mit Myvideo.de rufen wir also dieser Tage dazu auf, lustige Videos von niedlichen, talentierten, verrückten Hunden einzuschicken. Und die besten Beiträge werden schlussendlich in einem alternativen Video zu „Stop The Clocks“ verwendet.
Stadthunde.com: Wie können interessierte Herrchen und Frauchen ihre Hunde ins Rennen schicken?
Ingo: Das geht ganz einfach. Auf www.donots.com, auf www.myspace.com/donots oder aber direkt auf www.myvideo.de findet man ein Banner, welches auf den „Stop The Clocks“ Videocontest hinweist. Man klicke einfach darauf, logge sich ein und lade selbst ein Hundevideo bei Myvideo.de hoch, um am Wettbewerb teilzunehmen. Dort findet man auch alle bereits eingesandten Videos. Inspiration kann ja schließlich nicht schaden! Haltet also am besten direkt eine Kamera auf Euren treuen Freund und ladet anschließend den Clip bei Myvideo.de hoch. Mit ein bißchen Glück ist Euer Handtaschenwaldi dann in unserem Video zu sehen!
Stadthunde.com: Welche Rolle sollen die Vierbeiner im Video spielen?
Ingo: Die Idee ist ganz einfach: Wenn Euer Hund etwas besonderes kann, eine besondere Marotte hat, einfach nur total niedlich oder verrückt ist, dann filmt ihn, ladet den Beitrag hoch und wir schneiden die lustigsten Bits zusammen. Die Hunde sollen – wie auch im Originalvideo – die Hauptrolle spielen. Es gibt schliesslich nichts unterhaltsameres als unsere vierbeinigen Freunde!
Stadthunde.com: Habt Ihr schon vorher vor der Kamera mit Hunden zusammengearbeitet?
Ingo: Zumindest noch nicht in dem Maße. Hin und wieder kommt man aber mal in den kurzen Genuss, mit Hunden zu arbeiten. Es gibt z.B. einen Fotografen, der grundsätzlich nur Fotosessions macht, in denen Bands gemeinsam mit seinem Hund posieren. Wir fanden die Idee lustig und haben in Gütersloh ein Fotoshooting mit seinem Tier gemacht. Daraus ist dann sogar ein offizielles Bandfoto geworden. Es bleibt dabei: It’s a love thing! Und das werden so viele Bands bestätigen können. Ich unterhalte mich beispielsweise auch immer stundenlang mit Thees Uhlmann von Tomte über Hunde. Der teilt diese Liebe gleichermassen.
Stadthunde.com: Was sind die besonderen Stärken des Songs?
Ingo: Wir haben in den 15 Jahren Bandgeschichte noch niemals so viel Feedback auf einen einzelnen Song bekommen wie auf "Stop The Clocks". Das ist fast schon unheimlich. Der Song stösst allerorten auf extreme Gegenliebe und wird derzeit auch auf vielen Radiostationen der Republik rauf und runter gespielt. Ich glaube, das Geheimrezept des Songs ist seine Atmosphäre. Er ist sehr relaxed, aber gleichzeitig unglaublich intensiv. Dem Song liegt eine Melancholie zugrunde, mit der sich wohl viele Menschen identifizieren können. Das zeichnet sich auch momentan auf den Festivals ab: Der Refrain wird schon jetzt von so vielen Leuten mitgesungen, dass wir eigentlich gar nicht mehr selbst ran müssen.
Stadthunde.com: Wie sieht es bei Euch persönlich in Sachen "Hundeliebe" aus. Habt Ihr selbst Vierbeiner im Haushalt?
Ingo: Guido und ich sind mit einem West-Highland-Terrier in unserem Elternhaus aufgewachsen. Später hatte ich dann mit einer Ex-Freundin von mir einen Labrador. Alex und Jan-Dirk hatten auch jeweils einen Hund und derzeit wohnt Guido in einer WG mit dem Hund seines besten Freundes und dem Hund seiner Freundin. Wir freuen uns über jeden Vierbeiner, den wir treffen und wenn ich nicht ständig auf Tour wäre, hätte ich bestimmt auch schon wieder einen. Aber für mein Altenteil habe ich schon den unumstösslichen Gameplan, mal irgendwann eine Hundepension aufzumachen. Im Ernst!
Stadthunde.com: Was macht das Leben mit einem Vierbeiner an der Seite so besonders?
Ingo: Hunde strahlen auf der einen Seite Ruhe und Sicherheit aus, auf der anderen Seite halten sie dich fit und machen einfach unheimlich viel Spass. Ich lasse mich sehr schnell von der positiven, guten Laune von Hunden anstecken und werde in unserer Band hin und wieder auch „Hundeflüsterer“ genannt, weil ich mich irgendwie mit jedem Bello gut verstehe. Es gibt glaube ich niemanden, der sich so sehr freut, wenn man heimkommt, wie ein Hund. Und das ist einfach ein tolles Gefühl!
Stadthunde.com: Eine Frage in eigener Sache: Was haltet Ihr von Stadthunden, d.h. von Vierbeiner, die in der City leben. Kann das funktionieren oder gehört ein Hund für Euch aufs Land?
Ingo: Ich glaube, das kann man nicht pauschalisieren. Das kommt vor allem auf den Halter des Hundes an. Dass ein Hund viel Auslauf braucht, ist wohl selbstverständlich. Und natürlich haben Hunde auf dem Land da einfach die besseren Voraussetzungen. Aber wenn Herrchen oder Frauchen sich ein wenig kundig machen und nach Orten in der City suchen, wo Hunde abseits von den grossen Strassen auch mal was anderes sehen/schnuppern dürfen, dann kann das schon funktionieren. Man sollte schon versuchen, dem Hund so viel Aufmerksamkeit und neue Informationen zu bieten, wie eben möglich. Das gilt genauso für das Leben auf dem Land wie für das Leben in der Stadt. Nur in der Wohnung kann man den Hund nicht halten, das sollte klar sein.
Stadthunde.com: In vielen Städten gibt es immer mehr Einschränkungen für Hunde und ihre Halter. Wird da übertrieben, oder sind die Regeln teilweise auch notwendig und sinnvoll?
Ingo: Ich kann schon verstehen, warum Hunde auf Kinderspielplätzen und Co. angeleint werden sollen. Und wenn man weiss, dass der eigene Hund eher ein wenig stürmischer ist, dann sollte man natürlich doppelte Vorsicht walten lassen. Aber ich finde es einfach schade, dass mittlerweile in so vielen Bundesländern kompletter Leinenzwang besteht. Hunde brauchen ihren Freiraum und dürfen wegen mir gerne in grossen Parkanlagen frei laufen. Vielleicht bin ich da auch zu sehr Hundefan, aber ich sage es einmal und ich sage es wieder: Man lebt mit Hunden ZUSAMMEN und nicht über sie hinweg.
Stadthunde.com: Die letzte Frage - nochmal zum Contest: Nach welchen Kriterien würdet Ihr persönlich die "Superhunde" mit Hollywood-Tauglichkeit auswählen?
Ingo: Da lassen wir einfach den Eindruck und den Moment entscheiden. Der eine Hund hat halt sehr viel Spass daran, Kunststücke vorzuführen, der andere schaut einfach nur extrem niedlich in die Kamera. Hauptsache ist: Den Donots muss das bellende Herz aufgehen!
Stadthunde.com dankt Ingo Donot für das Interview!
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