Interview mit Henning Wiechers - www.singleboersen-vergleich.de

Stadthunde.com: Wie schätzen Sie den Hund als Flirtfaktor ein?

 

Henning Wiechers: Wie eine Studie im Herbst 2006 gezeigt hat, ist der Hund als Flirt-Faktor ausgesprochen hoch einzuschätzen - noch höher als ein gutes Aussehen, wie 53% der befragten Frauen und 46% der befragten Männer äußerten!

 

Stadthunde.com: Was ist anders beim Flirten mit und ohne Hund?

 

Henning Wiechers: Die meisten Menschen haben beim Flirten Hemmungen, den ersten Schritt zu wagen, weswegen sich Bücher à la "Der perfekte Anmachspruch" so hervorragend verkaufen.
Ist das Objekt der Begierde mit einem Hund unterwegs, fällt das Flirten leichter, denn erstens muss man sich nicht krampfhaft ein Thema überlegen und zweitens kann man die Flirtintention hinter dem unverfänglichen Interesse am Hunde verstecken.
Andersrum soll es auch Hundebesitzer geben, die ihren Vierbeiner ganz bewusst in aktive Flirtversuche einbeziehen, indem sie ihn z.B. vorschicken.

 

Stadthunde.com: Was halten Sie von Agenturen, bei denen man sich einen Hund zum Flirten leihen kann?

 

Henning Wiechers: Wer in frühen Kennenlern-Phasen mogelt, kann sich kurzfristig einen schönen Vorteil ergattern. Denken Sie nur Mal an den Eindruck, den Sie mit einem geliehenen Porsche schinden. Falls aus einem Aufriss "aus Versehen" etwas Ernsteres wird, müssen Sie die Lüge irgendwann mühsam aufklären.
Das ist beim Leih-Hund nicht anders. Ich sehe die Ausleiher schon mit fantastischen Ausreden aufwarten: "Der Wuffi von neulich ist leider überfahren worden/mit einem Freund nach Neuseeland ausgewandert/war nur vom Nachbarn in Urlaubspflege genommen/hat heute schlecht Zeit..."

 

Stadthunde.com: Haben Sie oder ihr Bekanntenkreis eigene Erfahrungen mit Hunden als Flirtfaktor?

 

Henning Wiechers: Ich weiß nicht, wie oft ich beim Gassigehen schon angesprochen wurde - blöd nur, dass es immer der Hund meiner jeweiligen Freundin war.

 

Stadthunde.com: Ihr Spezialgebiet sind Single-Börsen im Internet. Denken Sie, dass Hundebesitzer auch hier Vorteile haben?

 

Henning Wiechers: Wenn wir's mal rein quantitativ betrachten, stellt ein Hund bei der Partnersuche im Internet wie z.B. auch das Rauchen oder ein Hang zum Vegetarischen eine Einschränkung Ihrer Massenkompatibilität dar: "Toller Typ, aber Hunde mag ich leider nicht."
Diese Sichtweise ist aber weniger als die halbe Wahrheit, denn Menschen verlieben sich ja gerade in diese Abweichungen von der Masse. Vier von fünf Damen, die in Ihrer Kontaktanzeige "Rhodesian Ridgeback Bantu" lesen, flüchten, aber eine findet genau das super!

 

Stadthunde.com: Trägt das Internet dem Phänomen „Flirtfaktor Hund" schon Rechnung?

 

Henning Wiechers: In zweierlei Hinsicht: Bei vielen Singlebörsen werden die Singles neben Alter, Sternzeichen und Gewicht nach ihren Haustieren gefragt - so dass Singles, die einen hundehaltenden Partner bevorzugen, gezielt danach fahnden könnnen.
Zum anderen gibt es quasi als Konkurrenz zu Singlebörsen spezielle Seiten, auf denen sich Hundehalter und Hundefreunde direkt zum Gassi-Gehen verabreden können. date-a-dog.de zum Beispiel.

 

Stadthunde.com: Was assoziieren Ihrer Meinung nach Frauen mit Männern in Begleitung eines Hundes? Wie verhält es sich umgekehrt?

 

Henning Wiechers: Da fragen Sie lieber einen Tierpsychologen! Ich kann mir vorstellen, dass ein Mann mit Hund den Eindruck erweckt, soziale bzw. familiäre Verantwortung übernehmen zu können und zu wollen.
Wie eine Frau mit Hund auf Männer wirkt, hängt bei mir persönlich ziemlich von der Rasse ab. Bei allem über Kniehöhe bin ich ehrlich gesagt leicht abgeschreckt.

 

Stadthunde.com: Besonders Großstädte sind für ihren hohen Single-Anteil bekannt. Denken Sie die immer strenger werdenden Hundeverordnungen und Anleinpflichten limitieren den „Flirtfaktor Hund“ und nehmen den Singles eventuell eine lockere und ungezwungene Möglichkeit um Kontakte zu knüpfen?

 

Henning Wiechers: Naja, in erster Linie betrifft das wohl die Hunde selbst, wenn die Leinenpflicht sie vom gegenseitigen Beschnuppern und anderen Flirt-Aktivitäten abhält.
Der Mensch kann sein Verhalten ja viel leichter an neue Begebenheiten anpassen.

 

Stadthunde.com dankt Henning Wiechers für das Interview!

 

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